Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 23°C

Boxen: Ländervergleich zeigt: In Hessen wachsen einige vielversprechende Talente heran

Von Überraschend stark präsentierten sich die Gastgeber: Die Auswahl des Hessischen Boxverbandes (HBV) besiegte in Frankfurt eine Auswahl Ungarns mit 10:4.
Starker Mann: Schwergewichtler Roman Fress (rechts) vom CSC Frankfurt. Starker Mann: Schwergewichtler Roman Fress (rechts) vom CSC Frankfurt.
Frankfurt. 

„So stark habe ich sie nicht erwartet“, zeigte sich Miklós Ráth, der Trainer der Magyaren, vom Niveau einiger der hessischen Kämpfer sehr angetan. Den besten Fight lieferte Schwergewichtler Roman Fress vom Ausrichter CSC Frankfurt bei seinem vorzeitigen Sieg über den ungarischen Vizemeister Zoltan Gyaraki.

Den Vergleich mit den Osteuropäern verdankten die Hessen guten Verbindungen, zum Teil aber auch dem Zufall. Toby Mihalik, ein Box-Promoter bei den Profis, ist mit HBV-Präsident Daniel Tischer gut bekannt. Sein Schwiegervater Jan Mihalik boxte einst in seiner tschechischen Heimat und vermittelte Länderkämpfe gegen Tschechien, die im Juni in Frankfurt und im November in Karlsbad durchgeführt werden sollten. Die Tschechen hatten am Wochenende aber ein wichtiges Turnier zu bestreiten. Da die tschechischen Offiziellen seit Jahren auch gute Verbindungen zu den Ungarn haben, vermittelte der Karlsbader Organisator Frantisek Galgoci die Ungarn kurzerhand als Ersatz nach Frankfurt. „Solche Länderkämpfe möchten wir künftig gerne öfters veranstalten“, begrüßte Andrea Rzehak, Vorsitzende des CSC Frankfurt, die Veranstaltung.

Liga-Kämpfe seien zwar auch sportlich attraktiv, aber völlig unrealistisch. Nicht nur wegen der hohen Kosten. „Um eine Halle in Frankfurt zu bekommen, muss man die Veranstaltung schon zu Beginn des Jahres bei der Stadt buchen. Die Termine der Liga-Kämpfe werden aber erst Ende September bekannt“, erklärt die CSC-Vorsitzende die Problematik.

Zwölf Kämpfe standen auf dem Programm, neun davon im Rahmen des Länderkampfes. Der CSC Frankfurt stellte die meisten Boxer, die auch an den spektakulärsten Kämpfen beteiligt waren. Das beste Niveau hatte der Schwergewichtskampf von Roman Fress. Der 23 Jahre alte Dritte der Junioren-WM wie auch -EM, der bei den Kadetten bis zu den Junioren bereits sieben Deutsche Meisterschaften gewonnen hat, bekam mit Gyaraki einen starken Gegner vorgesetzt. Fress, der am Olympiastützpunkt Heidelberg trainiert, wechselte wegen geringerer Entfernung vor einem Jahr aus Bonn zum CSC, wo er sich unter den Fittichen von Magomed Schaburow, längere Zeit Coach von Ex-Weltmeister Felix Sturm, boxerisch gut entwickelt hat. Mit vielen harten Schlägen zermürbte er seinen Gegner derart, dass aus dessen Ecke in der dritten Runde das Handtuch geflogen kam.

Potenzial ist vorhanden

Der erst 20 Jahre junge CSC-Fliegengewichtler Omar Rahimi, ein Talent, dem sein Trainer Schaburow viel Potenzial attestiert, lieferte dem international oft erprobten ungarischen Meister Martin Virban einen tapferen Kampf. Er griff in seinem erst achten Fight ständig an, oft noch zu ungestüm, was ihm auch eine Verwarnung einbrachte (Punktabzug), die letztlich zur knappen Punktniederlage führte. Einen schnellen Kampf mit vielen guten Aktionen auf beiden Seiten lieferten sich Halbweltergewichtler Frank Kilb und Akos Meszaros. Den Punktsieg bescherten dem Junioren-EM-Teilnehmer aus Darmstadt seine starke Führhand sowie die rechten Haken, die er oft ins Ziel brachte.

Wie auch beim vom Deutschen U15-Meister Nadin El Bakri aus Wiesbaden gewonnenen Vorkampf zeigten die Duelle, dass in Hessen einige Talente heranwachsen, die in die Fußstapfen des zu den Profis gewechselten Halbschwergewichtlers und dort noch unbesiegten Leon Bunn treten könnten.

Box-Prominenz: Magomed Schaburow (Mitte), Ex-Coach des mehrmaligen Weltmeisters Felix Sturm, Trainer-Routinier Emil Freihaut und CSC-Chefin Andrea Rzehak.
Boxen „Lachen und hart treffen“: Der CSC Frankfurt ...

Der CSC Frankfurt ist wieder die erste Adresse unter den Box-Clubs in der Main-Metropole. Der Verein, der 1985, 1988 und 1990 in der stets ausverkauften Sachsenhäuser Sporthalle Süd Deutscher Meister

clearing
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse