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Fußball-Verbandsliga Süd: Nur Hammeraufgaben

In der Fußball-Verbandsliga Süd steht der drittletzte Spieltag an und entschieden ist noch immer so gut wie nichts. Der FC Kalbach und die Spvgg. Oberrad aus Frankfurt gehören nach wie vor zu den stark abstiegsgefährdeten Mannschaften.
Der Kalbacher Deniz Pekgüzelyigit bestaunt die Künste von Oberrads David Schmelz. Im Abstiegskampf sind allerdings solche Fertigkeiten weniger gefragt. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Der Kalbacher Deniz Pekgüzelyigit bestaunt die Künste von Oberrads David Schmelz. Im Abstiegskampf sind allerdings solche Fertigkeiten weniger gefragt.
Frankfurt. 

Der FV Bad Vilbel empfängt bereits am heutigen Samstag (18 Uhr) den Hanauer SC zum vermeintlichen „Topspiel“ der Verbandsliga Süd. Wobei es für die Liga bezeichnend ist, dass Bad Vilbel als Tabellendritter noch auf den Aufstieg hofft, während Hanau sich als Vierter gerade erst aus dem Abstiegskampf verabschiedet hat.

Der Kampf um die ersten beiden Plätze findet vor allem im Fernduell zwischen der Spvgg. Neu-Isenburg und dem VfB Ginsheim statt, der zuletzt im direkten Duell mit 1:0 die Nase vorne hatte und deshalb von der Poleposition in die letzten drei Runden geht. Der gewonnene direkte Vergleich gäbe ja den Ausschlag, wenn es bei der Punktgleichheit bliebe. Da zu sein, sollte der Konkurrent doch noch einmal patzen, ist nun natürlich das Ziel der Neu-Isenburger, die am Sonntag Vatanspor Bad Homburg empfangen. Die Partie im Sportpark beginnt wie alle Sonntagsspiele um 15 Uhr. „Wir müssen nicht groß rechen, sondern sehen, dass wir gegen Vatanspor drei Punkte holen. Das ist ein unangenehmer Gegner mit starken Einzelspielern“, weiß Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann, der sich schon auf einige Verstärkungen für die neue Saison freuen kann: Stürmer Jan Gebhard wechselt vom Ligarivalen Eintracht Wald-Michelbach zu den „03ern“, Mittelfeldspieler Ernad Dananovic (SG Bad Soden) sowie die Verteidiger Lucien Scheurich (Rot-Weiß Darmstadt) und Julian Cichutek (Rot-Weiß Walldorf) kommen ebenfalls. „Das ist von der Liga unabhängig, in der wir künftig spielen. Und wenn es nicht klappt mit dem Aufstieg, greifen wir eben nächste Saison wieder an“, stellt der Caoch klar, der morgen den kompletten Kader zur Verfügung hat.

Tagesform entscheidet

Ginsheim muss bei der Spvgg. Oberrad ran, und weil es hier für beide um richtig viel geht, handelt es sich zumindest um das „heimliche“ Schlagerspiel des Wochenendes. Die Frankfurter belegen zwar seit dem 13. Spieltag durchgehend einen Abstiegsplatz, haben aber nach wie vor die Chance, die Klasse zu halten. Und Ginsheim muss „nur noch“ seine restlichen drei Spiele gewinnen, um sicher in die Hessenliga aufzusteigen. Oberrads Spielertrainer Baldo Di Gregorio nennt den möglichen Klassenerhalt seit Wochen einen „Bonus“, den er natürlich mitnehmen würde, der aber für den Verein kein Muss sei. Und doch wehrt sich seine Mannschaft so gut sie kann und wird auch am Sonntag alles daransetzen, die Hoffnung am Leben zu halten. „Wir werden versuchen, ein gutes Spiel abzuliefern, auch wenn der Gegner der Tabellenführer ist. Die wollen sicherlich auch gewinnen, denn es geht ja um den Aufstieg. Aus meiner Sicht wird die Tagesform entscheiden“, glaubt Di Gregorio, der wohl für den Rest der Saison auf die verletzten George Worcster und Todi Vasilev verzichten muss und selbst noch leichte Adduktorenprobleme hat.

Negativserie beenden

Der FC Kalbach ist mit einer Negativserie von einem Unentschieden und fünf Niederlagen bis auf den viertletzten Tabellenplatz abgestürzt. In dieser Situation und in der aktuellen Verfassung, so Trainer Salvatore Cirrincione, „gibt es keine leichten und keine schweren Gegner mehr, da ist jedes Spiel eine Hammeraufgabe“. Das gilt also auch für die Partie am Sonntag beim längst als Absteiger feststehenden Schlusslicht Germania Großkrotzenburg. Da trifft es sich gut, dass mit Christopher Stein und dem zuletzt gesperrten Stjepan Jurisic zwei Führungsspieler wieder zur Verfügung stehen.

Türk Gücü Friedberg hat bereits am Mittwoch mit dem 6:0 gegen Geinsheim den Klassenerhalt eingetütet und will laut Trainer Mustafa Fil trotzdem „in den letzten Spielen noch Gas geben“. Am Sonntag kommt der stark abstiegsbedrohte VfR Fehlheim nach Ober-Rosbach, laut Fil „ein schwieriger Gegner, für den es um alles geht“. Jetzt, da die Friedberger in Sachen Ligaverbleib Gewissheit haben, wollen sie schnellstmöglich ihr Team für die kommende Saison zusammenstellen. Geht es nach Fil, wird sich gar nicht allzu viel ändern. „Wir gehen jetzt in die Gespräche, die meisten Spieler haben es verdient, dass wir mit ihnen weiter planen“, verrät er.

Erst einmal vorlegen

Der FV Bad Vilbel muss heute also gegen Hanau vorlegen und kann ansonsten nur noch auf Ausrutscher von Neu-Isenburg und Ginsheim hoffen. Das noch alles passieren kann, wissen die Wetterauer aus leidvoller Erfahrung selbst am besten: In der vergangenen Saison patzte das Team von Trainer Amir Mustafic am letzten Spieltag und verpasste nach dem 2:2 bei Kickers Offenbach II als Dritter um einen Punkt die Aufstiegsrunde. „Wir müssen erst einmal zusehen, dass wir gegen Hanau gewinnen, was schon nicht ganz so einfach wird, denn da ist viel individuelle Qualität in der Mannschaft. Und ansonsten können wir ja nur abwarten, was die anderen machen“, weiß der Coach, der mit seiner Mannschaft ja nur zufrieden sein kann angesichts der Leistungen nach der Winterpause. Neun Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage sind jedenfalls eine bärenstarke Bilanz, zumal auch die beiden Topteams zu den „Opfern“ der Wetterauer gehörten.

(rst)
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