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Fußball-Kreisliga A Frankfurt Südost: Musste das Abstiegsduell abgebrochen werden?

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Frankfurt. 

In der Fußball-Kreisliga A Frankfurt Südost fand das Abstiegsduell zwischen Schlusslicht SG 28 und dem Vorletzten FC Tempo II am Sonntag ein vorzeitiges Ende: In der 82 Minute brach der Schiedsrichter die Partie ab (wir berichteten). Nun wird es ein sportgerichtliches Nachspiel geben.

Nach Angaben des SG-28-Vorsitzenden Fritz Müller verließ Schiedsrichter Robert Kaspereit (Bad Homburg) bereits in der ersten Halbzeit nach einer strittigen Situation für einige Minuten das Spielfeld und verschwand kommentarlos in der Kabine. Laut Müller pfiff der Unparteiische die Begegnung nach der Erklärung „er brauchte fünf Minuten für sich“ dann aber wieder an.

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Nach einer Elfmeterentscheidung, die zum 2:0 für die Gäste führte, habe Kaspereit erneut den Platz verlassen. „Der Schiri saß völlig apathisch in der Kabine und sagte er, braucht eine Pause, da er sich nach dem Elfer von unserem Torhüter bedroht fühle, der ihn mit dem Ball habe abschießen wollen. Das ging aber mindestens zehn Meter daneben“, schilderte Müller.

Nach einigen Minuten habe sich der Schiedsrichter dann entschlossen, doch zu Ende spielen zu lassen. Doch einige SG-28-Akteure waren schon unter der Dusche, so dass das Spiel letztlich nicht mehr fortgeführt werden konnte, so der langjährige Funktionär. „Dann hören wir halt auf“, habe der Schiedsrichter zur Situation gesagt. „Der Mann war völlig überfordert. Für beide Vereine geht es um die Existenz“, schimpfte Müller, dessen Team bei einer Wertung der Partie für den Gegner den Abstieg kaum mehr verhindern könnte.

Tempos neuer Trainer Dejan Dancic, der seinen ersten „Arbeitstag“ an der Seitenlinie hatte, empfand die Entscheidungen des Referees ebenfalls als „merkwürdig. Es war alles nicht so dramatisch. Er fühlte sich bedroht. Ob dem so war, muss er wissen“. Seine Spieler wären jedenfalls bereit gewesen, das Spiel fortzusetzen.

Ob der Spielleiter entgegen der Einschätzung der Verantwortlichen beider Teams nicht doch berechtigten Grund hatte, die Begegnung abzubrechen, wird sich bald herausstellen. Laut Frankfurts Kreisfußballwart Rainer Nagel werde jetzt der Bericht des Schiedsrichters abgewartet, der heute eintreffen müsste. Dann wird das Sportgericht zu einer Verhandlung laden.

(gie)
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