Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 26°C

Offenbacher Ruder-Regatta: Perfekte Organisation

Von Im Gegensatz zu Frankfurt, Hanau und Mühlheim hat Offenbach noch zwei Ruder-Regatten – am Wochenende ging es in Bürgel aufs Wasser.
Blick aufs Ufer: Wieder einmal ruderten zahllose Boote vorbei am Bürgeler Clubhaus in Richtung Ziel. Blick aufs Ufer: Wieder einmal ruderten zahllose Boote vorbei am Bürgeler Clubhaus in Richtung Ziel.
Offenbach. 

Als Laie, der am Main entlang kommend Bürgel erreicht und die vielen Boote im Wasser sieht, schüttelt man nur den Kopf: Bei so großen Wellen wollen die Ruderer um den Sieg kämpfen?

Die Sportler klären den Betrachter aber schnell auf. „Hier ist das Wasser viel ruhiger als bei uns. In der Frankfurter City sorgt die Kai-Mauer dafür, dass die durch den Schiffsverkehr und den Wind entstandenen Wellen zurück prallen, was das Rudern erschwert. Hier ist das Ufer flacher, die Wellen können auslaufen“, erklärte Tobias Teschke, der bei der 93. Offenbacher Ruder-Regatta rund 20 Jugendliche der Frankfurter RG Germania betreute.

„Ich finde die Bedingungen hier gut. Der Wind bläst quer, die Strecke ist teilweise durch Bäume geschützt. Da hatten wir bei der Frühjahrs-Regatta im Offenbacher Hafen am Kaiserlei viel schlimmere Wasser-Bedingungen“, betonte auch Gerhard Fitzky, Trainer von acht Nachwuchsruderern des WSV Waldshut. Sechs Stunden lang dauerte die Anreise von der schweizerischen Grenze nach Offenbach. „Das ist das Maximum, was wir für die Fahrt zu acht bis zehn Regatten im Jahr zurücklegen“, berichtet die 16-jährige Juliane Huber.

Die Badener waren zum ersten Mal in Bürgel am Start. „Wir haben in zweieinhalb Wochen die Landesmeisterschaften, brauchen bis dahin Wettkampferfahrung . Die besten Jugendlichen des Vereins sind beim Bundeswettbewerb der Kinder bis 14 in Berlin, eine Gruppe von acht Ruderern im Alter zwischen 14 und 16 habe ich hierher nach Offenbach gebracht“, erklärte Gerhard Fitzky, der sich von der Regatta begeistert zeigte. „Alles ist sehr gut organisiert. Auf der Wiese neben dem Fluss ist genug Platz für die Boote, gleich dahinter kann man die Zelte aufbauen, in denen die Teilnehmer übernachten. Die Verpflegung ist sehr gut, die Organisation perfekt. Wir kommen sicher wieder.“ Er betrachte die Regatta als Übungsrennen: „Leistungs-Spitzensportler sind hier rar. So bekommen unsere Ruderer auch Erfolgserlebnisse. Ab und an muss man auch gewinnen, sonst verliert man die Lust.“

Ein Blick in die Teilnehmerliste offenbarte etliche Ruderer aus Bundesländern außerhalb Hessens. Nicht nur die Waldshuter nahmen eine mehrstündige Anfahrt in Kauf. „Die Anzahl der kleineren Regatten nimmt ständig ab. In der Region verschwanden die früher ausgetragenen traditionellen Wettbewerbe in Frankfurt, Hanau, Mühlheim. Jetzt wird nur noch zweimal im Jahr in Offenbach und in Großostheim gefahren. Die nächsten Regatten finden in Limburg, Wiesbaden, Mannheim und in Gießen statt“, erklärt Annika Schmidt, Pressewartin des Ausrichters WSV Bürgel. Mit 600 Meldungen sei man sehr zufrieden. „2016 waren es 800. Aber da fand ausnahmsweise der Bundeswettbewerb nicht parallel zu unserer Regatta statt.“

Die Saison hört praktisch mit der Deutschen Meisterschaft auf. Eine Woche danach findet traditionell die Offenbacher Regatta statt. Ein willkommener Anlass, bis zu den Hessenmeisterschaften in Eschwege (30. September) noch ein paar Siege einzuheimsen. Dadurch, dass die Regatta auf der 500 Meter Strecke ausgefahren wird, sind Mehrfachstarts möglich. Zwei bis drei Rennen bestreitet man üblicherweise pro Tag. Annike Schmidt hält wohl den Rekord. 2015 bestritt sie auf der Heim-Regatta an den beiden Tagen insgesamt 13 Rennen.

Sie war die bislang letzte Leistungs-Juniorin des WSV Bürgel, die zu den 2000 Meter langen Regatten fuhr. Diesmal gingen rund 50 der 260 Vereinsmitglieder aufs Wasser, sowohl in Ruderbooten als auch in Kanu mit einem Paddel. „Wir veranstalten auch Wanderfahrten. Zuletzt waren wir in Hamburg und sind zur Philharmonie gefahren“, berichtet Schmidt.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse