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Lotto Hessen: Nur in Hessen hat die höchste Fußball-Liga einen Sponsor

Von In Grünberg ging die Vorrundenbesprechung der Fußball-Hessenliga über die Bühne.
Foto: © Vitaly Krivosheev - Fotolia.com
Grünberg. 

Dass keine Berichterstatter zur Sitzung der Vereinsvertreter der Hessenligisten zugelassen gewesen sein sollen, wollte Verbandsfußballwart Jürgen Radeck (Ortenberg) so nicht stehen lassen. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) habe lediglich – wie schon in den letzten Jahren üblich – den Teil der Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten, in dem es um die Inhalte der Verträge mit Ligasponsor Lotto Hessen gegangen sei. „Der sehr ausgiebige Hauptteil der Sitzung war wie immer dazu da, die neuen Hessenligisten über die Vereinbarungen mit den Sponsoren zu unterrichten und mit den Vereinen über finanzielle Regelungen zu sprechen. Dass man über Vertragsinhalte nur intern spricht, ist bei uns üblich“, stellte Radeck klar. Erst am Ende der Besprechung sei es noch kurz um den Spielbetrieb gegangen, sprich um Termine, Eintrittspreise (bleiben bei 7 Euro) sowie die Auf- und Abstiegsregelung. „Es gab zu diesem Termin keine Einladung, weil wir niemandem zumuten wollten, wegen diesen 15 Minuten 100 Kilometer anzureisen. Aber wir stellen selbstverständlich alle diesbezüglichen Informationen zur Verfügung“, sagte der Klassenleiter noch. Die wenigen trotzdem angereisten Zeitungsvertreter mussten das unter Murren akzeptieren.

Dem Thema Ligasponsoring große Aufmerksamkeit zu widmen, lohnt sich laut Jürgen Radeck allemal: „Wir sind der einzige Landesverband, dem es gelungen ist, einen Sponsor für seine Oberliga zu finden. Mit Lotto Hessen gehen wir jetzt schon in die dritte Runde, darauf sind wir sehr stolz.“ Aus den zur Verfügung gestellten Geldern wird unter anderem die Aufzeichnung aller Hessenliga-Spiele durch eine in Stuttgart ansässige Firma finanziert, die auch mit den Regionalligen zusammenarbeitet. Alle Vereine haben Zugriff auf die Spielberichte und können diese zu Video-Analysen nutzen, also zur Verbesserung der eigenen Mannschaft oder um Stärken und Schwächen der Gegner zu ermitteln. „Die Trainer sind von diesem Service natürlich begeistert“, weiß Radeck.

Am Spielgeschehen ändert sich in der neuen Saison nichts. Wie zuletzt erwirbt der Meister das Aufstiegsrecht zur Regionalliga Südwest. Sollten einer oder mehrere Vereine auf den Aufstieg verzichten, kann maximal der Tabellenvierte nachrücken. Um den zunächst dem Tabellenzweiten zustehenden Platz in der Aufstiegsrunde übernehmen zu können, muss man mindestens Fünfter werden. Drei Absteiger bleiben der Regelfall, maximal kann es bei einem vermehrten Abstieg aus der Regionalliga fünf Mannschaften „erwischen“.

Etwas kurios verlief die Terminplan-Abstimmung, gleich 22 Heimspiele mussten verlegt werden, weil der jeweilige Verein nicht über die Sportanlage verfügen kann. Gleich dreimal trifft das die Spvgg. Neu-Isenburg, beispielsweise wegen eines Kinderturnfestes. Beim KSV Baunatal steht unter anderem ein Rock-Konzert im Parkstadion dem Fußball im Weg, und das Stadion in der Johannisau in Fulda wird saniert, die Borussia kann dort im August überhaupt nicht spielen.

Los geht es in der Hessenliga schon am 28. Juli. Nur Aufstiegsrunden-Sieger Neu-Isenburg hat dann noch frei. „Sie hatten die kürzeste Pause, also haben wir diesem Wunsch aus Gründen der Fairness natürlich entsprochen“, stellte Radeck klar. Das Team von Trainer Peter Hoffmann startet also am 5. August in Lehnerz in die Runde.

Und zu noch einer Sache gab der Verbandsfußballwart eine ehrliche Einschätzung ab, nämlich zum Nutzen der vor zwei Jahren eingeführten Regelung, dass wie im Profifußball auch in der Hessenliga und den Landesligen eine Gelb-Rote Karte ein Spiel Sperre nach sich zieht: „Gefühlt hat das überhaupt keinen Effekt.“ Was für die Hessenliga kein Problem darstelle, denn dort sei in Sachen Fairness ohnehin „alles absolut im Rahmen“.

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