Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 25°C

Tennis: Schwestern mit Familiensinn

Ohne Spaß am und beim Spiel geht es nicht, wie die für den SC 80 aktiven Schwestern Jana (links) und Katharina Tesar zeigen. Foto: Hikmet Temizer Ohne Spaß am und beim Spiel geht es nicht, wie die für den SC 80 aktiven Schwestern Jana (links) und Katharina Tesar zeigen.
Frankfurt. 

Der SC 80 Frankfurt ist ein Sammelbecken für junge deutsche Spielerinnen geworden. Die meisten spielen seit ihrer Kindheit für den Verein, mit dem sie in der Vergangenheit zweimal U14-Hessenmeister der Juniorinnen waren und in diesem Jahr erstmals Hessenmeister bei den Damen. Bestes Beispiel sind die Tesar-Schwestern.

 

 


 

Katharina trat dem Verein als Fünfjährige bei, Jana im Alter von drei Jahren. Beide spielten bereits in der U8 an der Feldgerichtstraße. „Mit den meisten Mädchen bilden wir seit der U12 schon eine Mannschaft. Die Entwicklung zu sehen ist toll. Wir haben uns alle verbessert“, erklärt Katharina (21). Ihre Schwester Jana feiert am Donnerstag ihren 17. Geburtstag. „Sie versteht sich mit jedem glänzend, ist so etwas wie das Mittelglied innerhalb des Teams“, meint die ältere der Tesar-Schwestern.

Die beiden sind auf dem Tennisplatz quasi groß geworden. Vater Wolfgang war zwar Tischtennisspieler, versuchte sich aber auch mit dem Filzball, den seine Frau Judith sehr erfolgreich über das Netz beförderte. Da das Vereinsgelände ganz nah an der Wohnung der Tesars wie auch der Schule liegt, verbrachten sie viel Zeit auf der Anlage. „Der Verein bietet optimale Trainingsbedingungen. Nicht nur die Plätze und die Halle. Auch Trainer Dominic Metzger, der sich um alles kümmert und für viele der Hauptgrund für die Vereinszugehörigkeit ist“, sagt Biochemie-Studentin Katharina, die sich als Vereinstrainerin ein wenig Geld für ihr Studium in Frankfurt verdient. An eine Profi-Karriere habe sie nie gedacht, spielen will sie aber, so lange es Spaß macht. Jana wird im kommenden Jahr am Wöhler-Gymnasium ihr Abitur bauen, danach würde sie es gern mit College-Tennis in den USA versuchen.

Unterschiedliche Typen

Die Schwestern sind unterschiedliche Spielertypen, ihre Leistungsstärke ist ähnlich: Katharina schloss die Hessenliga mit einer 6:1-Bilanz ab, Jana ebenfalls mit 6:1-Siegen. Kathi, die früher Fußball für Blau-Gelb Frankfurt spielte – „meine große Leidenschaft“ – sei laut Jana bereits sehr erfahren, „spielt sehr offensiv, verfügt über eine starke Vorhand und schlägt sehr gut auf“. Und welche Stärken sieht Katharina Tesar bei ihrer jüngeren Schwester, die auch schon Fechten, Ballett und Hockey betrieb? „Ich beneide sie um ihre beidhändige Rückhand, in die ich mich regelrecht verliebt habe. Sie spielt sie technisch perfekt, kann sie aus dem Handgelenk toll beschleunigen.“

Katharina spielte seit dem 1. Juli 2016 17 Turniere, gewann dabei 41 Matches, Jana siegte bei 14 Turnierteilnahmen 36 Mal. Bei der Hessenmeisterschaft in Bad Homburg führte sie das Los in der ersten Runde gegeneinander. Es war das erste Mal, dass sie bei einem Turnier als Gegnerinnen auf dem Platz standen. „Wir haben ganz locker aufgespielt, uns ein gutes Match geliefert“, meint Katharina, die den „Sister-Act“ 6:7, 6:4, 6:4 gewann.

Auf dem Platz ging es trotz der zweistündigen Rivalität harmonisch zu. Harmonie verspüren die beide auch bei ihrem gemeinsamen Hobby, der Musik: Kathi spielte im Schul-Orchester Gitarre, Jana Geige. Mittlerweile ist es nur noch ein Freizeitvergnügen, wobei sie im Kreis der Mannschaft auch schon Mal etwas zum Besten geben.

Unbesiegt zur Hessenmeisterschaft

Die Tennis-Spielerinnen des SC 80 Frankfurt beendeten die Hessenliga ungeschlagen. Zum Abschluss gewannen sie beim TC Bad Homburg 6:3.

clearing

Die Mannschaft, das ist für die Tesar-Schwestern das A und O. Man trainiert fast täglich zusammen und spornt sich so untereinander zu besseren Leistungen an. Wichtig sei auch die Unterstützung der Eltern, die nicht durch Abwesenheit glänzen, die Mädchen unterstützen und ihren Beitrag zur Harmonie bei den „80ern“ leisten. Tennis sei zwar ein individueller Sport, so Katharina Tesar, „doch wir fühlen uns als Familie“.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse