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Rot-Weiss Frankfurt: Jetzt ist sogar der Trainer weg

Von Am morgigen Samstag empfängt Rot-Weiss Frankfurt ausgerechnet die Mannschaft, zu der der bisherige Trainer der „Roten“ wohl noch heute wechselt.
Da geht es in Richtung Profifußball: Daniyel Cimen weist seinem Co-Trainer Takis Arnautis den Weg – nach Watzenborn-Steinberg? Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Da geht es in Richtung Profifußball: Daniyel Cimen weist seinem Co-Trainer Takis Arnautis den Weg – nach Watzenborn-Steinberg?
Frankfurt. 

Die ganze Woche über wurde auf mehreren Ebenen verhandelt, gestern löste Rot-Weiss Frankfurt den Vertrag mit seinem bisherigen Trainer Daniyel Cimen auf dessen Bitte hin auf. Und schon am morgigen Samstag (15 Uhr) könnte der 32-Jährige mit den Ligakonkurrenten Teutonia Watzenborn-Steinberg ans Brentanobad zurückkehren. Die übrigen Spiele geraten da fast etwas in den Hintergrund (siehe Extratext).

Es sind die besseren Perspektiven, die Cimen bei Teutonia Watzenborn-Steinberg sehen dürfte und die ihn mitten in der Saison in die Gießener Kante ziehen lässt. Seinen Co-Trainer Takis Arnautis nimmt der 32-Jährige offenbar gleich mit zum Regionalliga-Absteiger – auch Arnautis’ Vertrag bei Rot-Weiss wurde gestern aufgelöst. Und so befindet sich der Traditionsverein, der unter Cimen am Samstag noch den ersten Saisonsieg feierte, nun auf Trainersuche.

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Im Duell der starken Aufsteiger Waldgirmes und Neu-Isenburg geht es darum, wer von beiden den Anschluss an die Spitzengruppe der Fußball-Hessenliga halten kann.

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Ganz plötzlich kommt das aber natürlich nicht, schon letzte Woche war Watzenborns Interesse am Coach der „Roten“ ein großes Thema (wir berichteten). Der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz hat inzwischen mit der Suche nach einem Nachfolger für den Ex-Profi von Eintracht Frankfurt begonnen. Bis der gefunden ist, wird er zusammen mit Ex-Trainer und Jugendscout Benny Sachs das Team anleiten. „Ein Dauerzustand wird das nicht“, sagt Ekiz, der Verständnis für Cimens Entscheidung hat, sie aber auch bedauert: „Es ist sehr, sehr schade für Rot-Weiss, denn Daniyel hat hier Maßstäbe gesetzt und wird nicht eins-zu-eins zu ersetzen sein. Es war eine intensive und erfolgreiche Zeit hier mit ihm.“

Zweimal hatte Cimen mit Rot-Weiss in der Hessenliga Anlauf genommen, zweimal war er in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga gescheitert. Beim ersten Mal im Mai 2015 war es Teutonia Watzenborn-Steinberg, das mit vier Punkten Vorsprung auf die „Roten“ den Direktaufstieg schaffte. Zwar reichte es in der vergangen Saison dann knapp nicht zum Klassenerhalt, die Zeit in der Regionalliga aber hat Watzenborn den Frankfurtern nun voraus. Und zumindest im Ansatz die professionellen Strukturen, die es braucht, wenn man mit guten Aussichten in die „vierte Liga“ will.

Bei Rot-Weiss dagegen ist die Zukunft ungewiss. Wie ambitioniert in den nächsten Jahren am Brentanobad Fußball gespielt werden kann, lässt sich derzeit nicht sagen – es gibt ja seit der Demission von Ottmar Klauß nicht einmal einen Vereinsvorsitzenden. Und mit Schatzmeister Alois Schäfer kündigte Anfang September gleich noch ein weiteres von drei gewählten Mitgliedern des Präsidiums, so dass nur Jugendvorstand Hans Appel übrig geblieben ist. Am 6. Oktober findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, auf der ein neuer Vorstand gewählt werden soll.

Bis dahin kann Yüksel Ekiz mit der Suche nach einem Nachfolger für Cimen natürlich nicht warten. Allerdings sieht er sich auch „an kein Zeitfenster gebunden“, sondern stellt klar: „Wir wollen den richtigen Trainer finden und nichts überstürzen.“

Wo es in Watzenborn noch hakt mit der Bekanntgabe der Verpflichtung von Daniyel Cimen, war gestern nicht zu erfahren. Dass ein für Hessenliga-Verhältnisse so spektakulärer Wechsel Zeit braucht, ist aber irgendwie auch verständlich.

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