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Kunstturnen: Schon die Klasse so gut wie gesichert

In Koblenz bestätigten die Frankfurter Turner ihren Auftakterfolg gegen Oberhausen.
Sehr solide am Boden: Eintrachtler Niklas Neuhäusel. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Sehr solide am Boden: Eintrachtler Niklas Neuhäusel.
Frankfurt. 

Dass hätten selbst die größten Optimisten nicht gedacht. Die Kunstturner von Eintracht Frankfurt sind in die Zweiten Bundesliga Nord mit zwei Siegen gestartet und haben praktisch jetzt schon den Klassenerhalt in der Tasche. Der überragende Turner beim 34:25-Triumph bei der KTV Koblenz war der Ukrainer Eduard Yermakov, der allein 13 Scorerpunkte zum Sieg beisteuerte. Dabei hatte er mit Ausnahme der Übungen an den Ringen (Ausgangswert 5,6/Note 14,00 Punkte) und beim Sprung (5,2/13,00) nicht einmal volles Risiko geturnt.

Beide Mannschaften kamen nicht schadlos durch den Wettkampf. Die Fehlerquote hielt sich in etwa die Waage. Entscheidend war die größere Schwierigkeit der Frankfurter Übungen, die ihnen in fast jedem Duell einige Zehntelpunkte Vorsprung bescherte.

Wie schon beim Auftakt gegen Oberhausen legten die Hessen den Grundstein zum Sieg an den ersten drei Geräten. Da stand es schon 26:5. Am Boden gab es solide Übungen, vor allem von Niklas Neuhäusel und Peter Seufert. Am Seitpferd hatten die Gäste Glück, dass Tim Spetzke trotz eines Absteigers dank der völlig missglückten Übung seines direkten Gegners Pascal Glowienka noch vier Scorerpunkte holte. Die beste Vorstellung zeigte Alexander Winter (12,45 Punkte mit 3,9 als Ausgangswert).

Die Ringe waren jahrelang das ungeliebte Gerät der Eintrachtler, nun sammeln sie dort fleißig Punkte. Neuhäusel wurde diesmal gemäß seiner Leistung bewertet, was ihm bei einer vergleichbaren Übung gegenüber dem Oberhausen-Wettkampf immerhin 1,4 Wertungspunkte mehr (12,30) brachte.

Probleme im Sprung

Probleme bereitete – wie schon gegen Oberhausen – die sonstige Paradedisziplin Sprung. Die Abwesenheit der verletzten Marvin Lauer und Tim Schneider können die anderen nicht kompensieren. Den technisch besten Sprung zeigte diesmal Niklas Volk, doch da aufseiten der Koblenzer Vladimir Klimenko und Glenn Smink überragend sprangen, wurden an diesem Gerät fünf Scorerpunkte abgegeben. Zwei Stürze am Barren und zwei nur durchschnittliche Übungen kosteten weitere fünf Zähler.

An den Reck gingen die Adlerträger immer noch mit einem schier beruhigenden Polster von elf Scorerpunkten. Die Reck-Übungen von Seufert und Neuhäusel waren aber zu einfach, um den Abstand zu halten. Plötzlich war Koblenz bis auf vier Punkte heran. Nun hieß es Nerven zu behalten. Und das tat erneut Niklas Volk. Gegen Oberhausen hielt er dem Druck nach dem verpatzten Sprung am Barren stand, diesmal wiederholte er am Reck selbst in der kritischen Lage die Leistung aus dem ersten Wettkampf. Dank der für seine 12,20 gewonnenen drei Punkte wuchs der Abstand wieder auf sieben Zähler.

Da, sobald der unterlegene Turner seine Übung regulär beendet, der Sieger des Duells maximal fünf Zähler holen kann, ging Yermakov auf Nummer sicher und mied einige seiner sonstigen schwierigen Elemente, um den Sieg nicht zu gefährden.

Mit dem unerwartet guten Start im Rücken können die Frankfurter nun entspannt dem Heimkampf gegen die TSG Grünstadt (Samstag: 15 Uhr; Wolfgang-Steubing-Halle) entgegenblicken.

(löf )

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