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Golf: Nächste Ausfahrt Florida

Von Golferin Marie Coors überstand beim Kampf um die US-Pro-Tour-Karte die erste Runde, Laura Fünfstück schied bereits aus.
Könnte in den USA spielen: Marie Coors. Foto: STEBL Könnte in den USA spielen: Marie Coors.
Frankfurt. 

Um als Proette, also als weiblicher Profi, auf der US-Tour golfen zu dürfen, müssen die Spielerinnen über sich hinauswachsen. Wer wie die besten Deutschen Sandra Gal und Caroline Masson im Feld der stärksten Golferinnen der Welt um das große Geld spielen will, braucht eine Tour-Karte. Nur rund zwei Dutzend von mehr als 600 Spielerinnen, die sich in drei Ausscheidungen um die Teilnahme bewerben, dürfen sich am Ende über einen Startplatz freuen.

Konnte sich nicht qualifizieren: Laura Fünfstück. Bild-Zoom Foto: STEBL
Konnte sich nicht qualifizieren: Laura Fünfstück.

Die Konkurrenz ist die Creme de la Creme des Frauen-Golfsports, es starten durch die Bank Spielerinnen mit guten Plus-Handicaps. Allein 361 Spielerinnen – 304 Profis, 57 Amateure – bewarben sich in der Stage I der Ladies Professional Golf Association (LPGA) Qualifying School um 90 Tickets zur zweiten Station. Auf drei sehr schwierigen Kursen in Rancho Mirage/Kalifornien wurde gespielt, auf sehr langen (über 600 Meter), teilweise engen Bahnen mit vielen Bunkern und Wasserhindernissen – und bei über 40 Grad Celsius.

Die namhafte Konkurrenz verzieh nur wenige Fehler. Um sich zu qualifizieren, durfte man auf den vier Plätzen nicht mehr als drei Schläge über Par bleiben. Marie Coors vom Frankfurter Golf Club gelang dies auf den Punkt genau. Die 21 Jahre junge Internationale Meisterin von Deutschland, die in diesem Jahr ihre erfolgreiche US-College-Golf-Karriere beendet hatte, schloss bei ihrem ersten Profi-Auftritt an die Erfolge der letzten Monate nahtlos an. Die erste und die dritte Runde spielte sie unter Par, auf die Schlussrunde ging sie mit einem komfortablen Polster. Selbst das Nachlassen auf den letzten Bahnen konnte ihren Triumph nicht mehr gefährden. „Es war 48 Grad heiß, mein Caddie hat einen Hitzschlag erlitten, ich musste auf die Schlussrunde allein gehen“, so die Frankfurterin, die mit ihrem langen Spiel und dem Putten zufrieden war: „Nur das Kurzspiel, Chippen und Pitchen hat nicht optimal funktioniert.“ Mit 291 Schlägen (+3) blieb Marie Coors den einen (rettenden) Schlag vor der Zehnergruppe auf dem geteilten 91. Rang, die damit bereits aus dem Rennen war.

Das Traumziel heißt US-Profi-Tour

Die Zugehörigkeit zur 1950 gegründeten Professional Golf Association (LPGA) ist das Traumziel einer jeder Golferin. Auf der US-Profi-Tour sind aus Deutschland seit sechs Jahren die Gladbeckerin Carolina

clearing

Durch diesen Erfolg sicherte sich die 72. der europäischen Amateur-Rangliste das Startrecht in der Stage II, die vom 16. bis 22. Oktober im Plantation Golf & Country Club in Venice/Florida stattfindet. In einem noch stärkeren Feld werden die besten 125 nach 54 Bahnen den Cut schaffen und in der vierten Runde um 80 Fahrkarten zur entscheidenden Stage III kämpfen: „Ob ich 2018 in den USA spiele oder nicht, hängt von der Qualität der Tourkarte ab. Wenn ich jetzt scheitern sollte, werde ich vielleicht noch ein Jahr als Amateur spielen.“

So geht es nicht weiter

Die zweite Hessin, die sich um die Tour-Karte bewarb, kämpfte gestern schon um die Club-Meisterschaft auf Gut Neuhof. Laura Fünfstück beendete das Turnier in Florida nach Runden von 77, 76 und 77 (+ 14) auf einem enttäuschenden 275. Platz. „Außer bei den British Open in diesem Jahr kann ich mich kaum erinnern, wann ich einmal den Cut verpasst habe“, sagte die 22-Jährige: „Ich habe die ersten neun Löcher alle Par gespielt. Dann habe ich mich für gutes Golf auf den Grüns nicht belohnt. Die Scores haben nicht zu meinem Können gepasst. Dabei habe ich mir mit den langen Eisen, die auf fast allen Bahnen benötigt wurden, so viele Chancen erarbeitet.“ Wenn aber die Bälle auf den Grüns reihenweise nicht fielen und selbst Putts aus einem Meter vorbeigingen, sei das frustrierend: „Jetzt weiß ich, so geht es nicht weiter.“ Spielen, spielen, zur alten Sicherheit zurückfinden, heißt nun ihre Devise.

Ab Donnerstag wird Fünfstück bei den Deutschen Meisterschaften antretenen, dann in der Hessenliga: „Im Dezember versuche ich in Marokko die europäische Tour-Karte zu bekommen. Geht das schief, bleibe ich noch ein Jahr Amateur.“

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