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Schönes Jubiläumsjahr

Seit 40 Jahren wird bei der TSG Oberrad Tischtennis gespielt. Und der Verein firmiert derzeit als Nummer eins in Frankfurt nach der Rückkehr der Damen in die Oberliga. Pünktlich zum Jubiläum stiegen noch drei weitere Teams auf.
Stefanie Papin (links) und Caroline Reeh gehören zur Damen-Mannschaft der TSG Oberrad, die in diesem Jahr den Aufstieg in die Oberliga Hessen schaffte. Foto: Christian Klein (Foto Klein) Stefanie Papin (links) und Caroline Reeh gehören zur Damen-Mannschaft der TSG Oberrad, die in diesem Jahr den Aufstieg in die Oberliga Hessen schaffte.
Frankfurt. 

Selbst Konfetti und Knallfrösche kamen zum Einsatz. Beim Schaukampf zwischen Bernd „Benno“ Strieder, Tischtennis-Fahrensmann und Nummer eins der TSG Oberrad, und Jens Schabacker vom TTC Ober-Erlenbach, der tags darauf das Zweitliga-Spitzenspiel bei Borussia Dortmund verlor, wurden die etwa 150 Mitglieder und Besucher in der Sporthalle der Spatzengasse bestens unterhalten und erhielten zugleich Anschauungsunterricht, was man mit dem Zelluloid-Ball, der einen Durchmesser von 40 Millimeter hat, alles anstellen kann. So etwas, sagte Oberliga-Akteurin Naima Gofran, habe man „vermutlich noch nie gesehen“ in dieser etwas unscheinbaren Spielstätte im Frankfurter Südosten.

Und die Oberräder Tischtennis-Freunde haben tatsächlich etwas zu feiern. Nicht nur wegen des „runden“ Geburtstags. In diesem Jahr stiegen gleich vier Teams auf. „Diese Aufstiege machten das Jubiläumsjahr 2015 zu einem neuen Höhepunkt in der Abteilungsgeschichte“, betonte der Sportliche Leiter Timo Elpelt und hob bei der Veranstaltung auch den „gewachsenen Gemeinschaftssinn“ und das „breite Engagement“ innerhalb der Abteilung hervor.

Strieder und Gofran sind ein Teil davon. Und sie trugen dazu bei, dass die TSG-Herren erstmals in die Verbandsliga hochkamen und die Damen in die Oberliga zurückkehrten.

Start mit vier Jugendlichen

Davon war die Abteilung bei ihrer Gründung freilich noch weit entfernt. „1974 wurde mit Jürgen Kratz ein Trainer gefunden, der in einem kleinen Nebenraum der Turnhalle mit Theke begann, mit vier Jugendlichen an einem Tisch zu trainieren“, erinnerte Elpelt an die Anfänge. 1975 folgte die Anmeldung beim Hessischen Tischtennis-Verband – „und somit auch unsere offizielle Zeitrechnung“. Zunächst spielte nur Nachwuchs für den Club, am Ende der „70er“ auch Herren.

War die erste Hälfte der 1980er vom Aufschwung geprägt mit einigen Aufstiegen, folgte in der zweiten eine Krise. „Die Ersten Herren und die Damen wurden zurückgezogen, es gab interne Kritik aus Teilen der Zweiten Mannschaft an der Abteilungsführung“, sagte Elpelt. Jens Grigoleit und Hajo Witte nahmen das Heft in die Hand, und unter Witte (1989 bis 2008 Abteilungsleiter) gelang ein Neuaufbau.

Vor allem der Nachwuchs boomte bei der TSG in den 1990ern, spielten doch bis zu 60 Kinder in acht Teams. „Es gelang auch, fast alle Jugendlichen erfolgreich bei den Erwachsenen zu integrieren“, führte Elpelt aus, der damals unter dem Namen Jöst und mit Michael Giebel als Trainer die Geschicke lenkte.

Ende der 1990er Jahre gehörte der TSG-Nachwuchs zur Bezirksspitze und zur erweiterten hessischen Spitze. „Vorläufiger Höhepunkt sollten dann Hessenpokalsieg, Hessische und Südwestdeutsche Mannschaftsmeisterschaft und der fünfte Platz bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Jugend sein“, sagte er.

Mehr Eigenverantwortung

Ab 2002 setzte die TSG auch auf weibliche Spielstärke. Die Arbeit trug rasch Früchte. „2003/04 sorgte die Mädchenmannschaft für den nächsten Höhepunkt mit Hessenpokalsieg, Hessischer und Südwestdeutscher Mannschaftsmeisterschaft und dem vierten Platz bei den Deutschen Titelkämpfen“, beschrieb Elpelt die Erfolge.

Gofran und Stefanie Papin waren dabei. Und sie stiegen mit der TSG im Damenbereich auch bis in die Oberliga auf. Es begann für sie eine Tal- und Bergfahrt, wie sie nur selten vorkommt. Auf drei Abstiege ließen die Oberräderinnen drei Aufstiege folgen und die Rückkehr in die Oberliga vor ein paar Monaten. Auch die Zweite und Dritte Damenmannschaft spielen diese Saison eine Spielklasse höher.

Das Motto des aktuellen Abteilungsleiters Daniel Meßer, der seit 2010 dieses Amt innehat, scheint aufzugehen. „Weniger kümmern – mehr Eigenverantwortung.“ Die anfallenden Aufgaben würden laut Elpelt seither in kleineren Paketen geschnürt und von mehr Leuten übernommen. Auf 30 beziffert er den festen Stamm.

(fri)
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