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Hallenhockey: SC 80 Frankfurt ist wieder erstklassig

Von Mannheim oder München – Hauptsache Erste Liga! Der SC 80 Frankfurt ist wieder im Hallenhockey-Oberhaus dabei und startet beim Vizemeister die „Mission Klassenerhalt“.
Ende Januar 2017: Die „80er“ feierten nach dem Sieg über Limburg den Aufstieg in die Erste Liga. Nun gilt es dort zu bestehen. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Ende Januar 2017: Die „80er“ feierten nach dem Sieg über Limburg den Aufstieg in die Erste Liga. Nun gilt es dort zu bestehen.
Frankfurt. 

Das Auftaktprogramm des SC 80 hat es in sich. Erst geht es am heutigen Samstag (16 Uhr) zum Mannheimer HC, dem Deutschen Meister auf dem Feld, ehe am Sonntag der Gang zum Münchner SC ansteht – und damit auch die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit: Als die Frankfurter im Januar 2016 abstiegen, war München der Gegner im allerletzten Spiel, der sich eine halbe Sekunde vor Schluss mit dem Ausgleichstreffer zum 5:5 rettete und damit gleichzeitig die „80er“ in die Zweite Liga schickte.

Damals war der heutige Frankfurter Trainer Nicklas Benecke im ersten Jahr nicht mehr als Spieler dabei, zuvor hatte er jahrelang auch erstklassig gespielt. Nach dem Abstieg übernahm er das Team von Eric Koppenhöfer als Trainer. Inzwischen hat Benecke mit den „80ern“ in der Halle einen souveränen Aufstieg hingelegt und auch auf dem Feld steht die Mannschaft punktgleich mit Tabellenführer Blau-Weiß Berlin gut da – dort allerdings noch in der Zweiten Liga.

Unter dem Motto „Wir waren mal kurz weg“ werben die Frankfurter nun für die fünf Heimspiele, die allesamt zwischen dem 14. Dezember und dem 9. Januar stattfinden – und zwar wieder in der angestammten Halle der Franz-Böhm-Schule am Dornbusch (Raimundstraße), die im vergangenen Winter noch als Flüchtlingsunterkunft genutzt worden war. „Wir sind super froh, dass wir wieder da spielen können, und ich denke, unsere Zuschauer auch“, sagt der Coach.

Aussagekräftige Tests

Die Testspiele in der relativ kurzen Vorbereitungszeit verliefen ziemlich aussagekräftig. Gewonnen wurde gegen die Zweitligisten Rüsselsheimer RK und TG Frankenthal, von den West-Erstligisten Köln (3:7), Düsseldorf (2:6) und Crefeld (5:9) gab es dann jeweils eine Lehrstunde. „Im Westen sind die Mannschaften aber auch noch einen Tick stärker als im Süden – außerdem waren das ja drei Hochkaräter, die ich allesamt zu den Viertelfinal-Anwärtern zähle. Das waren für uns als Aufsteiger also fast schon vermessene Gegner“, erklärt Benecke. Wobei er offen zugibt: „Es war wegen Krankheiten, Verletzungen und studienbedingt gar nicht so einfach, genügend Jungs zusammen zu bekommen, die die nötige Qualität haben. Und ob sie die Qualität wirklich haben, können wir so richtig ja erst nach den ersten Spielen beurteilen.“

Das Fehlen von Thorsten Küffner, Patrick Heller und Marc Mayer, allesamt ausgewiesene Hallenspezialisten, tut auf jeden Fall weh. Alle drei haben dem Leistungssport Lebewohl gesagt. Außerdem musste sich Tim Dahm einer Leistenoperation unterziehen. „Es fehlen also vier von neun Mann, die letzte Saison immer gespielt haben“, rechnet Benecke vor. Neu im Team ist Christian Neumann, der beim Zweitligisten Großflottbecker THGC gespielt hat und nun von Hamburg nach Frankfurt gezogen ist, verletzungsbedingt aber beim Saisonbeginn noch nicht eingreifen kann. Dabei sind aber unter anderem drei Spieler des Jahrgangs 2000. „In der Halle steht Erfahrung noch viel mehr für Qualität als draußen – und Erfahrung müssen einige erst noch sammeln“, weiß der Trainer, der heute in dieser Funktion sein Erstligadebüt feiert: „Das wird also für einige von uns eine spannende Geschichte.“

Mal wieder Abstiegskandidat Nummer eins

Die Hockey-Spielerinnen von Eintracht Frankfurt starten am heutigen Samstag beim Mannheimer HC in ihre nächste Erstliga-Hallensaison (14 Uhr, Irma-Röchling-Halle).

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Das Ziel des SC 80 ist klar definiert. „Logisch, wir wollen die Klasse halten, das haben wir uns fest vorgenommen. Wir haben ja in der Zweiten Liga gesehen, dass es für die Entwicklung nicht unbedingt ein Fortschritt ist, dort zu spielen. Wir befinden uns in einem positiven Prozess und wollen das weiter fortführen. Und außerdem macht es viel mehr Spaß, Erste Liga zu spielen“, sagt Benecke, für den die beiden Mannheimer Vereine die Favoriten in der Südstaffel, aber nicht auf den Titel sind: „Da sehe ich Köln und Harvestehude als die üblichen Verdächtigen.“

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