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Rugby: SC 80 Frankfurt: Play-offs verspielt

Von Der SC 80 zeigte im ersten Teil der Spielrunde 2017/18 zwei Gesichter. Wie in der vergangenen Saison wird der sechsfache Deutsche Meister (wahrscheinlich) die Play-offs verpassen.
Foto: Christian Klein ( FotoKlein)
Frankfurt. 

Der erste Rückrundenspieltag endete für den Rugby-Bundesligisten SC 80 Frankfurt mit einer herben Enttäuschung. Nach einer deutlichen Führung zur Pause (20:0) musste sich der Club von der Feldgerichtstraße gegen die Neckarsulmer Sport-Union noch mit einem 28:28 begnügen. Bis Mitte März ruht nun der Spielbetrieb in dieser Liga.

Mit faltiger Stirn wird sicherlich so mancher „80er“ in der Winterpause die Geschehnisse der vergangenen Monate Revue passieren lassen. Das Team mit den schwarz-roten Querstreifen legte einen optimalen Start mit vier Siegen hin, der Höhepunkt war der ebenso klare wie überzeugende Erfolg über Vizemeister TV Pforzheim. Doch dann folgten drei Niederlagen (die gegen Meister Heidelberger RK war freilich ehrenwert bei lediglich sieben Punkten Differenz), eine weitere zum Jahresabschluss wäre beinahe noch hinzugekommen. Der Traum von der Qualifikation fürs Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ist längst geplatzt. „Wir haben keine Chance mehr auf die Play-offs. Da müssten wir schon alle Spiele gewinnen“, wischt SC-80-Sprecher Nick Mackie derlei Gedankenspiele beiseite.

Zu passiv im Sturm

Die zweite Halbzeit gegen die NSU hatte ihn in seiner Meinung bekräftigt. Nach den zwei raschen Versuchen der Württemberger habe Mackie bei den Seinen „Panik“ ausgemacht. Und gegen Spielende, als es unentschieden stand, waren die Gäste näher am Sieg. „Das Spiel hatte sich völlig gedreht. Gar nichts mehr hat funktioniert, wir waren zu passiv im Sturm, und der Gegner hat mehr Biss gezeigt“, führte der Engländer aus.

„Da hatte die Einstellung und Aggressivität gefehlt“, ergänzte Erste-Reihe-Stürmer Marcel Becker. Grund zur Freude hatte er allerdings vorher schon, denn Becker steht erstmals und wie seine Teamkollegen Mark Sztyndera und Wynston Cameron-Dow im DRV-Kader für die Länderspiele am Samstag gegen Brasilien (in Leipzig), am 18. November gegen die USA (Wiesbaden/17 Uhr) und am 25. November gegen Chile (Offenbach/15 Uhr).

Den guten Eindruck, den der Tabellenvierte in der ersten Halbzeit hinterlassen hatte, geriet bei solch einer Wendung in den Hintergrund. Da hatte der Sport-Club von 1880 dominiert und den Aufsteiger aus Neckarsulm immer wieder zu Fehlern gezwungen. Die 20:0-Führung entsprach da (noch) den Kräfteverhältnissen.

Abschied von McFayden

In dem Argentinier Losado und dem Südafrikaner Colbin Schmidt, Bruder des Trainers Byron Schmidt, debütierten zwei Spieler im Trikot mit dem Achteck auf der Brust. Seine Abschiedsvorstellung gab indes der Neuseeländer McFayden, der aus privaten Gründen in seine Heimat zurückkehrt.

SC 80: McFayden, Becker (5), Losado – Rayan, Listmann – Haase, Grimm, Du Plessis (5) – Ketels – Deichmann – Lange (5), Sztyndera, Cameron-Dow (13), Mazare – Ewald (Siitia, Schmidt, Mahoney, Niederberger, Schröter, Vucicevic, Trebbin).

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