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Neu-Isenburg holt den Weltmeister-Titel der WBU: Mit dem 20. Knockout am Ziel

Die Zuschauer waren begeistert und die Region hat einen neuen Weltmeister. Denis Liebau holte sich den Halbschwergewichts-Titel der WBU.
Es reicht! Denis Liebau hat den entscheidenden Treffer gelandet, der Ringrichter bricht den Kampf ab. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Es reicht! Denis Liebau hat den entscheidenden Treffer gelandet, der Ringrichter bricht den Kampf ab.
Neu-Isenburg. 

Gut 1000 Boxfreunde wollten sich den Kampfabend in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle nicht entgehen lassen. Aufhänger war der Titelkampf des Frankfurters Denis Liebau gegen den Brasilianer Jackson Junior. Zur Disposition stand der Gürtel der World Boxing Union (WBU), und zwar des 2010 neugegründeten deutschen Ablegers. In den USA gibt es einen Verband gleichen Namens, der ebenfalls Titelkämpfe „anbietet“ – aber das ist im Boxen ja ohnehin mittlerweile eher nebensächlich. Bedeutend sind beide WBUs jedenfalls nicht.

Was aber nicht heißt, dass es sich um Kirmesboxen handelt. Beide Athleten hatten ansprechende Kampfrekorde vorzuweisen, der von Liebau mit 20 Siegen (19 K. o.) in 21 Duellen las sich besser als der des fünf Jahre jüngeren Südamerikaners, der in 27 Kämpfen (20 Siege/18 K. o.) immerhin fünf Mal ziemlich niedergeschlagen den Ring verließ.

Nun kam noch ein sechstes Mal hinzu. Denis Liebau steht auch mit 35 voll im Saft, was der ehemalige und erfolgreiche Kickboxer, der in einem Kampfsportclub in Niederrad als Trainer sein wissen über Thai- und Kickboxen weitergibt, eindrucksvoll unter Beweis stellte. In einem guten Kampf ging er von Beginn an in die Offensive, nahm seinem Kontrahenten mit Körpertreffern die Luft und schickte den Brasilianer schließlich auch zu Boden. Der berappelte sich zwar noch mal, doch dann traf ihn der entscheidende linke Leberhaken, und in Runde drei war alles vorbei.

„Es tut gut“, freute sich der „K. o-König“, so sein Kampfname, ohne dabei überschwänglich zu wirken. Das harte Training habe sich ausgezahlt. Und auch seine Hartnäckigkeit hinsichtlich der Organisation des Kampfabends, hätten doch einige „Personen“ versucht, die „Veranstaltung platzen zu lassen“, wie er auf seiner facebook-Seite mitteilte.

Das Publikum, darunter viele Mitglieder der Hells Angels, deretwegen wiederum auch ein größeres Polizeiaufgebot Interesse an der Veranstaltung fand, bekam neben Liebau noch einen zweiten Weltmeister aus der hiesigen Gegend zu sehen. Kavin Gebhard aus Oberursel, ebenfalls 35 Jahre alt, halbschwer und Titelträger des GBC (!), maß sich mit dem Bosnier Goran Ristic, den er schon in der zweiten Runde mit einem Aufwärtshaken auf die Bretter schickte. Gebhard wird von Trainer-Legende Olaf Rausch betreut. In der Ecke sekundierte im übrigen Willi „de Ox“ Fischer, der Frankfurter bestritt 1998 einen WM-Kampf, wenn auch mit unerfreulichem Ausgang.

Weltmeisterliches Flair also in der Hugenottenhalle.

(wag)
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