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"Fußballtraining Frankfurt": Nicht nur einfach so kicken

Von Fußball boomt – auch als Ferienbeschäftigung. Fußballschulen und -Camps übernehmen die Betreuung von Kindern und Jugendlichen und versprechen unterschiedlich viel: Professionelles Training, sportliche Fortschritte oder einfach nur Spaß und Spiel. Wir stellen in loser Folge einige Modelle vor. Teil 5: FTF – Fußballtraining Frankfurt.
Sascha Volk (links vorne) im Kreise seiner Lieben – hier mit chinesischen Kids in Shanghai. Sascha Volk (links vorne) im Kreise seiner Lieben – hier mit chinesischen Kids in Shanghai.
Frankfurt. 

Fraglos sind Folker Liebe und Sascha Volk als Fußball-Trainer und Fachleute im Raum Frankfurt bekannt. Beide haben ja relativ hoch gespielt, Volk unter anderem beim FSV Frankfurt in der damals noch drittklassigen Oberliga. Und Liebe war 1988 Torschützenkönig beim Landesliga-Meister und Oberliga-Aufsteiger Rot-Weiss Walldorf (zusammen mit seinem Teamkollegen Erich Rodler). Trainer war er unter anderem bei Germania Schwanheim, Volk sammelte als Co-Trainer bei der U23 des SV Wehen Wiesbaden Erfahrung. Gemeinsam betreiben sie nun „FTF – Fußballtraining Frankfurt“ an den Stützpunkten Frankfurt-Enkheim und Flörsheim.

Angefangen hat alles in Flörsheim: „Ich kam zu so einer Camp-Geschichte dazu und habe irgendwann gedacht, wie cool es wäre, wenn man mit den Jungs länger arbeiten könnte als nur diese paar Tage – und zwar, ohne sie aus ihren Vereinen herauszuholen. Folker hatte die Idee des Individualtrainings schon im Gepäck und so ist das entstanden mit dem Fördertraining“, berichtet Volk. Schließlich habe nicht jeder junge Fußballer in jedem Verein das Glück, einen Trainer zu haben, der ihn individuell fördern könne. Oder aber der Trainer könnte das zwar fachlich, hat aber zu wenig Unterstützung und kommt deshalb gar nicht dazu.

Inhalte transportieren

Und so ist bei FTF ein gewisser Ehrgeiz durchaus Kern der Sache geworden. „Wir versuchen schon, Inhalte zu transportieren. Und zwar im Fördertraining wie in den Feriencamps. Wir wollen die Entwicklung der Spieler im Blick haben und ihnen das eine oder andere mitgeben, auch für das Training im Verein. Einfach nur so ein bisschen kicken, das ist nicht unser Anspruch“, sagt Volk. Was natürlich nicht heiße, dass man das Wesentliche vergessen habe: „Spaß steht natürlich im Vordergrund, das sollte beim Fußball immer klar sein und hat oberste Priorität. Es kann ja aber auch etwas anderes Spaß machen, als den Ball erst Mal gegen den Zaun zu bolzen. Vielleicht, wenn man ein paar Tricks übt oder mal anders versucht den Ball hochzunehmen als mit der Hand.“ Natürlich achte man auf alters- und leistungsgerechtes Training und Gruppeneinteilungen.

FTF wendet sich an Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sieben und 16 Jahren und hat also zwei Säulen, das Fördertraining und die Fußballcamps. Fördertraining findet einmal pro Woche statt und dauert 75 Minuten, die Camps laufen jeweils wochenweise in den Schulferien – fünf Mal 45 Minuten wird dann in der Zeit von 10 bis 16 Uhr trainiert, Passen, Dribbling. Torschuss, Koordination und Spielfähigkeit stehen auf dem Übungsplan. Ein strammes Programm. Zwischendurch gibt es Mittagessen. Am heutigen Freitag endet das Camp in Enkheim, vom 7. bis 11. August geht es in Flörsheim weiter. In den Herbstferien gibt an beiden Standorten ebenfalls Camps.

Und vielleicht ja auch bald wieder ein Frankfurter Fußball-Training in Shanghai? Zweimal waren Sascha Volk und Folker Liebe nun schon dort, zuerst mit einer Frankfurter Schüler-Auswahl unter dem Namen „Youth Football-Club Frankfurt“ bei einem U18-Turnier.

Aufbauarbeit in China

Dank der Bekanntschaft zu dem Turnierbetreuer wiederholten sie ihren Besuch dieses Frühjahr und trainierten diesmal chinesische Kinder. Und auch das war durchaus eine Erfahrung wert, erzählt Sascha Volk: „Fußball in China, das ist wie ein Dschungel. Alles geht durcheinander, nichts ist wirklich organisiert oder nur einheitlich. Aber es ist natürlich auch spannend und hätte sicher seinen Reiz, dort auch regelmäßig Feriencamps zu veranstalten. Wir würden durch die Kooperationen mit Vereinen in Shanghai gerne dazu beitragen, dort Strukturen zu schaffen.“ Wieder so ein ehrgeiziges Projekt, wie es bei FTF dazu gehört.

 

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