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Fußball-Hessenliga: Noch mal Glück gehabt

Von Das war nichts für schwache Nerven: In allerletzter Sekunde gelang Rot-Weiss Frankfurt in der Fußball-Hessenliga gegen den FSC Lohfelden der Treffer zum 1:1 (0:1) – und so behalten die „Roten“ in Sachen Direktaufstieg auch vor dem letzten Spieltag fast alles in der eigenen Hand.
Brenzlige Szene im Strafraum, aber kein Tor: FSC-Keeper Andre Schneider klärt gegen Rot-Weiss-Stürmer Cem Kara (Mitte) und Andre Fließ. Ein bisschen mischt auch noch Lohfeldens Maximilian Blahout mit. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Brenzlige Szene im Strafraum, aber kein Tor: FSC-Keeper Andre Schneider klärt gegen Rot-Weiss-Stürmer Cem Kara (Mitte) und Andre Fließ. Ein bisschen mischt auch noch Lohfeldens Maximilian Blahout mit.
Frankfurt. 

Die vierminütige Nachspielzeit war fast abgelaufen, da nahm Jeremy Lundy den hoch abspringenden Ball mit dem Mute der Verzweiflung direkt, traf ihn aber nicht voll. Und das war gut so, denn Varol Akgöz stand richtig und lenkte die Kugel gegen den Innenpfosten, von wo aus sie ins Tor sprang. Klar, dass es danach kein Halten mehr gab. Und klar auch, dass Trainer Daniyel Cimen anschließend „vollkommen egal“ war, was sich in der nervenaufreibenden Partie bis dahin abgespielt hatte. Denn so hat Rot-Weiss Frankfurt am letzten Hessenliga-Spieltag die Möglichkeit, mit einem Sieg in Lehnerz aus eigener Kraft in die Regionalliga aufzusteigen, sofern Spitzenreiter Hessen Dreieich nicht in Lohfelden patzt (siehe Info).

Info: Dreieich im Vorteil, aber...

Ein Spieltag steht in der Hessenliga noch aus, und weiter offen ist der Titelkampf sowie die Suche nach dem Direktaufsteiger. Holt der SC Hessen Dreieich (69 Punkte) am kommenden Samstag

clearing

„Man hat gesehen, dass die Spieler viel nachgedacht haben. Es war schwierig, den Fokus auf das eigene Spiel zu legen, irgendwie war die Mannschaft mit dem Kopf wohl auch in Stadtallendorf“, sagte Cimen nach dem Fußball-Krimi vor knapp 300 Zuschauern am Brentanobad. Eintracht Stadtallendorf lag im Parallelspiel gegen Lehnerz ab der siebten Minute vorne und gewann letztlich mit 4:1. Hätten die Frankfurter verloren, wären sie die letztlich bessere Ausgangsposition im Aufstiegsrennen los gewesen.

Lohfelden, das eine Woche zuvor mit dem 2:1 über Stadtallendorf noch den „Roten“ geholfen hatte, legte los wie die Feuerwehr. In der zweiten Minute traf Serdar Bayrak nach einem Angriff über die linke Seite von der Strafraumgrenze zum 1:0. Keine 60 Sekunden später klärte Lundy gegen Nasuf Zukorlic auf der Linie, nachdem Schlussmann Ioannis Takidis schon geschlagen war. Und es tat sich gleich noch eine Dreifachchance für die Gäste auf: Bayrak köpfte an den Pfosten, Lundy wehrte den Nachschuss wieder auf der Linie ab, und den dritten Versuch parierte Takidis (4.).

Mit Ach und Krach überstanden die Gastgeber die Anfangsphase, ohne hoffnungslos ins Hintertreffen zu geraten. Allerdings hatte Lohfelden auch danach immer mal wieder ganz brauchbare Konterchancen, während der Tabellenzweite wieder und wieder an der Fünferkette des Gegners abprallte.

Aufreger vor der Pause

Kurz vor der Pause bekam Schiedsrichter Markus Winkler dann erstmals so richtig zu tun. Bayrak löste die erste kritische Szene aus, indem er an der Mittellinie voll durchzog und Cem Kara aus kurzer Distanz den Ball gegen den Körper jagte. Auf dem Weg nach hinten wurde er dann von Tim Fließ von den Beinen geholt. Da wiederum sah sich Zukorlic zu „rächen“ genötigt, der Fließ wohl kurz am Hals packte – und dafür die Rote Karte sah (40.). In der Nachspielzeit dann gleich der nächste Aufreger: Bayrak wurde geschickt, hob kurz vor dem heranstürmenden Takidis ab und wollte einen Platzverweis provozieren, sah jedoch für seine Schwalbe die Gelbe Karte.

Nach der Pause kamen die Frankfurter gegen die mit Mann und Maus verteidigenden Gäste auch nur selten zum Abschluss. Akgöz hatte die beste Chance, scheiterte aber an Torhüter Andre Schreiber (66.). Da hatte sein Mitspieler Patrick Barnes wegen einer vermeintlichen Schwalbe schon „Gelb-Rot“ gesehen – der Schiedsrichter den vorausgegangenen Tritt gegen das Bein des Rot-Weiss-Angreifers aber nicht (58.). Dann bekam Tim Fließ von Niklas Kühne mit einem Tritt in luftiger Höhe die Nase blutig und wohl auch kaputt getreten (60.). Es ging also hoch her. Und Lohfelden hätte die Partie zweimal entscheiden können: Bayrak traf bei einem Konter nur den Pfosten (71.), Lukas Iksal war schon an Takidis vorbei, verfehlte aber das leere Tor (90.+3). „Wir haben zum Schluss alles oder nichts gespielt und hätten uns nicht beschweren könne, wenn wir 0:2 zurückgelegen hätten“, räumte Cimen ein. Einen Vorwurf machte er seiner Mannschaft aber nicht: „Die Belastung in den letzten Wochen war sehr hoch und jetzt kam noch die Nervosität dazu, das war keine einfache Situation.“ Gästetrainer Otmar Velte war ebenfalls zufrieden und trauerte den vergeben Chancen nicht lange nach. „Wir haben ein geiles Spiel gemacht“, sagte er.

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