E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Fußball-Hessenliga: Ohne die nötige Ernsthaftigkeit

Von Auf das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten hatte man viel Hoffnung gesetzt, doch die platzte wie eine Seifenblase. Die „Roten“ hielten einfach nicht genügend dagegen.
Gefahr vor dem Frankfurter Tor: Rot-Weiss-Keeper Daniel Duschner beobachtet das Kopfballduell zwischen Vellmars Robin Wissemann (Nr.12) und Zie Moussa Ouattara. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Gefahr vor dem Frankfurter Tor: Rot-Weiss-Keeper Daniel Duschner beobachtet das Kopfballduell zwischen Vellmars Robin Wissemann (Nr.12) und Zie Moussa Ouattara.
Frankfurt. 

Die Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten muss man gewinnen, lautete die logische Rechnung bei Rot-Weiss Frankfurt, sonst ist der Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga nicht mehr möglich. Doch schon nach der 2:3 (1:0)-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten OSC Vellmar liegt man drei Punkte hinter der eigenen Kalkulation zurück.

Das Duell zweier angeschlagener Mannschaften lebte auch von Fehlern, was ja keine große Überraschung war. Beide hatten nach der Winterpause zwar ein Spiel gewonnen, aber auch zwei verloren und dabei zehn Gegentreffer kassiert. Warum, wurde in manch konfuser Abwehraktion deutlich.

Das 1:0 für die leicht überlegen beginnenden Gastgeber verschuldete Vellmars Mittelfeldspieler Simon Kauf mit einem total überflüssigen Foul an Mirkan Kara, der gerade in Begriff war, den Strafraum in hohem Tempo in Richtung Seitenlinie zu verlassen, wohin auch der Ball unterwegs war. Rot-Weiss-Kapitän Damir Topcagic brachte sein Team dann vom Elfmeterpunkt in Führung (19.). „Wir haben es uns mit dämlichen Fehlern selbst schwer gemacht“, kommentierte Vellmars Trainer Mario Deppe treffend.

Die Frankfurter waren zwar mehr am Ball, vor dem Vellmarer Tor aber oft zu eigensinnig. Die Folgen wurden in der 31. Minute deutlich, als Mirkan Kara bei einem Konter in Vier-gegen-drei-Überzahl abgedrängt wurde und querlegte, aber gar kein Teamkollege mehr bis zum Ende mitgelaufen war, der den Ball ins leere Tor hätte schieben können. Zu oft hatten sie zuletzt diese Wege umsonst gemacht.

Im zweiten Abschnitt war auf beiden Seiten mehr los. Erst jagte Vellmars Kapitän Christian Wollenhaupt zwei Minuten nach Wiederbeginn den Ball nach einer Ecke zum 1:1 unter die Latte, dann ließen sich die Gäste vom leichtfüßigen Henok Teklab regelrecht austanzen und Rot-Weiss Frankfurt führte wieder (64.).

Und dann stemmte sich der OSC Vellmar doch noch mit allem was er hatte gegen die drohende Niederlage. Man merkte auch außerhalb des Platzes, dass noch Leben drin war im Team der Gäste – und dass die „Roten“ irgendwie im Freundschaftsspielmodus verharrten. „Ich habe nach dem 2:1 gehofft, dass sie jetzt als Mannschaft voll da sind, aber dem war nicht so“, sagte der enttäuschte Co-Trainer Manfred Meyer später.

Schwächen bei Eckbällen

Tatsächlich war die Abwehrhaltung vor allem bei den folgenden Eckbällen für die Gäste nicht ausreichend für die Hessenliga – und auch die eine oder andere Klasse weiter unten hätte man so nicht bestehen können. Nach einer Ecke brachte Maximilian Blahout den zu kurz abgewehrten Ball scharf zurück in die Mitte, Frankfurts Innenverteidiger Zie Moussa Quattara grätschte die Kugel dann ins eigene Tor (68.). Etwas später kam Christian Brinkmann nach einer Ecke sowas von ungehindert zum Kopfball, dass man sich nur wundern konnte (76.). Die krampfhaften Frankfurter Versuche, nach dem 2:3 noch etwas zu reparieren, reichten dann nicht mehr für die nun wie die Löwen um den Sieg kämpfenden Nordhessen.

„Schon die Vorbereitung auf das Spiel war schwierig, viele haben im Training gefehlt, wenige hatten die nötige Kraft. Trotzdem haben wir am Anfang viel investiert – umso erstaunlicher ist doch, dass man hinten raus das Gefühl haben konnte, dass bei manchem die Ernsthaftigkeit gefehlt hat“, stellte Meyer fest.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen