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Boxen: Leon Bunn siegt in seinem sechsten Profikampf

Von Leon Bunn setzt seinen steilen Weg, an dessen Ende ein (erfolgreicher) WM-Kampf stehen soll, unbeirrt fort. Für den 25-jährigen Frankfurter, der am 12. März 2016 seinen ersten Profi-Kampf bestritt, war der Abbruch in Berlin der sechste vorzeitige Sieg im sechsten Fight.
Der Sieger ist  . . . – Leon Bunn! Sein klar unterlegener polnischer Kontrahent Tomasz Gargula ist mit dem Urteil allerdings nicht einverstanden, er hätte gerne weitergeboxt. Der Sieger ist . . . – Leon Bunn! Sein klar unterlegener polnischer Kontrahent Tomasz Gargula ist mit dem Urteil allerdings nicht einverstanden, er hätte gerne weitergeboxt.
Berlin. 

Leon Bunn war im Vorkampf der Premiere der World Boxing Super Series (WBBS) in Berlin dem Polen Tomasz Gargula deutlich überlegen. Folge war schließlich das vorzeitige Ende in der fünften Runde. Sehr zur Freude der Fans. Denn es war fast schon ein Heimspiel für den in Berlin lebenden und trainierende Frankfurter. Rund 80 Bunn-Fans aus seiner Heimatstadt unterstützten den Jung-Profi mit Transparenten und machten sich nicht nur mit den mitgebrachten Trommeln sehr lautstark bemerkbar.

„Die Unterstützung meiner Frankfurter Freunde und Fans war der helle Wahnsinn“, sagte Leon Bunn anerkennend. Er bedankte sich mit einer tadellosen Leistung. Vom ersten Gong an bestimmte er den Halbschwergewichtskampf. Mit gutem Auge traf er seinen polnischen Gegner immer wieder am Kopf und am Körper. Vor allem mit seinem schnellen Jab konnte Bunn immer wieder klare Treffer setzen. „Technisch war es von mir ein sehr schöner Kampf“, meinte der Frankfurter hinterher.

Sein Gegner, der bis dahin zehn seiner 18 Kämpfe gewonnen hatte, war ihm boxerisch deutlich unterlegen. Gargula gehört in die Kategorie „typischer Schläger“, der auf einen „Lucky Punch“ aus ist. „Seine Nehmerqualitäten waren aber enorm. So etwas habe ich noch bei keinem meiner Gegner erlebt. Ich glaube, selbst wenn ich ihm einen Baseballschläger über den Kopf gehauen hätte, wäre er stehengeblieben und hätte weiter boxen“, so Bunn hinterher.

Den Gegner zermürbt

Einen Hammerschlag konnte der Frankfurter nicht anbringen. In der zweiten Runde traf er die Stirn des Polen mit einer offenen Hand. Und tat sich dabei weh. „So konnte ich mit dieser Hand später nicht nachsetzen, um einen K. o.-Sieg zu erzielen.“ Dennoch zermürbte er Gargula mit seinen pausenlosen Schlägen derart, dass der Ringrichter den ungleichen Kampf in der fünften Runde abbrach. „Ich fand die Entscheidung in Hinblick auf seine Gesundheit richtig. Sein Gesicht war völlig zugeschwollen, er konnte sich kaum noch richtig verteidigen.“ Nur Gargula sah das anders, er wollte die Entscheidung des Referees nicht akzeptieren, sondern weitermachten.

Trainerlegende Ulli Wegner, der den Frankfurter unter seinen Fittichen hat, attestierte seinem Vorzeigeschüler eine einwandfreie Leistung, die das bereits vor dem Fight geäußerte Lob nur untermauerte. „Von allen nachrückenden jungen Boxern aus Deutschland hat Leon das beste Gesamtpaket“, unterstreicht der 75-Jährige und nimmt dabei die ganz großen Namen in den Mund: „Henry Maske, Sven Ottke oder Markus Beyer – da will ich mit dem Jungen hin!“

Das sei ein Anspruch, den Wegner im vergangenen Jahrzehnt an keinen seiner Schützlinge gestellt hat. „Das konnte ich auch nicht – niemand hatte sowohl die physischen Voraussetzungen als auch die notwendige Amateurausbildung. Doch bei Leon stimmt einfach alles. Den könnte ich sofort ins kalte Wasser werfen“, ist der erfahrene Coach überzeugt.

Dass Bunn in nicht allzu ferner Zeit um die Weltmeisterschaft boxt, ist für Wegner nur folgerichtig. Der Trainer hegt jedenfalls keine Zweifel. Sollte er recht behalten, könnten sich die Frankfurter Box-Fans freuen. Denn dieser WM-Fight würde aller Wahrscheinlichkeit nach in Leon Bunns Heimatstadt über die Bühne gehen.

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