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Kegeln: KSC Frankfurt Bockenheim baut in der Zweiten Liga auf seine Heimstärke

Der KSC Bockenheim hat seinen misslungenen Saisonstart mittlerweile vergessen gemacht. Platz zwei ist möglich, und auch der Gewinn des Hessenpokals.
Hartmut Rauch nimmt Maß: Der Bockenheimer Vereinschef ist selbst noch in der Zweiten Liga aktiv. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Hartmut Rauch nimmt Maß: Der Bockenheimer Vereinschef ist selbst noch in der Zweiten Liga aktiv.
Frankfurt. 

Ein schwacher Start ist für die Zweitliga-Kegler des KSC Frankfurt Bockenheim schon Tradition. In den vergangenen vier Jahren fiel ihre Bilanz der ersten Durchgänge im Herbst immer recht mager aus. Auch aktuell starteten sie in die Zweite Bundesliga Mitte mit 2:6 Punkten. Mittlerweile liegen die Frankfurter mit 12:10 Punkten auf Rang vier, sind nur zwei Zähler von Platz zwei getrennt, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigt. „Wir wollen nicht übermütig werden. Es sind auch nur sechs Zähler zur Abstiegszone“, warnt allerdings der selbst noch aktive Club-Vorsitzende Hartmut Rauch.

Auch wenn er selbst den zweiten Platz nicht als Ziel angibt, ausschließen möchte er ein gutes Endergebnis bei seiner Beurteilung der Lage nicht. „Wir haben daheim noch kein Spiel verloren und wollen bis zum Rundenschluss in der Bockenheim-Arena ungeschlagen bleiben.“ Also auch gegen den souveränen Spitzenreiter SG Lampertheim, der am letzten Spieltag nach Frankfurt kommt. Auswärts hat sich das Team bisher schwergetan. „Das liegt aber auch ein wenig am Spielplan. Wir haben bisher nur auf Bahnen gespielt, die uns nicht liegen“, erläutert Rauch. In der Rückrunde müssen die Frankfurter nur noch nach Kelsterbach, nach Grünstadt und zweimal nach Hemsbach. Alles Bahnen, auf denen aufgrund ihrer Beschaffenheit das Spiel der Bockenheimer eigentlich funktionieren sollte. „Wir sind ältere Jahrgänge und bevorzugen in spielerischer Hinsicht die alte Schule, die auf Präzision basiert. Die modernen Bahnen sind dafür nicht geeignet, für diese fehlt uns die Power.“

Die Unterschiede sind durch das Regelwerk zulässig. Einige Vereine spielen noch auf älteren Plattenbahnen, die meisten bevorzugen die modernere Kunststoff-Unterlage. Erlaubt sind sowohl die klassischen Kegel als auch die neuerdings häufiger aufgestellten etwas dickeren, die die Gasse zwischen den Kegeln von 15 auf 14 Zentimeter verkleinern. „Wer richtig draufhaut, sieht viel Holz fallen. Wir tun uns damit aber schwer, der Vorteil unserer Präzision ginge damit aber dahin“, erklärt Rauch.

Auch das Wachsen der Bahnen spiele eine große Rolle. Mehr Wachs bedeutet schnellere Kugeln. So würden die Frankfurter auch von der Beschaffenheit ihrer Bahnen profitieren. Da müsse man jede Bahn anders angehen, den Gegnern gelingt es dabei oft nicht, sich so schnell anzupassen.

Da aktuell die Rückenschmerzen bei Rauch, Jürgen Baum oder Michael Zahn keinen Grund zur Besorgnis geben (Rauch: „Das kann sich in unserem Alter schnell ändern“), dürfte am Samstag als Einziger der am Knie operierte Thomas Schreiber ausfallen. Er könnte vielleicht im März wieder zum Team stoßen.

Wie es um die Form nach der kurzen Weihnachtspause bestellt ist, werden die Bockenheimer übermorgen erfahren. Da will sich der Titelverteidiger für die Endrunde im Hessenpokal qualifizieren. Auch wenn Hartmut Rauch die Runde mit den Hessenligisten Stockstadt und Aschaffenburg sowie dem gastgebenden Bezirksligisten TSG Neu-Isenburg als die schwierigste Halbfinalgruppe bezeichnet, gelten die Frankfurter in der Buchenbusch-Kegelanlage als klarer Favorit. „Der Pokal-Modus, in dem vier Spieler jeweils vier Durchgänge à 30 Kugeln absolvieren und jeder Durchgang innerhalb der Viererrunde mit Punkten von 1 bis 4 bewertet wird, ist tückisch. Da kann viel passieren“, erläutert Rauch, warum sein Team in Bestbesetzung (Alexander Axthelm, Torsten Depta, Rauch, Hans-Jürgen Walther) antreten wird. „Seit fünf Jahren konnte keiner den Titel verteidigen. Wir wollen es schaffen“, betont der spielende Club-Boss. Da der favorisierte Erstligist Olympia Mörfelden den Hessenpokal nicht auf dem Zettel hatte, mit seiner Reserve antrat und prompt auf der Strecke blieb, stehen die Chancen der Frankfurter gar nicht so schlecht.

(löf )

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