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Golf: Meisterliche Vorstellung

Von Mit dem überraschenden Sieg bei der 77. Internationalen Deutschen Amateur-Meisterschaft (IAM) in Mülheim/Ruhr landete die 21-jährige Frankfurterin Marie Coors den bislang größten Triumph in ihrer Golf-Karriere.
Die Frankfurterin Marie Coors präsentierte sich in Mülheim in blendender Form. Foto: STEBL Die Frankfurterin Marie Coors präsentierte sich in Mülheim in blendender Form.
Frankfurt. 

Auch Kälte und Regen konnten Marie Coors nichts anhaben. Die Hessenmeisterin von 2015 und 2016 übernahm mit ihrer besten Runde (68) am zweiten Tag die Führung, baute diese dann noch ein wenig aus und trat am Ende mit 281 Schlägen (sieben unter dem Platzstandard Par von 72 in Mülheim) die Nachfolge der Düsseldorferin Sophie Hausmann als Internationale Deutsche Amateur-Meisterin an. Dies war umso beachtlicher, als dass sich an der Ruhr eine sehr starke Konkurrenz versammelt hatte. Marcus Neumann, Vorstand Sport im Deutschen Golf Verband, zog ein positives Fazit: „Seit ich mich erinnern kann hatten wir noch nie ein so starkes Teilnehmerfeld, national wie international. Die Siegerin gewann mit einer super Performance und auch mit einer besonderen Chuzpe. Wer bei der Situation auf der letzten Bahn so das Grün angreift, den könnten wir auch im Profibereich gut brauchen. Klasse!“

Gemeint war das Kunststück von Coors auf der 18. Bahn am Schlusstag: Ihr von einer Windboe erfasster Drive landete im Bunker. Knapp 150 Meter zum Stock, davon 130 Meter über Wasser, galt es nun zu überbrücken. Die 21-Jährige reagierte sehr selbstbewusst. Als wäre es das Normalste der Welt, nagelte sie den Ball aus dem Bunker über das große Wasserhindernis bis auf rund drei Meter an die Fahne heran. Der Respekt der Kontrahentinnen und Zuschauer für diesen Mut und die große Sicherheit war der angehenden Siegerin spätestens da sicher. Es war ein passender Abschluss für eine Meisterschaft, bei der sich Marie Coors an allen vier Tagen famos präsentiert hatte. „Hätte ich länger über den Schlag nachgedacht, hätte ich den Ball wahrscheinlich abgelegt, um das sichere Bogey zu machen. Aber der Ball lag im Bunker so obenauf, dass ich sicher war, einen guten Ballkontakt zu haben. Ich habe den Schlag nicht gemacht, um irgendjemanden zu beeindrucken. Das habe ich mit den drei Runden zuvor schon gemacht“, analysierte Coors sachlich, aber mit strahlenden Augen.

Lob vom Bundestrainer

Vier Schläge hinter ihr folgte die nach der ersten Runde führende Franziska Friedrich (Abenberg), Platz drei teilten sich mit 286 Schlägen die Tschechin Jana Melicharová und die überraschend starke 15-jährige Hessin Paula Kirner (Kiawah GC Riedstadt). Nur sieben Spielerinnen schafften es bei den schwierigen Witterungsbedingungen auf dem anspruchsvollen Platz in Mülheim nach vier Runden unter Par zu bleiben. Bundestrainer Stephan Morales zeigte sich von der Leistung der jungen Deutschen beeindruckt: „Dieses Turnier hat gezeigt, dass manche Athleten außerhalb der Kader sich sehr gut entwickeln und starke Leistungen liefern können. Was Marie Coors in den vier Tagen abgeliefert hat, war sehr beständiges Golf auf einem tollen Niveau.“

Nationalspielerin Laura Fünfstück von GC Neuhof aus Dreieich belegte mit 297 Schlägen (+ 9) einen für sie ein wenig enttäuschenden 29. Platz, 34. wurde einen Schlag dahinter Katharina Keilich (Frankfurt).

„Dieser Titel bedeutet mir sehr viel. Ich habe gut geputtet. Es ist klasse, dass ich meine Form aus Amerika mitnehmen und jetzt auch hier in Deutschland ein Turnier gewinnen konnte“, strahlte Marie Coors.

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