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Verbandsliga Süd: Jung, hungrig, lernwillig

Von Nach zwei Aufstiegen in Folge ist die Zweite Mannschaft von Rot-Weiss Frankfurt nun in der Fußball-Verbandsliga Süd angekommen – und wieder einmal stand im Sommer ein fast vollständigen Umbruch an.
Der Kopf spielt mit: Abdelhalim Chehab setzt sich für Rot-Weiss Frankfurt II ein – so wie hier gegen Nieder-Erlenbachs Sebastian Spisla. Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Der Kopf spielt mit: Abdelhalim Chehab setzt sich für Rot-Weiss Frankfurt II ein – so wie hier gegen Nieder-Erlenbachs Sebastian Spisla.
Frankfurt. 

Die Leistungsfähigkeit der Mannschaft zu testen, das war für Rot-Weiss Frankfurt II bisher noch nicht möglich – die SG Nassau Diedenbergen hatte vergangenen Samstag als Gegner kurzfristig abgesagt. Und so weiß man bei den „kleinen Roten“ noch überhaupt nicht, wo das neu zusammengesetzte Team steht. „Wir haben absolut keine Ahnung, aber es ist ja auch noch Zeit“, sagt Co-Trainer Mirko Kelava, der seinen „Chef“ Hicham Tahrioui noch bis zum Wochenende vertritt. Am 6. August steht mit dem Punktspiel bei der TS Ober-Roden der Ernstfall an.

Anfang Juli startete der Vizemeister der Gruppenliga Frankfurt West, der sich in der Aufstiegsrunde gegen Viktoria Nidda (3:3) und die SG Unter-Abtsteinach (2:1) Platz eins und damit den Aufstieg in der Verbandsliga gesichert hatte, in die Vorbereitung auf die neue Saison. Nur eine Handvoll Spieler sind aus der abgelaufen Runde übrig geblieben, darunter Kapitän Patrick Gürser und Routinier Abdelhalim Chehab. „Das war ja nach dem letzten Aufstieg vergangenes Jahr genauso. Wir haben viele Abgänge und viele neue Spieler und das ist für uns als zweite Mannschaft auch ganz normal, unter anderem weil wir ja Platz für die Jungs haben müssen, die aus der A-Jugend heraus kommen“, stellt Kelava fest.

Dass Spieler aus der Mannschaft, die sich in der Gruppenliga nur Meister SV FC Sandzak beugen mussten, auch bei anderen Vereinen begehrt sind, hat bei Rot-Weiss niemanden überrascht. „Manche hatten ganz gute Angebote, sportlich oder auch finanziell, andere wollten mehr Spielzeit haben als letzte Saison. Damals haben ja oft Leute aus dem Hessenliga-Kader den Vorzug bekommen. Es gibt also viele unterschiedliche Gründe und wir sind keinem böse, der sich entschieden hat, es anderswo zu versuchen. Reisende soll man ja nicht aufhalten“, findet Kelava. Zumal dann, wenn sie wie Prince Schülke (TuS Merzhausen), Torjäger Benjamin Fuilu (Frankreich) und Norman Seyd (FV Hausen) alles gegeben und sich augenscheinlich vernünftige Gedanken über ihre eigene sportliche Zukunft gemacht haben. Oder wenn sie, wie der Südkoreaner Myeonghun Go, zurück in die Heimat gehen.

Deutlich sparsamer dürfte in der neuen und qualitativ noch höheren Spielklasse die Unterstützung aus der Ersten Mannschaft ausfallen, die ja selbst einen großen Aderlass erlebt hat. Nicht nur acht von elf Stammspielern haben den Verein verlassen, sondern auch für die Zweite Mannschaft wichtige Leute wie Jongin Park und Vuk Toskovic, Hasan Demir und Ertugrul Erdogan. „Die Spieler, die sonst von oben gekommen sind und uns jetzt nicht mehr zur Verfügung stehen, tun sicherlich weh. Da kam viel Qualität dazu und wir rechnen damit, dass das deutlich weniger wird“, sagt Kelava. Was nicht heißen solle, dass sich etwa die Zusammenarbeit mit den Trainern der Ersten Mannschaft verschlechtern werde: „Das läuft absolut top, wir tauschen uns ständig aus, da gibt es überhaupt nichts zu sagen.“

Zumal es ja den Vorteil geben könne, dass die eigenen Spieler mehr Einsatzzeit bekommen. „So hat alles seine Vor- und Nachteile. Jedenfalls können die Jungs sich beweisen und der Sprung in die Hessenliga ist ja auch nicht mehr so groß, wie aus der Gruppenliga“, rechnet Kelava vor, der in den ersten Trainingseinheiten einen positiven Eindruck gewonnen hat: „Das ist eine junge, hungrige und lernwillige Mannschaft von im Schnitt 21 Jahren. Ich denke, wir können viel Spaß zusammen haben.“

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