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Wahl zum Präsidenten des Deutschen Rugby-Verbands: Rugby-Tag lehnt Ian Rawcliffe ab

Ian Rawcliffe ist klar beim Versuch gescheitert, zum dritten Mal Präsident des Deutschen Rugby-Verbands (DRV) zu werden.
Symbolbild Symbolbild
Frankfurt. 

Ian Rawcliffe ist klar beim Versuch gescheitert, zum dritten Mal Präsident des Deutschen Rugby-Verbands (DRV) zu werden. Der aus Burnley im Nordwesten Englands stammende Rödermarker erhielt bei der Wahl auf dem Deutschen Rugby-Tag (DRT) in Hannover lediglich 57 Stimmen. Der bisherige Präsident Klaus Blank (Eppelheim) bekam von den Delegierten 393 Stimmen. Rawcliffe war bereits zwischen 1996 und 2004 sowie 2013 und 2015 der DRV-Boss.

Dass es überhaupt zu dieser Gegenkandidatur Rawcliffes kam, überraschte viele Vereinsvertreter auf dem DRT. Der 68-Jährige war zudem nicht in der niedersächsischen Landeshauptstadt zugegen, er wurde von einem Mitglied seines Stammvereins BSC Offenbach für dieses Amt vorgeschlagen.

Der Hintergrund: Rawcliffe soll gegenüber der Wild Rugby-Academy (WRA), die den deutschen Rugbysport mit viel Aufwand in den vergangenen Jahren förderte, positiv eingestellt sein. Zwischen der WRA und dem DRV um Blank gibt es laut übereinstimmenden Berichten derzeit Dissonanzen; ein Bruch ist nicht ausgeschlossen. Rawcliffe sollte offensichtlich als Statthalter der WRA installiert werden – doch die große Mehrzahl der Delegierten ließ sich nicht auf diesen überraschenden, kurzfristigen Kurswechsel im Verband ein.

Ulrich Byszio, Vizepräsident des SC 80 Frankfurt, warnt derweil mit Nachdruck vor einem Bruch zwischen dem Verband und der WRA, die der Milliardär und Softdrink-Produzent Hans-Peter Wild mit viel Aufwand aufgebaut hat. „Wenn sich der DRV von Herrn Wild trennt, wirft dies das deutsche Rugby zurück. Er verfügt über die liquiden Mittel und liebt den Rugbysport“, betont Byszio. Unternehmer Wild hat im vergangenen Monat nahezu 100 Prozent der Anteile am französischen Rugby-Spitzenclub Stade Français Paris übernommen.

Ein wichtiger Punkt auf dem Rugby-Tag war auch die von einigen Clubs angestrebte Umstellung des Spielbetriebs auf das Kalenderjahr – was aber abgelehnt wurde. Mit 394:100 Stimmen fiel auch dieses Ergebnis sehr eindeutig aus. Und so beginnt im September die Saison 2017/18.

(fri)
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