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Fußball: Rot-Weiss Frankfurt: Kapitän auf der Kippe

Vermutlich steht der Meister seit Dienstag fest: Nach dem 2:2 gegen Baunatal hat der TSV Lehnerz satte acht Punkte Rückstand auf Hessen Dreieich – und jetzt genauso viele Spiele absolviert wie der Spitzenreiter.
Unter Beobachtung: Frankfurts Luka Scholten im Spiel gegen Ginsheim. Auch Schiedsrichterin Wiebke Schneider schaut genau hin. Foto: Uwe Kramer Unter Beobachtung: Frankfurts Luka Scholten im Spiel gegen Ginsheim. Auch Schiedsrichterin Wiebke Schneider schaut genau hin.
Frankfurt. 

Die Spannung dürfte endgültig raus sein aus dem Titelrennen der Fußball-Hessenliga. Dass Tabellenführer Hessen Dreieich an den letzten fünf Spieltagen noch einen Acht-Punkte-Vorsprung verspielt, erscheint jedenfalls mehr als unwahrscheinlich. Davon abgesehen, dass es wegen des verlorenen direkten Vergleichs sogar neun Zähler sind, die der TSV Lehnerz gutmachen müsste.

Positiv aus Sicht von Rot-Weiss Frankfurt war das 9:0 von Borussia Fulda gegen Viktoria Griesheim am Mittwoch. Denn so sind die „Roten“ im Abstiegskampf weiter im Geschäft. Allerdings müssen sie sich im Heimspiel gegen den FC Ederbergland am morgigen Samstag (alle Spiele 15 Uhr) vor allem einmal selbst helfen – es muss unbedingt ein Sieg her. „Klar, wir wollen gewinnen und nach dem letzten Strohhalm greifen. Die Stimmung im Trainingsbetrieb ist gut, und vielleicht haben wir ja das Glück des Tüchtigen, dass es wirklich nur zwei Absteiger gibt“, sagt Trainer Hicham Tahrioui. Dass sich seiner unerfahrenen Mannschaft immer noch eine Chance bietet, sei „eigentlich Wahnsinn“, findet sogar er. Nicht mehr im Abstiegskampf mithelfen kann Ibrahim Cigdem, dessen Verletzung doch nicht so weit auskuriert ist, wie er gehofft hatte. Dafür ist Henok Teklab wieder mit von der Partie, der zuletzt eine Gelb-Rot-Sperre absitzen musste. Inwieweit es für den von einer Verletzung genesenen Patrick Gürser schon zu einem Einsatz reicht, darüber muss sich Tahrioui kurzfristig mit dem Mittelfeldspieler verständigen. Auch Routinier Zissis Petkanas könnte noch einmal mit von der Partie sein. Auf der Kippe steht der Einsatz von Kapitän und Innenverteidiger Damir Topcagic (Rückenverletzung), und Emrah Tahirovic weilt aus privaten Gründen im Ausland.

Die Spvgg. Neu-Isenburg ist seit dem 2:0 gegen Griesheim vom vergangenen Sonntag aus dem Schneider und kann für ein weiteres Jahr in Hessens höchster Spielklasse planen. Am Samstag geht es für die Mannschaft von Trainer Peter Hoffmann zu Rot-Weiß Hadamar. „Wir wollen schon noch Punkte holen“, sagt Hoffmann, er wird aber Stammkeeper Lazar Kacarevic eine Pause und Ersatzmann Andreas Rudolf einen Einsatz gönnen. Mit Lars Wohlfahrt vom Kreisoberligisten TSG Neu-Isenburg und Dejan Djordjevic vom Verbandsligisten TS Ober-Roden stehen übrigens schon zwei Neuverpflichtungen für die nächste Saison fest. Bis Ende Mai soll auch alles andere geregelt sein, „damit im Juni alle im Verein Pause haben“, sagt Hoffmann.

Rechnerisch ist Hessen Dreieich noch nicht durch, könnte aber morgen mit einem Sieg gegen Griesheim das Mindestziel Platz zwei und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde unter Dach und Fach bringen. Ein Sieg aus fünf Spielen würde dafür in jedem Fall reichen. Doch Rudi Bommer wäre nicht er selbst, würde er das Spiel bei den in diesem Jahr noch punktlosen Griesheimern nicht ernst nehmen: „Klar sind sie schwer angeschlagen, da brauchen wir nicht drumherum zu reden. Ich bin aber 42 Jahre in diesem Geschäft und habe schon alles erlebt. Wenn man den Gegner auf die leichte Schulter nimmt, bekommt man die Quittung. Deswegen gilt für uns das Credo, das uns bereits die gesamte Saison begleitet: Geduld, Konzentration und Wille.“

(rst)

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