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Fußball: Mario Basler bleibt etwas länger

Bis zum 9. Dezember hatte Mario Basler bei den „Roten“ zugesagt, nun wird sein Engagement zumindest eine Woche länger dauern. Morgen allerdings hat er keine Zeit für seine Mannschaft.
Enges Duell: Im Hinspiel verlor Henok Teklab (links) mit Rot-Weiss gegen Andre Herr und Flieden. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Enges Duell: Im Hinspiel verlor Henok Teklab (links) mit Rot-Weiss gegen Andre Herr und Flieden.
Frankfurt. 

Nach wie vor braucht Rot-Weiss Frankfurt dringend Punkte, um seine Chancen auf den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga aufrecht zu erhalten. „Jedes Spiel ist für uns ein Endspiel“, stellt der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz vor der Partie bei Buchonia Flieden erneut klar. Zu welcher die akut abstiegsbedrohten Frankfurter übrigens ohne ihren Trainer Mario Basler anreisen werden, der anderweitige Verpflichtungen hat. Einer kurzfristigen Verlegung der Begegnung stimmten die Gastgeber aus organisatorischen Gründen nicht zu.

Während alle anderen Partien für Samstag angesetzt sind, empfängt die Spvgg. Neu-Isenburg den mit drei Siegen in Serie auf Rang fünf gekletterten Mitfavoriten Teutonia Watzenborn-Steinberg erst am Sonntag (alle Spiele 14 Uhr).

Wer bei Rot-Weiss Frankfurt am Samstag beim wichtigen Spiel in Flieden die Kommandos gibt, stand bis gestern Abend noch nicht fest. Trainer Mario Basler wird es wegen eines Fernsehtermins nicht sein, wie der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz bestätigte. Er brachte auch Verständnis dafür auf, dass Buchonia Flieden einer kurzfristigen Verlegung nicht zustimmte. „Wir sind ja keine Kirmes-Liga – die Termine sind langfristig bekannt und hinter jedem Spiel steht eine gewisse Organisation.“ Es muss also dieses Mal ohne Basler funktionieren. Und wie es dann mit Rot-Weiss und dem ehemaligen Nationalspieler weiter geht, ist auch noch nicht geklärt. Immerhin steht laut Ekiz die Zusage des 48-Jährigen, das Team zumindest bis zum für den 16. Dezember angesetzten Nachholspiel beim SV Steinbach zu betreuen. Baslers zunächst bis zum 9. Dezember begrenztes Engagement verlängert sich also um eine Woche – wenn das Wetter mitspielt.

Wie es im neuen Jahr aussieht, ist dagegen noch völlig offen. „Natürlich können wir nicht warten bis zum letzten Tag, was die mögliche Verpflichtung eines neuen Trainers angeht. Falls Mario Basler geht, müssen wir also eine andere Lösung parat haben. Wir haben dahingehend unsere Hausaufgaben gemacht, aber es gibt noch andere Dinge, die geregelt werden müssen. Der Präsident und der Aufsichtsrat arbeiten tagtäglich daran, da Ordnung reinzukriegen“, erklärt Ekiz. Die „offenen Baustellen“, von denen er spricht, betreffen etwa die Rückstände bei der Stadt in Sachen Sportplatzmiete. Vor diesem Hintergrund stellt sich dann auch die Frage, wie ein verschuldeter Verein einen Trainer wie Mario Basler (oder irgendeinen anderen) bezahlen will. Dazu sagt Ekiz nur: „Der Trainer muss ins Budget passen.“

Gut, dass es wenigstens in Sachen spielendes Personal kaum Probleme gibt. Die natürlich vorhandenen kleineren Blessuren stehen laut Ekiz in keinem Falle einem Einsatz in Flieden im Weg.

Die Spvgg. Neu-Isenburg hat ihre Horror-Serie von elf Spielen ohne Sieg beendet und mit dem 2:1 beim FC Ederbergland neuen Mut geschöpft. „Klar, das hat gut getan, zumal wir einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten konnten“, sagt Trainer Peter Hoffmann. Gegen Regionalliga-Absteiger Watzenborn-Steinberg gehe nun um mögliche „Bonuspunkte“, einen Sieg könnte man aber nicht unbedingt voraussetzen. „Wir wollen schon mindestens auf Platz zwölf bleiben, hoffen auch auf gute Ergebnisse der anderen Mannschaften und wollen selbst noch etwas holen“, so der Coach weiter. Weil die Sperre von Patrick Hartmann abgelaufen ist, kann er fast aus dem Vollen schöpfen: „Für unsere Verhältnisse ist diese personelle Situation fast Luxus.“

Der neue Tabellenführer Hessen Dreieich ist gegen Schlusslicht OSC Vellmar am Samstag klarer Favorit und könnte sich mit einem Sieg vorzeitig die Wintermeisterschaft sichern – Lehnerz ist am letzten Spieltag des Jahres spielfrei.

„Das wird das schwerste Spiel der vergangenen Wochen“, warnt Trainer Rudi Bommer vor dem Schlusslicht, gegen das die Dreieicher im Hinspiel mit viel Mühe 1:0 gewannen. „Vellmar hat zuletzt nicht schlecht gespielt, hat sich zudem im Spiel nach vorne verbessert“, erklärt Bommer. Zumal die Dreieicher – wieder einmal – eine englische Woche absolvieren.

Das Pokalspiel unter der Woche in Jügesheim ist nicht spurlos an den Dreieichern vorübergegangen, viele Spieler klagen nach dem Kick auf dem knüppelharten Kunstrasen über Schmerzen. Darunter auch der zweifache Torschütze Carlos McCrary, der am Donnerstag nicht trainierte. Sein Comeback feierte im Pokal nach über 13-monatiger Verletzungspause Toni Reljic, der erstmals wieder für 16 Minuten auf dem Platz stand. „Ich habe ihm gesagt: Toni, keine Zweikämpfe. Das hat er auch gut gemacht, hat sich gut bewegt, um wieder ein Feeling zu bekommen, jetzt ist er wieder einen Schritt weiter. Er hatte noch eine Riesenchance, aber leider nicht getroffen. Das wäre die Krönung gewesen“, so Bommer.

(rst,leo)

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