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Fußball: Rot-Weiss Frankfurt bekommt Besuch aus der Barockstadt

Rot-Weiss Frankfurt empfängt vielleicht zum letzten Mal Borussia Fulda – die Osthessen erwarten heute das Votum der Mitglieder des TSV Lehnerz für eine Fusion zur „SG Barockstadt“.
Unter Druck: Emrah Tahirovic (links) und Rot-Weiss Frankfurt. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Unter Druck: Emrah Tahirovic (links) und Rot-Weiss Frankfurt.
Frankfurt. 

Dass Rot-Weiss Frankfurt ausgerechnet am morgigen Samstag (15 Uhr) auf Borussia Fulda trifft, wird nicht jedem gefallen. Denn möglicher Weise steht beim Anpfiff schon fest, dass der Traditionsverein seine Mannschaft aus der Hessenliga zurückziehen wird. Geplant ist ein Zusammenschluss mit dem Stadtrivalen TSV Lehnerz. Wird das bei Zeiten offiziell, gibt es in der Hessenliga einen Absteiger weniger, weil der Platz der Borussia dann frei wäre. Und das könnte Rot-Weiss Frankfurt ja durchaus neue Perspektiven eröffnen.

Mit einer laschen Einstellung des Gegners kann Rot-Weiss Frankfurt sicher nicht rechnen. Fuldaer Fans, die sich gegebenenfalls von dem Namen Borussia verabschieden müssen, marschierten beim letzten Heimspiel in schwarz gekleidet ins Stadion, trugen bei Kerzenlicht einen Sarg symbolisch zu Grabe und protestierten so gegen den Zusammenschluss mit dem Stadtrivalen TSV Lehnerz. Die Spieler, das hat Trainer Henry Lesser schon kund getan, seien aber gewillt, Charakter zu zeigen und sich mit Anstand aus der Liga zu verabschieden.

Auch Rot-Weiss-Trainer Hicham Tahrioui dürfte sich auf einer Abschiedstournee befinden, denn sein Nachfolger soll mit Ex-Profi Slobodan Komljenovic bereits feststehen (wir berichteten). Was nichts daran ändert, dass Tahrioui alles für den Klassenerhalt tun will. „Noch haben wir die Chance, die Saison zu retten“, sagt er – und schweigt zu Personalfragen. Und auf die Spieler will der Coach auch nicht draufhauen: „Die haben viel durchgemacht in dieser Saison.“

Mit Teutonia Watzenborn-Steinberg und dem SC Waldgirmes verabschiedeten sich unter der Woche zwei Konkurrenten von Hessen Dreieich aus dem Titelrennen. Die Bommer-Elf strebt am Samstag in Waldgirmes den sechsten Sieg hintereinander an (15 Uhr).

Angesichts der jüngsten Entwicklung die mögliche Fusion Lehnerz/Fulda betreffend, habe er „den Jungs gesagt, dass wir jedes Spiel gewinnen müssen“, erklärt Dreieichs Trainer Rudi Bommer: „Denn am vorletzten Spieltag spielt Lehnerz gegen Fulda, das ist schon eine komische Situation.“

Vor Waldgirmes hat der Ex-Profi großen Respekt: „Die Jungs spielen einen richtig guten Fußball. Und sie haben sicherlich noch das 7:0 aus der Hinrunde im Kopf und wollen etwas gut machen.“ Nikola Mladenovic (Zehenbruch) hat in dieser Woche noch nicht trainiert, dafür stehen die zuletzt angeschlagenen Zubayr Amiri und Josuah Smith wieder zur Verfügung.

Personell am Stock

Die Spvgg. Neu-Isenburg kann nach dem hart erkämpften 2:1 über Schlusslicht Steinbach etwas durchatmen und mit etwas weniger Druck zum KSV Baunatal fahren. Wobei es für eine Entwarnung natürlich viel zu früh ist, wie Trainer Peter Hoffmann betont: „Man weiß ja noch nicht, wie in Lehnerz über den Zusammenschluss mit Fulda entschieden wird und ob es dadurch einen Absteiger weniger gibt. Aber es ist natürlich gut, dass wir jetzt zehn Punkte vor dem Viertletzten stehen.“ Nach vier Spielen in 13 Tagen geht Neu-Isenburg personell am Stock, denn nun fallen Marco Betz und Johannes Günther verletzt aus, Patrick Hartmann ist beruflich verhindert und Damien Letellier noch für dieses Spiel gesperrt.

(rst,leo)

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