E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 22°C

Squash: Platz zwei soll es sein

Von Ungeachtet der eingeplanten Niederlage in Worms (siehe Extratext): Der SC Monopol Frankfurt steuert in die Bundesliga-Endrunde an.
Sehr talentiert: Der bisherige Maintaler Johannes Dehmer-Saelz, immerhin schon die Nummer neun in Deutschland, spielt jetzt für den SC Monopol Frankfurt. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Sehr talentiert: Der bisherige Maintaler Johannes Dehmer-Saelz, immerhin schon die Nummer neun in Deutschland, spielt jetzt für den SC Monopol Frankfurt.
Frankfurt. 

Alles verlief (fast) wie vorgesehen. Überraschend war vielleicht, dass der Sieg gegen Neuling SC Karlsruhe mit 4:0 so deutlich ausfiel. Das 0:4 in Worms entsprach den bestehenden Kräfteverhältnissen in der Squash-Bundesliga.

„Diese Mannschaft steht weit über dem Rest des Feldes. Aber dahinter wird es spannend. Die Südgruppe ist ausgeglichener denn je. Der Vorjahreserste Stuttgart hat mit Nationalspieler Yannick Omlor und Ben Petzold zwei Stammspieler verloren, die anderen haben sich fast alle verstärkt“, fasst Monopol-Spielführer Kai Wetzstein zusammen. An den Ambitionen der eigenen Mannschaft lässt er keine Zweifel aufkommen. Bei der nächsten Endrunde zur Deutschen Meisterschaft will unserer Verein nicht nur mit dem Damen-Team, sondern auch mit den Herren vertreten sein.

In der Praxis bedeutet das: Frankfurt muss in der Südgruppe Platz zwei hinter Worms belegen. „Das ist machbar“, meint Wetzstein mit Hinweis auf die Ausgeglichenheit der Frankfurter Mannschaft. In die vermeintlich entscheidenden Duelle mit Stuttgart könnte Monopol an Position eins und zwei mit dem Belgier Jan Van den Herrewegen sowie dem Engländer Tom Walsh gehen. Und dahinter ein Paar aus dem routinierten Trio Florian Silbernagl, Kai Wetzstein und Johannes Voit aufbieten.

Der RC Worms will es wissen

Gegen Worms wird es in der Südgruppe wohl für keinen der Widersacher etwas zu holen geben. Der mehrmalige Deutsche Meister will in diesem Jahr dem Serien-Champion Paderborner SC ein Bein stellen.

clearing

Am Doppelspieltag zum Auftakt sah die Formation jedoch anders aus. Da trat man „in Reminiszenz an die aus der Bundesliga ausgeschiedenen Maintaler“, wie Hallensprecher Frank Bormann meinte, mit drei früheren Spielern des SC Yellow Dot Maintal an.

Als Erster ging der erst 18-jährige Johannes Dehmer-Saelz „in den Käfig“, ein großes Talent, mittlerweile schon Nummer neun der deutschen Rangliste. Dass er sich gegen den 37-jährigen Matthias Heinemann drei Sätze lang schwer tat, lag weniger an seiner Spielweise – er spielt für sein Alter schon sehr variabel – sondern an einer Erkältung. „Erst sah es noch aus, als könnte ich gar nicht spielen. Dann wurde es besser – aber im Match hatte ich dann schon erhebliche Probleme“, so Dehmer-Saelz, der das Glück hatte, dass im vierten Satz sein Gegner konditionell bedingt noch mehr nach Luft schnappen musste. „Beim SC Monopol fühle ich mich wohl. In Maintal waren wir ein zusammengewürfelter Haufen. Jeder wohnte und trainierte woanders, hier ist das Team eine Einheit“, betont der Bundeswehr-Soldat, der sich in der Grundausbildung befindet.

Nach dem souveränen Sieg von Kai Wetzstein, der schon länger in Frankfurt spielt, aber in Maintal das „Handwerk“ erlernte, kam mit Roshan Bharos der zweite Neuzugang aus Maintal an die Reihe. Das Duell zwischen dem Niederländer und Routinier Ben Petzold war spannend, aber unschön anzuschauen. Die beiden Protagonisten passten nicht zueinander. Zu ähnlich war ihre Spielweise. Beide spielen selten einen Gewinnerschlag, beide haben ähnliche Laufwege. So viele „Letbälle“ (Wiederholung wegen Behinderung) und Strafpunkte („Stroke“) sind in einem Match nur selten zu sehen.

Heißes Fünfsatzduell

Die drei Punkte waren nach den drei Siegen unter Dach und Fach. Das letzte Spiel bestritt Florian Silbernagl, der einzige im Frankfurter Quartett ohne Maintaler Vergangenheit. Der 28-Jährige hat sich entschlossen, keine Ranglistenturniere mehr zu spielen, von der Klasse her könnte er es aber immer noch. Sein Widersacher Robin Ebert ist der Grund für den Start des SC Karlsruhe im Oberhaus. Bis 2010 wurde dort lange Jahre in der Ersten oder Zweiten Bundesliga gespielt. Zuletzt trat Karlsruhe in der Baden-Württemberg-Liga an. Ebert, gerade Deutsche Jugend-Meister geworden, wollte unbedingt Bundesliga spielen. Um seinen Weggang zu verhindern – vor allem der SC Monopol hatte sein Interesse bekundet – entschlossen sich die Verantwortlichen, wieder ein Team zu melden. Silbernagl und Ebert boten das beste Spiel des Tages, ein heißes Fünfsatzmatch mit viel Witz und Tempo, in dem die größere Routine des Frankfurters entschied.

SC Monopol – SC Karlsruhe 4:0. – Roshan Bharos/Niederlande – Ben Petzoldt 11:2, 10:12, 11:9, 11:13, 11:8, Florian Silbernagl – Robin Ebert 11:7, 8:11, 7:11, 15:13, 11:6, Kai Wetzstein – Loic Hennard/Frankreich 11:4, 11:2, 11:8, Johannes Dehmer-Saelz – Matthias Heinemann 14:12, 13:11, 8:11, 11:3.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen