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Fußball-Hessenliga: Keine Wende in Bad Vilbel

Das war der falsche Gegner für eine Krisenbewältigung: Ex-Regionalligist Hessen Kassel brachte dem FV Bad Vilbel die sechste Niederlage in Serie bei.
Symbolbild Foto: Jan Woitas/Archiv Symbolbild
Frankfurt. 

Der FV Bad Vilbel hat sich gestern Abend tapfer gewehrt, die Grün-Weißen verloren aber mit 1:2 (0:1) gegen den KSV Hessen Kassel, der damit nach vier Spielen ohne Sieg in der Fußball-Hessenliga wieder in die Spur fand.

Vor gut 400 Zuschauern legte der Regionalliga-Absteiger los wie die Feuerwehr und ging schon in der dritten Minute in Führung. Nael Najjer stürmte am rechten Flügel an Ugur Aslan vorbei und brachte den Ball halbhoch in die Mitte, wo sich Jon Mogge um Adnan Alik „wickelte“ und den Ball aus kurzer Distanz über die Linie bugsierte. Keine zwei Minuten später entwischte Ingmar Merle der aufgerückten Abwehr der Gastgeber und scheiterte noch am gut reagierenden Torhüter Sadra Seremy.

Das erste offensive Lebenszeichen der Bad Vilbeler kam dann vom früh für den am Oberschenkel verletzten Oleg Huwa eingewechselten Benjamin Sabic per Freistoß – der abgefälschte Ball ging knapp am Tor der Nordhessen vorbei (11.). Die behielten dann aber doch die Spielkontrolle und hatten bei einem Freistoß von Bravo-Sanchez fast von der Seitenlinie Pech, dass die Kugel sich ganz knapp am Pfosten vorbei drehte (21.). Und dann ging es wieder ganz schnell: Kassel fing den Ball ab, der per Direktabnahme auf Mogge geflankt wurde, dessen Kopfball landete am Innenpfosten (22.).

Es lag tatsächlich einmal der Ausgleich in der Luft, doch der Kopfball-Aufsetzer von Ugur Aslan aus kurzer Distanz geriet zu drucklos, und so konnte Keeper Niklas Hartmann die Hände noch rechtzeitig hochreißen (23.).

Auch im zweiten Abschnitt war Kassel zunächst Chef im Ring. Nach einer Hereingabe von Merle musste Mogge nur noch den Fuß hinhalten, er wählte aber den falschen – in diesem Fall den linken – und schubste den Ball weit über den Kasten (56.).

Ärgerlich aus Bad Vilbeler Sicht war das 0:2, das Merle nach einer Ecke von Bravo-Sanchez per Kopf erzielte (66.). Denn so nützte der späte Anschlusstreffer durch Kristijan Bejic nichts mehr, der sich prima durchsetzte und schräg ins Eck traf (81.).

Zwischendurch hatte es kurz Tumulte vor dem mit rund 100 Fans besetzten Kasseler Fanblock gegeben – die wenigen Ordner und Polizisten bauten sich davor auf, und bald kehrte auch wieder Ruhe ein.

„Wieder etwas Ruhe im Umfeld des Vereins“ erhofft sich nun Kassels Trainer Tobias Cramer: „Es war schon eine gewisse Unruhe zu spüren nach den letzten Ergebnissen. Deswegen freue ich mich vor allem für die Mannschaft, dass es wieder mit einem Sieg geklappt hat.“ Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic war „stolz darauf, welche Moral die Jungs gezeigt haben“, und er gab sich trotz der erneuten Niederlage weiter kämpferisch: „Ich würde uns nicht abschreiben, weil wir in fast jedem Spiel mithalten konnten.“

Bad Vilbel: Seremy – Ono, Alik, Huwa (7. Sabic), Aslan (46. Emmel) – Grüter, Tilger (67. Maksumic), Knauer – Bauscher, Knell, Bejic. – Kassel: Hartmann – Najjer, Dawid, Allmeroth, Häuser – Brill – Bravo-Sanchez, Schwechel (82. Baumgarten), Merle, Brandner – Mogge (90. Unzicker). – SR: Haustein (Buseck). – Zuschauer: 410. – Tore: 0:1 Mogge (3.), 0:2 Merle (66.), 1:2 Bejic (81.).

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