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Verbandsliga Süd 52: Leistungsstarkes Sorgenkind

Von Thorsten Bastian eröffnete seinen ganz persönlichen Sitzungsmarathon am Freitagabend in Bruchköbel mit der Vorrundenbesprechung der Fußball-Verbandsliga Süd. Dort ist der gebürtige Frankfurter genauso interimsmäßig Klassenleiter wie in den Gruppenligen Frankfurt West und Ost (siehe weiteren Text).
Symbolbild Symbolbild
Frankfurt. 

Thorsten Bastian hat als Linienrichter mehr als 100 Erst- und Zweitligaspiele und sogar das Champions-League-Finale 1998 zwischen Real Madrid und Juventus Turin (unter anderem mit Zinédine Zidane) erlebt. Inzwischen ist er 53 Jahre alt und Kreisfußballwart in Friedberg – und nun relativ plötzlich mit der Leitung von gleich drei Spielklassen betraut worden. Dass er dazu durchaus in der Lage sein dürfte, zeigte sich in der Sitzung mit den Vereinsvertretern der Verbandsliga Süd in Bruchköbel, die er souverän über die Bühne brachte.

Übernimmt mit einem Lächeln die Leitung der Verbandsliga Süd und die beiden Frankfurter Gruppenligen: Thorsten Bastian. Bild-Zoom
Übernimmt mit einem Lächeln die Leitung der Verbandsliga Süd und die beiden Frankfurter Gruppenligen: Thorsten Bastian.

Mit den Hessenliga-Absteigern Viktoria Urberach und Rot-Weiß Darmstadt sowie den Aufsteigern Germania Ober-Roden, SV FC Sandzak Frankfurt, Hanau 93, Viktoria Nidda und Rot-Weiss Frankfurt II dürfte die Verbandsliga noch einmal an Qualität gewonnen haben. Und sie sei ja traditionell eine sehr leistungsstarke Klasse, wie der ebenfalls anwesende Vizepräsident des Hessischen Fußball-Verbands (HFV) Torsten Becker anmerkte.

Er war aber hauptsächlich gekommen, um ein Thema anzusprechen, das die Vereinsvertreter sichtlich überraschte – es habe in einigen Ligen Vorfälle mit Pyrotechnik gegeben, die nicht zu dulden seien. Becker kündigte ein „konsequentes Vorgehen“ seitens des Verbandes an. Angesprochen fühlte sich aber offensichtlich niemand.

Eher schon schuldbewusst reagierte mancher Funktionär auf die Ausführungen von Einzelrichter Wolfgang Heck (Niedernhausen) vom Sportgericht der Verbandsligen. „Sie sind mein Sorgenkind“, rief der den Vereinsvertretern entgegen. Von 186 Urteilen auf Verbandsebene – dazu gehören auch die Hessenliga und die Frauen-Hessen- und Verbandsligen – habe er in der Verbandsliga Süd 52 fällen müssen. Dabei seien auffällig viele Betreuer und Funktionäre bestraft worden, zuletzt vermehrt Personen, die als Zeugwarte aufgelistet gewesen wären. In sechs Fällen habe er sogar ein Platz- und Funktionsverbot aussprechen müssen, berichtete Heck. Er erinnerte allerdings auch daran, dass die Vereine in allen Fällen das Recht hätten, gehört zu werden, sprich eine Stellungnahme zum jeweiligen Vorfall abzugeben. Von diesem Recht hätten zuletzt erstaunlich viele keinen Gebrauch gemacht.

Gesichtskontrolle erlaubt

Walter Vilsmaier (Darmstadt) vom Verbandsschiedsrichterausschuss wies noch einmal darauf hin, dass Schiedsrichter nach eigenem Ermessen jederzeit eine Gesichtskontrolle durchführen können, wenn es Zweifel an der Identität eines Spielers gibt. Über großartige Regeländerungen musste er diesmal nicht referieren. „Zum Glück“, wie er selbst sagte.

Und dann stand auch schon das Spielgeschehen im Mittelpunkt, über das Thorsten Bastian umfassend Auskunft gab. Demnach läuft die Vorrunde vom 5. August bis zum 12. November. Eingebettet sind dabei, wie auch in den beiden Frankfurter Gruppenligen, drei englische Wochen: Gekickt wird am 23./24. August sowie an den Feiertagen 3. und 31. Oktober (beides Dienstage). Anschließend wird es noch in diesem Jahr zwei Rückrundenspieltage geben. Am 26. November soll das Spieljahr beendet sein. Das darauffolgende Wochenende sowie den 16. bis 18. Februar bat Bastian die Vereine für mögliche Nachholspiele freizuhalten.

Vom 23. Februar an geht es dann im Jahr 2018 weiter, die Runde endet am 27. Mai. Es wird einen Aufsteiger geben und maximal fünf Absteiger. Sogar die Termine für die Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd schon fest: Gespielt wird am 31. Mai sowie 3. und 6. Juni 2018.

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