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Fußball-Hessenliga: Rot-Weiss Frankfurt steigt in die Verbandsliga ab

Als Saarbrücken den Drittliga-Aufstieg verpasste, war auch die Hoffnung von Frankfurts letztem Hessenligisten auf den Klassenerhalt dahin.
Ahmed Diack (links) erzielte den vorerst letzten Treffer für Rot-Weiss Frankfurt in der Hessenliga. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Ahmed Diack (links) erzielte den vorerst letzten Treffer für Rot-Weiss Frankfurt in der Hessenliga.
Frankfurt. 

Rot-Weiss Frankfurt kam sich vor wie im falschen Film. Erst verzögerte sich der Spielbeginn, weil Gastgeber SV Steinbach vor dem Anpfiff in einer schier endlosen und Zeremonie zahlreiche Spieler verabschiedete, dann gingen die Gastgeber auch noch durch Spielertrainer Petr Paliatka in Führung (8.). Dabei war doch klar, dass die Frankfurter unbedingt gewinnen mussten, um in Sachen Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga eine Chance zu haben.

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KOMMENTAR

Rot-Weiss Frankfurt ist wieder einmal in die Verbandsliga abgestiegen. Das lag schon in der Luft, als vor der Saison eine regelrechte Spielerflucht einsetzte.

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Rot-Weiss fand schwer ins Spiel und wirkte nach dem Rückstand kurz geschockt, war insgesamt aber doch den entscheidenden Tick stärker. Henok Teklab hielt in seinem letzte Spiel für die „Roten“ (er wechselt zum Regionalliga-Aufsteiger Hessen Dreieich) einfach mal drauf und der leicht abgefälschte Ball landete zum 1:1 im Tor (28.). Emrah Tahirovic brachte die Gäste ebenfalls aus der Distanz in Führung (34.). Groß geriet Rot-Weiß nach der Pause nicht mehr in Gefahr, mit dem 3:1 durch Ahmed Diacks Kopfball (68.) war die Sache auch durch. Allerdings wusste man zu diesem Zeitpunkt auch schon über die 2:1-Führung von Viktoria Griesheim gegen den KSV Baunatal. Und weil Griesheim diesen Vorsprung über die Ziellinie brachte, bedeutete der Sieg für Rot-Weiss einen weiteren Tag des Bangens.

Griesheim hatte also ebenfalls seine Hausaufgaben gemacht und dann tags drauf allerdings den Gegnern des 1. FC Saarbrücken und Waldhof Mannheims in den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga die Daumen gedrückt. Saarbrücken scheiterte knapp gegen 1860 München, damit war schon der Abstieg von Hessen Kassel aus der Regionalliga Südwest besiegelt – der Spielabbruch in Mannheim sorgte also nicht für eine Hängepartie – und somit auch der von Rot-Weiss Frankfurt aus der Hessenliga, aus der nun drei Teams (zudem noch der OSC Vellmar und der SV Steinbach) sportlich absteigen müssen. Dazu kommt noch Borussia Fulda, dass sich freiwillig auf die Kreisebene zurückgezogen hat.

Alzenau fängt Lehnerz ab

Die Osthessen tun dies im übrigen, um die neue SG Barockstadt Fulda zu stärken – in diesen Namen will sich der Stadtrivale TSV Lehnerz umbenennen und dann mit dem eigenen „Know-how“ und dem der Borussia die Regionalliga anzupeilen. Doch irgendwie scheinen das nicht alle so richtig verstanden zu haben. Am vorletzten Spieltag unterlag Lehnerz nämlich im Derby der Borussia 1:2 (!), und nun gab es nur ein 3:3 in Lohfelden. Dies kostete Lehnerz den scheinbar sicheren Platz zwei und damit den Start in der Aufstiegsrunde. An dieser nimmt nun Bayern Alzenau teil, das mit dem 6:0 gegen Flieden nach Punkten mit Lehnerz gleichzog und aufgrund der besseren Tordifferenz (der direkte Vergleich – zwei Mal 2:2 – brachte keine Entscheidung) nun noch eine unverhoffte Aufstiegschance bekommen hat. Daran hatten die Verantwortlichen der Mainfranken vor Wochen nicht mehr geglaubt und eine Wettbewerbsverzerrung durch die beiden Fuldaer Vereine gewittert.

Vier „Neulinge“

Neben Kassel stehen mit den Verbandsliga-Meistern FV Bad Vilbel (Süd), FC Eddersheim (Mitte) und Hünfelder SV (Nord) insgesamt vier „neue“ Hessenligisten für die kommende Runde schon fest. Ein weiterer wird in der Aufstiegsrunde zur Hessenliga ermittelt. Sollte Alzenau den Sprung in die Regionalliga schaffen, würden sogar zwei Teams aus der Dreierrunde mit Türk Gücü Friedberg (Süd), FSV Fernwald (Mitte) und SSV Sand (Nord) aufrücken.

(rst,wag)

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