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Fußball: Köksal soll es richten

Von Kaan Köksal weiß, wie Aufstiege funktionieren. Mit der Spvgg. Oberrad stieg der 29-Jährige vor vier Jahren in die Hessenliga auf. Auch mit seinem letzten Verein gelang dem Torjäger der Sprung in eine höhere Liga.
Foto: Christian Klein
Frankfurt. 

Nach dem verpassten Aufstieg mit vier Punkten und 3:1 Toren in der Hessenliga-Aufstiegsrunde musste der SV Zeilsheim für die kommende Saison in der Fußball-Verbandsliga Mitte einfach etwas verändern. „Nach dieser Phase hat mich Sascha Amstätter angerufen, und wir hatten ein sehr gutes Gespräch“, erklärt Kaan Köksal, der zuletzt beim Verbandsligisten Hanauer SC spielte – und fürs Toreschießen zuständig war.

Das erste Gespräch war so gut, dass kein weiteres Treffen zwischen Trainer und Torjäger nötig war. Der Top-Torschütze der Hanauer wird in der neuen Saison also für den Zweiten der abgelaufenen Runde in der Staffel Mitte stürmen. „Dass es in Zeilsheim nur ein Ziel geben kann, nämlich den Aufstieg, ist doch klar, so knapp, wie sie im Juni den Sprung in die Hessenliga verpasst haben“, bringt Köksal sofort Verständnis für die hohen Ambitionen seines neuen Verein aus dem Frankfurter Westen auf.

Weil er mit den Zeilsheimer Verantwortlichen erst Mitte Juli einig war und bisher ausschließlich in der Verbandsliga Süd für Hanau, Oberrad und Klein-Karben gespielt hat, kann er nicht viel über die Chancen seiner neuen Mannschaft sagen. „Viele haben mir gesagt, dass die Süd-Staffel stärker sein soll als die Mitte“, sagt Köksal. Nach dem Abgang von Ahmet Gök, der zu Türk Rüsselsheim wechselte, ist Köksal der neue Fixpunkt im Zeilsheimer Sturm. „Er ist dafür geholt worden, dass er die Dinger vorne macht“, stellt Tom Balser aus der Sportlichen Leitung klar.

Der Blick auf die Statistik der letzten Spielzeiten macht diesen Gedanken nachvollziehbar: 18 Tore im letzten Verbandsliga-Jahr in Hanau, 25 in der Aufstiegssaison in der Gruppenliga, sechs Tore für Oberrad in der Hessenliga und 14 im Jahr zuvor, mit denen er bei der Spvgg. maßgeblich am Aufstieg beteiligt war. Kaderplaner Balser hat die Grün-Weißen mit der Verpflichtung von Köksal und mit den Transfers von Marko Kopilas, Julian Simon oder Ertugrul Erdogan nominell noch besser gemacht.

„Mir ist schon zu Ohren gekommen, dass der Verein 2019 sein hundertjähriges Jubiläum feiert. Bis dahin wollen sie in der Hessenliga spielen“, weiß Köksal. Damit dieses Kunststück gelingt, das laut dem bulligen Goalgetter nicht hundertprozentig planbar ist, müsse die Mannschaft nun schnell zusammenwachsen. „Die ersten Eindrücke sind positiv. Wir haben eine gute Truppe und müssen uns jetzt nur noch finden“, glaubt er.

Auch wenn beispielsweise das Vorbereitungsspiel gegen seinen Ex-Club Hanau mit 2:8 verloren ging, hält er den Aufstieg in Hessens höchste Spielklasse durchaus für realistisch. „Bei mir spielen auch die Trainer eine entscheidende Rolle. Zu Sascha (Amstätter; Anm. d. Red.) hatte ich gleich einen guten Draht“, verrät der 29-Jährige, der sich im Vertrieb für Büromaterialien und im Postservice selbstständig gemacht hat. Zudem kennt er Ertugrul Erdogan aus alten Oberräder Zeiten. Mit dem zentralen Mittelfeldspieler, der von Rot-Weiss Frankfurt an die Lenzenbergstraße kam, stieg Köksal in die Hessenliga auf. In der Saison 2013/14 hatte Mustafa Fil in Oberrad Köksal das Vertrauen geschenkt. Nun genießt er es auch in Zeilsheim. Dies scheint keine ungünstige Konstellation für die Mannschaft und für Kaan Köksal zu sein.

Fußball Amstätters Blick geht nach vorne

Mit dem Heimspiel gegen den VfB Marburg startet der SV Zeilsheim am heutigen Freitag (20 Uhr) in die neue Saison der Verbandsliga Mitte.

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