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Rot-Weiss muss beim Tabellendritten Alzenau ran: Kelsterbach unter Druck

Dass Hessen Dreieich als Tabellenführer in die Winterpause der Fußball-Hessenliga geht, steht bereits fest. Die Frage ist nur, mit welchem Vorsprung.
Der Kelsterbacher Manuel May (links) lässt seinen Gegenspieler aussteigen. Durchsetzungsvermögen ist heute auf jeden Fall gefragt. Foto: Marcel Lorenz Der Kelsterbacher Manuel May (links) lässt seinen Gegenspieler aussteigen. Durchsetzungsvermögen ist heute auf jeden Fall gefragt.
Frankfurt. 

Wie Hessen Dreieich hat auch Rot-Weiss Frankfurt dieses Jahr noch dreimal die Gelegenheit, weitere Punkte einzufahren. Viktoria Kelsterbach muss nur noch zweimal antreten. Am heutigen Samstag sind alle von 14.30 Uhr an im Einsatz.

Rot-Weiss Frankfurt hat von allen Mannschaften die wenigsten Spiele absolviert und könnte sich vor Weihnachten noch in eine bessere Ausgangsposition bringen. Sogar der Sprung auf Rang zwei ist bei optimalem Verlauf noch drin. Zunächst aber steht das Team von Trainer Daniyel Cimen vor einer hohen Hürde, muss es doch beim Tabellendritten Bayern Alzenau ran. „Das ist eine Mannschaft mit einer Top-Offensive, die zurecht in der Tabelle da oben steht“, hat Cimen auch zuletzt beim jüngsten 1:0 der „Bayern“ über den Tabellenzweiten Stadtallendorf beobachtet. Allerdings hätten die Mittelhessen Alzenau auch nicht so beschäftigt, wie das nötig gewesen wäre, um etwas mitzunehmen.

„Wir wollen ihre Viererkette vor mehr Probleme stellen und sie möglichst weit von unserem Tor weghalten“, kündigt Cimen an. Großen Respekt hat er vor dem pfeilschnellen Angreifer Salvatore Bari, der besonders dann zur Geltung kommen könnte, wenn den Gastgebern ein Führungstor gelänge und die „Roten“ das Risiko erhöhen müssten: „Wenn wir noch höher verteidigen müssten als wir das eh schon tun, käme das Alzenau sicher entgegen. Es gehört also noch mehr als sonst zum Plan, auf keinen Fall in Rückstand zu geraten.“ Dazu komme, dass Alzenau aus dem 0:5 im Hinspiel möglicherweise eine „Extraportion Wut“ aufgespart habe und sicher hochmotiviert sei. Ob Mittelstürmer Varol Akgöz nach leichten gesundheitlichen Problemen spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden, Hasan Demir (Leiste) und Ertugrul Erdogan (Sprunggelenk) fallen aus.

Der Kapitän fehlt

Acht Punkte beträgt der Vorsprung von Hessen Dreieich auf den ersten Verfolger Eintracht Stadtallendorf. Daran sollte sich auch im Spiel beim Nachbarn Viktoria Urberach nichts ändern. „Wir können befreit aufspielen, weil jeder eine klare Niederlage erwartet. Die, die zuletzt unzufrieden waren, weil sie wenig Einsatzzeit hatten, können sich beweisen. Vielleicht unterschätzen uns die Dreieicher ja ein wenig“, sagt Urberachs Trainer Jochen Dewitz, den einige Personalsorgen plagen.

Dreieichs Coach Rudi Bommer lässt sich aber nicht einlullen: „Wir haben noch drei schwere Spiele, von denen jetzt das erste ansteht. Ich hoffe, dass wir überhaupt spielen, die jüngste Pause hat uns etwas aus dem Rhythmus gebracht, das war in Lehnerz zu sehen.“ Der Ex-Profi wäre schon mit einem 1:0 zufrieden: „Urberach wird sehr defensiv agieren, dennoch müssen wir aufpassen.“ Kapitän Niko Opper muss sich einer Meniskus-Operation unterziehen und wird daher in diesem Jahr nicht mehr für den Tabellenführer auflaufen.

Ballast abwerfen

Viktoria Kelsterbach muss heute gegen Stadtallendorf ran. „Da muss schon alles klappen“, sagt Trainer Ralf Horst und wäre mit einem Teilerfolg im letzten Heimspiel des Jahres mehr als zufrieden. Das Understatement kommt nicht von ungefähr, vier Niederlagen am Stück haben deutlich am Selbstvertrauen der Viktoria genagt. „Die Situation ist nicht ganz einfach“, gibt der 40-Jährige zu, dessen Team unter der Woche die nächste Schlappe quittieren musste: Mit einem 2:5 verabschiedete man sich gegen den klassentieferen FC Eddersheim im Viertelfinale aus dem Kreispokal. „Der Pokal ist für uns uninteressant. Was zählt, ist die Hessenliga“, betont Horst, der sein Team am Dienstag durcheinandergewürfelt hatte, um einige Stammkräfte zu schonen.

Gegen Stadtallendorf muss die Viktoria jetzt den Turbo zünden, um überhaupt eine Chance zu haben. Und die letzte Aufgabe am kommenden Wochenende bei Rot-Weiss Frankfurt ist keineswegs nicht einfacher. „Wir wollen aus diesen beiden Partien auf jeden Fall etwas Zählbares mit in die Winterpause nehmen“, unterstreicht Horst.

Bei möglichen drei Absteigern hat die Viktoria derzeit vier Punkte Rückstand aufs rettende Ufer, vor einigen Wochen lag sie noch über dem Strich. Warum es nun so schlecht läuft, dafür hat Horst eine einfache Erklärung: „Jeder hat einen Tick zu wenig gemacht. Alle haben gedacht, das wird schon so weiterlaufen.“ Gegen Stadtallendorf wolle man nun „allen Ballast abwerfen“, so Horst: „Dafür müssen wir hart arbeiten und weniger Fehler machen.“

(rst,leo,rm)
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