Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Rudern: In der Ruderpartnerschaft gibt Valentin Luz den Rhythmus vor

Wie alle Preisträger bekam auch Valentin Luz von einem Paten, in seinem Fall Frank Müller von den Bäder Betrieben, noch einen Gutschein im Wert von 300 Euro überreicht. Wie alle Preisträger bekam auch Valentin Luz von einem Paten, in seinem Fall Frank Müller von den Bäder Betrieben, noch einen Gutschein im Wert von 300 Euro überreicht.

Mit einer Frau in einem Boot zu sitzen, das ist schon etwas anderes. „Man ist langsamer, und das Rennen dauert länger“, sagt Valentin Luz mit verschmitztem Lächeln. Doch immerhin nicht so lange, dass es bei den Weltmeisterschaften der Para-Ruderer in diesem Jahr für den Schlagmann der Frankfurter RG Germania und seine sehbehinderte Partnerin Jessica Dietz aus Marburg nicht auf Anhieb zu bronzenem Edelmetall gereicht hätte. Es war das erste Mal gewesen, dass die beiden im neu geschaffenen Mixed-Wettbewerb bei einem internationalen Großereignis zusammen an den Start gegangen waren. Luz brachte immerhin schon die Erfahrung eines vierten Platzes im Vierer bei den Olympischen Spielen in Rio im Jahr zuvor mit.

„Wir waren schon begeistert, dass wir uns überhaupt qualifiziert hatten“, sagt der mit einer Fehlbildung des Unterschenkels auf die Welt gekommene Sportler. Dass es dann trotz kurzer Vorbereitung für einen Treppchenplatz reichte, sei umso überraschender gewesen.

Auch im nächsten Jahr will der gebürtige Wiesbadener wieder dabei sein, wenn sich die Besten seiner Zunft bei der WM in die Riemen legen. Sein Training absolviert der BWL-Student aber kaum mehr in der Mainstadt. Um seinen Master zu absolvieren, hat es ihn ins Nachbarland nach Holland gezogen. Dort, in Utrecht, will er das Universitätsrudern erleben, wie es das hierzulande in dieser Form nicht gibt. „Ich wollte nicht in die USA, deshalb habe ich mich für die Niederlande entschieden“, erklärt der Blondschopf, der zur Gala wie die anderen Nominierten der Germania, die WM-Dritten im Leichtgewichtsvierer Jonathan Koch und Sven Kessler, im Traditionsoutfit des Erfolgsclubs erschien. Ob er sich dann noch einmal mit Dietz ein Boot teilen wird, steht noch nicht fest. Im Rudern werden die Plätze jede Saison neu vergeben. Vielleicht kommt der Frankfurter dann schneller voran. Womöglich aber nicht so erfolgreich.

(kaja)

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse