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Spvgg. Neu-Isenburg: Mehr geht nicht

Von Was für ein Kraftakt: Die Spvgg. Neu-Isenburg machte im zweiten Spiel der Aufstiegsrunde zur Fußball-Hessenliga aus einem 0:1 gegen den SSV Sand noch ein 5:1.
Der Neu-Isenburger Daniel Sachs flankt vor das Gehäuse der Nordhessen. Christian Guthof vom SSV Sand kann es nicht verhindern. Foto: Peter Hartenfelser Der Neu-Isenburger Daniel Sachs flankt vor das Gehäuse der Nordhessen. Christian Guthof vom SSV Sand kann es nicht verhindern.
Neu-Isenburg. 

Für die Spvgg. Neu-Isenburg sollte die Saison beendet sein, der Ausgang aber ist noch offen. Denn auch nach dem 5:1 (0:1) im zweiten Aufstiegsspiel gegen den SSV Sand ist nicht klar, ob der Vizemeister der Verbandsliga Süd künftig in der Hessenliga spielt oder doch der SV Zeilsheim, der sich zum Auftakt der Dreierrunde 0:0 von Neu-Isenburg getrennt hatte. Gewinnt Zeilsheim am Donnerstag beim SSV Sand ebenfalls mit 5:1, wäre sogar ein Entscheidungsspiel fällig.

Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann war unter Bier- und Sektduschen nicht mehr bereit, sich gedanklich einem möglichen weiteren Spiel zuzuwenden. Zu sehr hatte die Partie gegen Sand an Nerven und Kräften gezehrt. „Wenn es so kommen sollte, dass Zeilsheim ausgerechnet auch 5:1 gewinnt, wäre mir alles egal. Irgendwann muss auch mal Schluss sein“, sagte der glückliche und erschöpfte Coach nach dem Abnutzungskampf gegen die Nordhessen, für die der Zug in Richtung Hessenliga schon nach ihrem ersten Auftritt abgefahren ist.

Nach einer Neu-Isenburger Party sah es vor gut 900 Zuschauern zunächst gar nicht aus. Sand lief die Gastgeber energisch an und kam so früh zu einer ersten Chance: Daniel Wagner war schon an Paul Bickel vorbei, legte sich dann den Ball aber im Fünfmeterraum zu weit vor (3.). Zwei Minuten später durften die zahlreichen Fans der Nordhessen dann aber doch jubeln, denn die scharfe Hereingabe von Steffen Klitsch landete bei Wagner, der den Ball ins Tor lenkte. Um ein Haar wäre auch noch das 2:0 gefallen, doch Christian Guthof traf aus 20 Metern nur die Latte (13.), zwölf Minuten später jagte Pascal Itter den Ball nach einem Zuspiel von Tobias Oliev über den Kasten von Lazar Kacaravic (25.).

Neu-Isenburg war zunächst nur bei einer direkt aufs Tor gezogenen Ecke von Mario Marx gefährlich (26.) und hatte tief in der ersten Halbzeit durch Marco Betz (41.) und Patrick Albert (44.) zumindest im Ansatz noch zwei Gelegenheiten.

Die Gastgeber legten ihre Nervosität und Fahrigkeit erst nach der Pause ab. Was auch dadurch begünstigt wurde, dass Robert Garwardt der Ball an die Hand sprang, es Elfmeter für Neu-Isenburg gab und Betz zum 1:1 verwandelte (50.). „In der Halbzeit hat keiner mehr an uns geglaubt, aber wir haben umgestellt und die Mannschaft ist dafür belohnt worden, dass sie topfit ist“, frohlockte Hoffmann später.

Und tatsächlich wurde Neu-Isenburg nun von Minute zu Minute überlegener. Innenverteidiger Bickel verpasste erst per Kopf noch knapp das Tor (63.), nickte zwei Minuten später nach punktgenauer Flanke von Marc Züge aber völlig ungedeckt zum 2:1 ein. Den nächsten Kopfball von Züge konnte Keeper Johannes Schmeer zwar abwehren, doch Albert ließ ihm beim Nachschuss keine Chance (69.). Eine Minute später traf Albert den Pfosten.

Alles rausgehauen

Von den Gästen kam im zweiten Abschnitt gar nichts mehr. Der eingewechselte Johannes Günther traf nach einem Konter noch mit Übersicht zum 4:1 ins leere Tor (88.), Atzberger setzte mit dem 5:1 den Schlusspunkt (90.+1). „Ich gehe davon aus, dass Sand zu Hause noch einmal zeigen will und wird, dass sie es auch verdient gehabt hätten, in die Hessenliga aufzusteigen. Und wenn es trotzdem noch schiefgeht, haben wir in einer Saison mit Höhen und Tiefen am Ende noch einmal alles rausgehauen. Mehr geht nicht“, fasste Peter Hoffmann seine Sicht der Dinge zusammen – und tauchte unter im Jubel seiner Spieler und ihrer Anhänger.

Neu-Isenburg: Kacarevic – Hartmann (46. Seith), Rhein, Bickel, Buschmann –Betz, Marx (76. Horn) – Züge, Sachs (85. Günther), Albert – Atzberger. – SSV Sand: Schmeer – Garwardt, Amert, Bräutigam – Knigge (58. Schäfer), Bernhardt (79. Moskaltschuk), Guthof, Itter (56. Wippel) – Oliev – Wagner, Klitsch. – SR: Ballweg (Zwingenberg). – Zuschauer: 920.

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