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Boxen: Nächster Schritt zum WM-Fight

Der erfolgreichste Frankfurter Profi-Boxer seit Willi „de Ox“ Fischer will auf der Überholspur bleiben. Am Samstag möchte Halbschwergewicht Leon Bunn in Berlin mit einem Sieg über den Polen Tomasz Gargula einen weiteren Schritt in Richtung WM-Kampf machen.
Leon Bunn (rechts) bei seinem letzten Kampf im Juni in Wetzlar gegen den Ungarn Laszlo Ivanyi Foto: Huebner/Vogler (Jan Huebner) Leon Bunn (rechts) bei seinem letzten Kampf im Juni in Wetzlar gegen den Ungarn Laszlo Ivanyi
Frankfurt. 

Mit fünf schnellen K.-o.-Siegen in fünf Kämpfen weist der einstige Amateur-Champion Leon Bunn, der den bedeutenden Chemie-Pokal in Chemnitz gewann, eine makellose Bilanz als Profi auf. Wenn jetzt am Samstag in der Berliner Max-Schmeling-Halle das größte Boxsport-Turnier aller Zeiten – die World Boxing Super Series (WBSS) – startet, kämpft der Frankfurter vorerst noch im Vorprogramm. Die Gala startet um 18 Uhr. Bunn bestreitet den sechsten Kampf. Ob dieser auch im Rahmen der um 22.45 Uhr in Sat 1 beginnenden Übertragung des für 23 Uhr angesetzten Hauptkampfes zwischen Weltmeister Aleksandr Usyk aus der Ukraine und Herausforderer Marco Huck (12 Runden/WBSS-Viertelfinale und WBO-Weltmeisterschaft) kurz gezeigt wird, entscheidet der Sender spontan.

Sein Coach Ulli Wegner traut Bunn zu, sich bald schon mit den weltbesten Cracks seiner Gewichtsklasse in einem Hauptkampf messen zu können. „Ich habe schon viele Fighter erlebt und kann sagen: Von allen nachrückenden jungen Boxern aus Deutschland hat Leon das beste Gesamtpaket. Bei ihm stimmt einfach alles. Den könnte ich sofort ins kalte Wasser werfen“, sagt die Trainerlegende.

Leon Bunn blendet die Vorschusslorbeeren seines Coaches nahezu aus. „Ich erledige im Ring meinen Job. Wann ich wo gegen wen um die Europa- oder Weltmeisterschaft boxen soll, entscheiden andere“, stellt der 25-Jährige klar. „Ich kann nur sagen, dass ich dafür bereit bin. Ich bin im Sparring bereits häufiger gegen große Namen problemlos über die zwölf Runden gegangen. Natürlich ist die Situation im Wettkampf noch einmal eine andere, doch ich weiß um meine Qualitäten und dass ich die Herausforderung meistern werde.“

Den Polen Tomasz Gorgula (18 Siege, davon 5 durch K.-o./7 Niederlagen/1 Unentschieden) hat er auf Video sorgfältig studiert. „Er ist kein Techniker, eher ein hart schlagender Instinktboxer. Er ist relativ offen, gut zu treffen, hat aber enorme Nehmerqualitäten“, so die Erkenntnis. Ob er den nächsten schnellen Erfolg einfährt, hat für den Wegner-Schützling nicht die oberste Priorität. „Ich bin gut drauf. Sollte sich die Chance auf den Knockout ergeben, werde ich zur Stelle sein. Aber ich bin nicht auf ein vorzeitiges Ende um jeden Preis aus. Wenn man sich das unbedingt vornimmt, verkrampft man leicht. Ein K.o. muss aus dem Boxen heraus kommen. Sollte ich nach Punkten gewinnen, wäre es kein Problem. Für mich ist vor allem wichtig, boxerisch zu überzeugen und die Marschroute des Trainers erfolgreich umzusetzen“, erklärt der Frankfurter.

(löf )
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