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Zweiten Damen-Bundesliga Mitte: Schwieriger Auftakt

Von Während das Frankfurter Team das Fehlen der Spitzengolferinnen, die noch in den USA weilen, blendend verkraftete, ging der GC Neuhof ohne Nationalspielerin Laura Fünfstück beim Bundesliga-Auftakt baden.
Die Frankfurterin Katharina Söhnlein erzielte mit 78 Schlägen ein gutes Ergebnis bei den schwierigen Platzverhältnissen. Foto: Christian Klein Die Frankfurterin Katharina Söhnlein erzielte mit 78 Schlägen ein gutes Ergebnis bei den schwierigen Platzverhältnissen.
Frankfurt. 

Die Prognosen vor dem Start der Zweiten Damen-Bundesliga Mitte waren recht eindeutig. Um den ersten Platz werden sich Erstliga-Absteiger GC Rheinhessen und der Frankfurter GC streiten, dahinter sollte der GC Neuhof aus Dreieich folgen, während es der Neuling aus Wiesbaden, der GC Main-Taunus, sowie der Marienburger GC aus Köln schwer haben dürften, so richtig mitzuhalten.

Das Problem ist allerdings: Die US-College-Spielerinnen sind noch nicht zurück. Und wenn man auf solche Könner wie die derzeit vielleicht beste Deutsche Amateurgolferin Laura Fünfstück (Neuhof) oder das Frankfurter Trio Marie Coors (Handicap +3,8), Katharina Keilich (+2,2) und Amina Wolf (+1,9), ebenfalls Nationalspielerin, verzichten muss, ist dies kaum zu kompensieren.

Es sei denn, alle anderen spielen in Topform – so wie beim Frankfurter GC . Schon beim Trainingslager in Südspanien zeichnete sich ab, dass die Mannschaft für die Bundesliga gut gerüstet ist. Auf dem Platz des GC Rheinhessen in St. Johann fehlte Trainer Michael Totzke zudem aus Studiengründen noch Jill-Marie Schertel (- 1,4). Regen, Kälte und ein plötzlich aufgekommener Nebel erschwerten die Bedingungen auf Hofgut Wißberg erheblich. Nach nur vier gespielten Bahnen holte die Spielleitung die Akteurinnen wieder vom Platz. Eineinhalb Stunden später ging es weiter, aber es war nicht möglich, den Rhythmus zu halten, weil immer wieder dichter Nebel ein reguläres Spiel unmöglich machte. Früh musste die Spielleitung erkennen, dass an diesem Tag die Zeit nicht reichen würde, um auch die Vierer noch durchzubekommen. Totzke bedauerte die Verkürzung des Wettkampfs: „Die Vierer hätten uns eine gute Chance gegeben, die zwei Schläge gegenüber Main-Taunus aufzuholen.“

Nach den fünf Einzeln, die in die Wertung kamen, hatten die Damen des FGC 34 Schläge über Par gesammelt. Besser war lediglich der Überraschungssieger aus Wiesbaden. Schlüssel zum Erfolg war die Ausgeglichenheit innerhalb des Teams. Zwischen Katharina Söhnlein und Barbara Korte (jeweils 78 Schläge, sechs über dem Platzstandard) und den Teamkolleginnen Jette Ohlert (79), Ann-Kathrin Wünsch (79), Katharina Lisa Dorsheimer (80) gab es kaum Unterschiede. Die Konkurrenz hatte zwar teilweise bessere Einzel-Ergebnisse erzielt, aber auch viele schlechtere.

„Ich bin sehr, sehr zufrieden, auch wenn wir gerne den Spieltag gewonnen hätten“, lautet das durchweg positive Fazit von Trainer Michael Totzke. „Sehr gut war, dass wir vor dem GC Rheinhessen lagen. Das war für den ersten Spieltag ja unser primäres Ziel.“ Und eine gute Vorlage für das zweite Turnier der Gruppe Mitte, das am 28. Mai auf dem Niederräder Meisterschaftskurs ausgetragen wird.

Schläge sind zu kurz

Der letzte Platz, drei Schläge hinter dem Marienburger GC, war für den GC Neuhof schon bitter. Ganz zu schweigen vom Sieg des schwächer eingestuften GC Main-Taunus eine Katastrophe. „Frankfurt und Rheinhessen werden vorneweg marschieren, unter den anderen drei werden die zwei Absteiger ermittelt. Und jetzt hat sich Wiesbaden abgesetzt“, sagte Silvia Schulz. Dass ohne Laura Fünfstück und ohne die zweite US-College-Spielerin Linn Weber das Team nur in Bestform konkurrenzfähig ist, wusste man schon vor dem Start. „Das Wetter gab uns den Rest“, meinte Schulz, „dadurch, dass der Platz so aufgeweicht war, rollten die Bälle nicht. Bei solchen Bedingungen sind die Schläge von uns älteren Spielerinnen einfach zu kurz.“

Richtig zufrieden mit der Leistung war niemand. Beste Neuhoferin war noch Eun Ji Park mit 81 Schlägen (+9). „Dafür, dass sie wegen ihres Medizinstudiums fast drei Jahre lang keine Turniere bestritten hat, war es nicht schlecht“, kommentierte Schulz (90) die Runde ihrer Mitstreiterin. Marie-Theres Liehs kam ins Clubhaus mit einer 85 auf der Scorekarte, Britta Schneider brauchte ebenfalls 85 Schläge, und Anja Lundberg steuerte eine 88 zum Endresultat von 429 bei.

In Frankfurt werden die Karten neu gemischt. Da können sowohl die Gastgeber als auch Neuhof auf ihre College-Spielerinnen bauen. Die Frankfurterinnen gelten dann als Favorit, Neuhof könnte Zweiter oder Dritter werden.

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