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United Volleys: Schwer zu knacken

Von Volleyball auf bestem Niveau wird am Samstag geboten, wenn die United Volleys Rhein-Main in der Ballsporthalle (19.30 Uhr) auf den VfB Friedrichshafen treffen.
Druckvoll: Der Frankfurter Jan Klobucar überwindet den gegnerischen Block. Foto: Marcel Lorenz Druckvoll: Der Frankfurter Jan Klobucar überwindet den gegnerischen Block.
Frankfurt. 

Auch wenn die United Volleys Rhein-Main in der Bundesliga noch ohne Punktverlust vor dem in Düren erstmals unterlegenen Rekordmeister VfB Friedrichshafen stehen, gibt es an der Favoritenrolle der Volleyballer aus Baden-Württemberg keinen Zweifel. „Friedrichshafen spielt jetzt anders als früher. Mit weniger Risiko, dafür ungemein ballsicher und sehr strukturiert in der Defensive. Von der individuellen Klasse gar nicht zu sprechen“, betont Michael Warm vor dem Duell zwischen dem Zweiten und dem Dritten.

Was nicht heißen soll, der Coach der United Volleys würde sich keine Chancen ausrechnen. „Ich erwarte ein hochklassiges und sehr spannendes Spiel. Den Gegner zu knacken ist sehr schwer. Uns zu knacken aber ebenso.“

Was können die United Volleys der geballten Kraft der Gäste entgegensetzen? „Uns zeichnet eine Stabilität aus. Wir sind nicht umsonst noch ohne Punktverlust. Ich baue zudem auf die mächtige Unterstützung des Publikums“, sagt Warm. Im vergangenen Jahr kamen zum Duell mit Friedrichshafen 3334 Zuschauer. Sie sorgten für eine tolle Stimmung. Und wurden mit einem sehr guten Spiel belohnt. Zwei Punkte fehlten dem Neuling zu einem sensationellen 3:0-Triumph, am Ende setzte sich der Rekordmeister mit 3:2 durch. Ähnlich spannend ging es zwischen beiden Teams weiter. Im Pokal-Viertelfinale schalteten die United Volleys den Favoriten überraschend mit 3:1 aus. In Friedrichshafen verloren sie erneut nur knapp mit 2:3, gewannen dort aber das erste Play-off-Halbfinalspiel mit 3:2. Die folgenden Play-off-Spiele gingen allerdings mit jeweils 3:0 an die Routiniers vom Bodensee.

Neuer Coach, neue Spieler

Mit der Mannschaft der vergangenen Saison haben die Friedrichshafener nur noch wenig gemeinsam. Das hängt mit dem Wechsel auf der Kommandobrücke zusammen. Die Friedrichshafener Volleyball-Ikone Stelian Moculescu, Vater der größten Erfolge, verließ den Verein, um als Nationaltrainer der rumänischen Beachvolleyballer etwas Neues auszuprobieren. Der neue Coach ist kaum weniger prominent: Vital Heynen trainierte bis Ende September vier Jahre lang das deutsche Nationalteam, das er bei der WM 2014 in Polen zu Bronze führte.

Die Mannschaft wurde im Sommer völlig umgekrempelt. Zwar sind nur zwei Spieler gegangen – mit Adrian Aciobanitei einer zu den United Volleys –, es kamen aber acht neue Akteure. Der belgische Coach holte zwar viele bekannte Nachwuchsspieler nach Friedrichshafen, viele Nationalspieler, auf dem Feld stehen aber meistens die Routiniers. „Der VfB hat auf der Ersatzbank mehr Nationalspieler als wir im ganzen Kader – und dazu ganz erfahrene Leute an den Schlüsselstellen“, bringt es Warm auf den Punkt. Zuspieler Simon Tischer und Libero Markus Steuerwald ragen bei den Gästen heraus. Die Mittelblocker Georg Klein und Jakob Günthör haben unter Heynen in der Nationalmannschaft die erste Geige gespielt, hinzu kommt der starke Norweger Andreas Takvam. Außen stehen mit David Sossenheimer, dem Belgier Tomas Rousseaux, dem Griechen Athanasios Protopsaltis und dem Bosnier Armin Mustedanovic Topleute zur Verfügung. Als Diagonalspieler bekommt der aus Herrsching gekommene Daniel Malescha zwar nicht so viele Spielanteile wie der Tscheche Michal Finger. Aber: „Wohl dem, der eine solche Auswahl auf dieser Position hat“, meint Warm mit Blick auf den gegnerischen Kader. „Ein Ausfall auf der Diagonalposition würde ihnen nicht so viel ausmachen wie uns“, betont der Frankfurter Trainer des Jahres.

Der wahrscheinliche Ausfall von Christian Dünnes, den seit zehn Tagen eine Krankheit ausbremst, bereitet Warm die größten Sorgen. Von den drei Alternativen auf dieser Position – Peter Wolf, der Dünnes in der vergangene Saison vertrat, der Australier Mitch Tulley und der aus Friedrichshafen gekommene Aciobanitei – dürfte die letzte Variante die wirkungsvollste sein. Zumal beim Positionswechsel des Rumänen außen mit Jan Klobucar und Moritz Reichert zwei bewährte Kräfte übrigblieben.

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