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Rugby: Mühsamer Arbeitssieg

Von Trotz des Sieges konnten die „80er“ im Derby nicht überzeugen. Die enttäuschten „Füchse“ zieren weiter ohne Ausbeute das Tabellenende.
Zugriff: Heusenstamms Zinzan Hees versucht den „80er“  Vucicevic aufzuhalten. Foto: Juergen Kessler (Kessler-Sportfotografie) Zugriff: Heusenstamms Zinzan Hees versucht den „80er“ Vucicevic aufzuhalten.
Heusenstamm. 

Viertes Spiel, vierte Niederlage. Doch die Rugbyspieler des Bundesligisten RK Heusenstamm erhielten Applaus vom Stammpublikum auf der Geraden. Die Rot-Grünen zeigten über weite Strecken eine starke Leistung gegen den Favoriten SC 80 Frankfurt und lagen sogar dreimal in Führung. In der Schlussphase mangelte es jedoch an Kraft und Esprit, um das Spiel noch mal drehen zu können. „Es hat die Bank gefehlt“, deutete Trainer Markus Walger nach dem 17:30 an, nicht entsprechend Optionen gehabt zu haben, um dem Tabellenzweiten die Punkte streitig zu machen. Zeitstrafen gegen Tobias Apelt und Vedad Garanovic trugen ebenso dazu bei.

Gerne hätte der RKH auf seine drei Nationalspieler gesetzt. Doch es irgendwie der Fluch der guten Tat. In Tim Biniak, Leon Hees und Samuel Rainger brachte der Club drei Akteure mit großem Potenzial heraus. Doch alle können derzeit ihrem Stammverein nicht weiterhelfen. Nach Biniak zog sich Kapitän Rainger im Trikot des Siebener-Nationalteams einen Kreuzbandriss zu. Und Hees leide seit langem an einer Patellasehnenreizung. Bei den Oktoberfest Sevens in München wirkte er noch mit – trotz der Probleme – und fällt nun erst mal aus.

Doch auch ohne dieses Trio zeigte Heusenstamm eine couragierte Leistung und lag mit 5:0, 10:7 und 17:12 vorne. Frankfurt wiederum hatte in Senzo Ngubane den überragenden Akteur auf dem Feld, der dank seiner Spielintelligenz und physischen Möglichkeiten auch zwei Versuche legte. Binnen einer Minute kippte die bis in die Endphase ausgeglichene Partie: Wynston Cameron-Dow verwandelte fast von der Mittellinie einen Strafkick, und Rene Lieb schloss einen Angriff erfolgreich ab – das bedeutete die 25:17-Führung nach Gleichstand. Als auf der Gegenseite Zinzan Hees vor 300 Zuschauern leichtfertig einen Strafkick verballerte, gelang es dem RKH nicht mehr, sich aufzubäumen.

„Es war ein mühsamer Arbeitssieg. Die Heusenstammer haben ihr Potenzial genutzt, hinten heraus ist ihnen aber die Luft ausgegangen“, resümierte Frankfurts Abteilungsleiter Christoph Gutmann. Etwas überrascht war der 50-Jährige, dass die Mannschaft nicht an die überzeugende Leistung beim 31:12 über Vizemeister TV Pforzheim vier Tage zuvor anknüpfen konnte. Zeit zum Verschnaufen gibt es für den SC 80 nicht, denn bereits am Samstag (14 Uhr) kommt es an der Feldgerichtstraße zum Verfolgerduell mit der RG Heidelberg. „Das ist eine Reifeprüfung, dann wissen wir wo wir stehen“, sagte Gutmann.

Nachbar Heusenstamm muss versuchen, die Niederlage schleunigst zu verarbeiten, gilt es ebenfalls an diesem Tag, beim Vorletzten SC Neuenheim (endlich) zu punkten. Die „Blauen“ aus dem Norden Heidelbergs befinden sich in schwacher Verfassung, gestern setzte es eine 3:93-Niederlage gegen Pforzheim.

RKH: Polheim, Gennaro, Otterbein (10) – Sabinarz, Joswig – Pfeifer, Krimer, Elisashvili (5) – Apelt – Schmitt – Sayson, Bettner, Fernandez, Höhmann – Zinzan Hees (2) (Schreiber, Garanovic, Cavus, Saczawa, Siegel, Burgschartz). – SC 80: McFayden, Becker, Ngubane (10) – Rayan, Listmann – Grimm, Niederberger, Du Plessis – Ketels – Deichmann – Lange, Sztyndera, Vucicevic (10), Lieb (5) – Cameron-Dow (5) (Dins, Siitia, Howells, Haase, Schröter, Trebbin, Ferraris).

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