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Fußball-Hessenliga: Rot-Weiss Frankfurt: Wie ein Absteiger

„Das war extrem enttäuschend“, sagte Coach Hicham Tahrioui zum Auftritt seines Teams, das beim 0:6 in Ginsheim kaum Gegenwehr zeigte. Nur eine Woche nach dem Hoffnung machenden 4:2 gegen Lohfelden spielte Rot-Weiss Frankfurt wieder wie ein Absteiger.
Immer ein Auge auf den Ball haben: Der zweifache Ginsheimer Torschütze Mahdi Mehnatgir (links) versucht auf der rechten Außenbahn den Frankfurter Batuhan Özyürek ins Leere laufen zu lassen. Foto: Uwe Kramer Immer ein Auge auf den Ball haben: Der zweifache Ginsheimer Torschütze Mahdi Mehnatgir (links) versucht auf der rechten Außenbahn den Frankfurter Batuhan Özyürek ins Leere laufen zu lassen.
Frankfurt. 

So bleibt man gewiss nicht in der Fußball-Hessenliga: Rot-Weiss Frankfurt legte beim VfB Ginsheim einen desolaten Auftritt hin und verlor auch in dieser Höhe verdient 0:6 (0:3). Für die Beschreibung der Leistung seines Team verwendete der sich sonst stets gewählt ausdrückende Trainer Hicham Tahrioui ein Wort mit den Anfangsbuchstaben S, c und h. Man konnte es ihm nicht verdenken.

Spaß machte Fußball bei eisigem Wind an der Mainspitze ohnehin nur bedingt. Die Gastgeber machten das beste daraus, während die ohne die verletzten Moussa Ouattara, Velibor Velemir, Ibrahim Cigdem und Zeki Ech-Chad angereisten Frankfurter wie erstarrt schienen. „Ich habe der Mannschaft keinen Druck gemacht und nicht gesagt: ,Wir müssen hier drei Punkte holen‘, aber ich hatte schon eine bestimmte Vorstellung, wie wir auftreten wollten. Immerhin hatten wir die ganze Woche alles reingelegt in die Vorbereitung auf das Spiel. Nichts davon ist uns geglückt“, stellte der unglückliche Trainer der Frankfurter fest.

Nur ganz am Anfang, bei einer Chance für Mirkan Kara, die Ginsheims Schlussmann David Stägemann zunichte machte, war ein anderer Spielverlauf denkbar. Dann verursachte Frankfurts Keeper Daniel Duschner einen Foulelfmeter, dessen Berechtigung die Gäste anzweifelte. Der zuvor gefoulte Mahdi Mehnatgir verwandelte den Strafstoß von den Protesten unbeeindruckt zum 1:0 (12.).

Ein Wirkungstreffer

Bei den „Roten“ und besonders bei Duschner zeigte der erste Treffer Wirkung. Und das wurde nicht besser, nachdem er vor dem 2:0 nicht entschlossen genug aus seinem Kasten herauskam und Nils Fischer deswegen nicht mehr am 2:0 hindern konnte (35.). Kurz darauf rückten die Frankfurter zu langsam hinten heraus, Mehnatgir legte quer auf Simon Geisler, der zum 3:0 einschob (41.).

Nach der Pause ging es genauso weiter. Duschner parierte einen Schuss von Mehnatgir, doch Fischer staubte zum 4:0 ab (58.). Beim 5:0 bekam Fischer den Ball vom Torhüter der „Roten“ auf den Kopf serviert (66.). Mehnatgir sorgte für den Endstand.

„Die Art und Weise hat mir nicht nur nicht gefallen, das war richtig sch. . .“, schimpfte Tahrioui noch am nächsten Morgen auf dem Weg auf den Feldberg – er wollte sich bei einem Naturerlebnis von der bitteren Niederlage erholen. Für den heutigen Montag kündigte er ein intensives Videostudium der Partie in Ginsheim an: „Die Jungs können froh sein, wenn sie nicht das ganze Spiel noch einmal sehen müssen.“

(rst)

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