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Rawcliffe: „Rugby bekommt durch Olympia Zuneigung“

Unternehmensberater Ian Rawcliffe ist der designierte neue Präsident des Deutschen Rugby-Verbands (DRV), seine Wahl am Samstag beim Verbandstag in Hannover nur eine Formsache.
Frankfurt. 

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Zwischen 1996 und 2004 hatte der 64 Jahre alte Engländer, der seit 1975 in Rödermark lebt, bereits den DRV geführt. Über seine Intentionen und Ziele unterhielt sich Rawcliffe mit Stefan Fritschi.

Herr Rawcliffe, was hat Sie dazu bewogen, wieder Präsident des deutschen Rugby-Verbands zu werden?

IAN RAWCLIFFE: Man kann auch als Funktionär Spaß an Rugby haben. Rugby ist eine wachsende Sportart in Deutschland. Ich bin sicher, dass Rugby durch Olympia eine große Zuneigung bekommen wird (2016 ist Rugby nach 92 Jahren wieder olympisch, d. Red.).

Hat Vizepräsident Jürgen Zeiger viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, damit Sie wieder an die DRV-Spitze zurückkehren?

RAWCLIFFE: Nicht sehr viel. Unser Verband ist in einem viel besseren Zustand als 1996, als ich angefangen hatte. Zwar hatte der DRV noch vor drei Jahren finanzielle Probleme, die schwer zu verkraften waren. Der Trend ist aber nun wieder positiv.

Was wollen Sie ändern, anders machen als Ihr Vorgänger Ralph Götz, der nur zwei Jahre im Amt war?

RAWCLIFFE: Nicht viel. Aber ich werde in der Schüler- und Jugendarbeit ansetzen. Ein anderer Punkt ist, einen Sponsoren zu finden, der sich langfristig engagiert. Ich nenne mal ein Beispiel: Adidas investiert eine zweistellige Millionensumme - aber nicht in Deutschland, sondern in Neuseeland.

Wie ist der Spagat zwischen 7er- und 15er-Rugby zu bewältigen? Der DRV ist nur ein kleiner Verband.

RAWCLIFFE: Das ist schwierig. Lange hat man beim DRV die politische Dimension unterschätzt. Wir sind ein Amateurverband, der abhängig ist vom DOSB und BMI. Ich werde versuchen, die Kontakte zu diesen Institutionen zu verbessern und zu verdeutlichen, dass beide Spielvarianten wichtig sind und nicht nur das olympische 7er. Ich zähle mich zu den Liebhabern beider Arten. Das Training ist das gleiche, aber die taktischen Voraussetzungen sind anders. Im 15er kann für jeden eine Spielposition gefunden werden. Im 7er kann nicht jeder mitspielen. Das ist für Sprinter gedacht, es gibt wenig Körperkontakt und ist einfach zu verstehen.

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