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Fußball: Rot-Weiss Frankfurt hat wieder einen Vereinschef

Von Seit Freitagabend ist Ersan Dincer Präsident von Rot-Weiss Frankfurt. Der neue Coach wird wohl erst Donnerstag vorgestellt.
Zaungast im Stadion am Brentanobad ist Ersan Dincer schon länger. Nun schaut er als Präsident genau hin. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Zaungast im Stadion am Brentanobad ist Ersan Dincer schon länger. Nun schaut er als Präsident genau hin.
Frankfurt. 

Ein Zweiter Vorsitzender konnte unter den laut Vereinsangaben rund 70 Mitgliedern nicht gefunden werden, die auf der Außerordentlichen Jahreshauptversammlung von Rot-Weiss Frankfurt in der Vereinsgaststätte am Brentanobad abstimmten. Auch einen neuen Trainer konnte der Fußball-Hessenligist den zahlreich anwesenden Spielern am Freitagabend nicht präsentieren.

Und deshalb musste der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz am gestrigen Montag ein weiteres Mal das Training leiten. Nach dem heutigen Heimspiel gegen Tabellenführer TSV Lehnerz (19.30 Uhr) will er die Rolle als Interimstrainer aber endgültig wieder abgeben.

Seit dem Rücktritt von Präsident Ottmar Klauß Ende August und Schatzmeister Alois Schäfer Anfang September war Rot-Weiss offiziell nahezu führungslos, nur der für die Jugend zuständige Hans Appel war aus dem Geschäftsführenden Vorstand noch im Amt – und berief schnellstmöglich eine Außerordentliche Mitgliederversammlung ein. Schließlich erlebt der Verein turbulente Zeiten und braucht dringend Entscheidungsträger, die einen Auftrag durch die Mitglieder haben.

Wer zuletzt hinter den Kulissen die Fäden zog, darüber bekam man bei Rot-Weiss keinerlei Auskunft. Zunächst schien zumindest klar und logisch, dass der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz mit der Suche nach einem Nachfolger für den zum Ligakonkurrenten Watzenborn-Steinberg abgewanderten Trainer Daniyel Cimen beauftragt war. Doch Ekiz hatte offenbar keine Entscheidungsgewalt, was die Ernennung des neuen Übungsleiters angeht. Zumindest fanden seine Kandidaten offenbar keinen Zuspruch bei denjenigen, die am Brentanobad das Sagen haben. Der neue Trainer, der am Donnerstag einsteigen soll, wurde jedenfalls nicht von Ekiz ausgesucht. Offenbar gab es also auch andere „Gremien“, die sich mit der Trainersuche beschäftigten. So tauchte urplötzlich eine Absage an den Verein von Axel Vonderschmitt auf, wie dieser bestätigte.

Neuer Aufsichtsrat

Vonderschmitt war bis zum Sommer Sportlicher Leiter, räumte damals aber seinen Posten mit der Begründung, ihm sei zu wenig Entscheidungsgewalt eingeräumt worden. Was sich nun ändern könnte, denn er gehört zum fünfköpfigen Aufsichtsrat, der auf der Versammlung ebenfalls berufen wurde.

Auch Hans Appel, Johny Baez, Stefan Scholten und Jürgen Strödter gehören diesem Aufsichtsrat an, wie Stadionsprecher Günter Fromm bestätigte. Was aus dem bereits existierenden Aufsichtsrat wurde, vermochte er nicht zu beantworten. Und welche Rolle nun Ottmar Klauß dabei spielt, auch nicht. Vom Ex-Präsidenten soll auf der Mitgliederversammlung ein Brief verlesen worden sein, in dem er den Mitgliedern die Bildung eines Aufsichtsrates ans Herz gelegt haben soll. Es geht bei Rot-Weiss nämlich dem Vernehmen nach auch um Gelder im Zusammenhang mit der teuren Mannschaft der vergangenen zwei Jahre, die eine enorme Belastung darstellen.

Trikotwerbung erlaubt

Quasi zum Einstand des neuen Präsidenten Ersan Dincer gab es übrigens erfreuliche Post vom Hessischen Fußball-Verband (HFV). Der hatte geprüft, ob die Trikotwerbung für ein benachbartes Etablissement, das damit wirbt, dass dort „echte Gentlemen die Aufmerksamkeit von zarten Ladies genießen“, mit den Satzungen des HFV in Einklang zu bringen sei. Ja, entschieden nun die Verbandsoberen, das geht. Ihre Trikots dürfen die „Roten“ also auch heute Abend tragen.

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