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Jugendfußball: Rettung in allerletzter Sekunde

Was für ein Finale in der U19-Bundesliga Süd/Südwest: Während Bayern München noch den Staffelsieg verspielte, hielt Eintracht Frankfurt in letzter Sekunde die Klasse.
Jung-Profi Deji Beyreuther hielt die Eintracht-Junioren mit seinem Treffer in der Nachspielzeit in der Bundesliga. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Jung-Profi Deji Beyreuther hielt die Eintracht-Junioren mit seinem Treffer in der Nachspielzeit in der Bundesliga.
Frankfurt. 

Die A-Jugendfußballer von Eintracht Frankfurt waren fast schon abgestiegen, doch in der Nachspielzeit traf Deji Beyreuther noch zum 2:3 (1:0) beim FC Heidenheim – und genau dieses Tor machte am Ende den Unterschied im Vergleich mit dem SV Wehen Wiesbaden, der nach dem 1:1 gegen Nürnberg abgestiegen ist. Bei gleicher Punktzahl und Tordifferenz hat die Eintracht nach 26 Spielen durch einen mehr erzielten Treffer die Nase vorn.

Auch an der Spitze sind am Ende zwei Teams punktgleich. Der TSG Hoffenheim reichte ein 1:1 gegen Stuttgart, um die Münchner Bayern nach deren 0:3 in Augsburg noch abzufangen. Im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft trifft die TSG auf West-Meister Schalke. Im zweiten Semifinale trifft Nord/Nordost-Meister Hertha BSC auf Titelverteidiger Borussia Dortmund, Zweiter der West-Gruppe.

Die Eintracht, die schon eine Woche zuvor beim Zwischenstand von 0:2 gegen Unterhaching so gut wie abgestiegen schien, sich aber noch ein 3:2 erkämpfte, musste in Folge dieser Partie auf die gesperrten Miguel Torcuatro und Nick Förster sowie den verletzten Nils Stendera verzichten.

Das machte sich zunächst bemerkbar: Heidenheim war zu Beginn das tonangebende Team. Doch die Frankfurter steigerten sich und gingen durch Justin Kabuya in Führung (44.), nachdem Beyreuther noch mit einem Foulelfmeter an Torwart Christopher Junker gescheitert war (33.).

Mit zunehmender Spielzeit zeigte die Eintracht immer deutlicher Nerven. Spätestens nach dem 1:1 durch Kevin Sessa (59.) ging erst einmal gar nichts mehr. Und nach dem Heidenheimer Führungstreffer durch Gökalp Kilic (78.) und dem 3:1 durch Jermain Ibrahim (86.) schien der Abstieg beschlossene Sache zu sein.

Aber natürlich hatte irgendwer ausgerechnet, dass ein Tor doch noch die Rettung bringen würde und so hofften die allerkühnsten Optimisten immer noch auf ein Happy End, als Beyreuther in der Nachspielzeit 20 Meter vor dem Heidenheimer Tor zum Freistoß antrat. Und tatsächlich: Die allerletzte Aktion der Partie brachte noch den einen Treffer, der das böse Ende einer Horrorsaison noch abwendete. Unter anderem hatten die schwachen Auftritte der Mannschaft die beiden Ex-Eintracht-Profis und Publikumslieblinge Alexander Schur und Uwe Bindewald ja die Trainerjobs gekostet.

„So etwas habe ich in 23 Jahren als Trainer noch nicht erlebt“, stöhnte der völlig fertige Schur-Nachfolger Frank Leicht später, der sicher noch nie eine Niederlage so sehr gefeiert hatte wie jene in Heidenheim. Ganz ähnlich ging es Armin Kraaz, dem Leiter des Eintracht-Leistungszentrums: „Die Mannschaft hat sich ganz zum Schluss für ihre tolle Moral belohnt.“

(rst)

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