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Volleyball: Sechs Rodheimern geht gegen die Eintracht am Ende die Kraft aus

Von Das Duell zwischen Eintracht Frankfurt und der SG Rodheim übertraf das übliche Niveau der Volleyball-Regionalliga. Beide Teams hätten für ihre Leistung Punkte verdient gehabt – am Ende verbuchte aber nur die Eintracht drei Zähler.
Schlagkräftig: Eintrachts Mario Schaus überwindet den Rodheimer Block mit Colin Grimm (links) und Levi Flott. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Schlagkräftig: Eintrachts Mario Schaus überwindet den Rodheimer Block mit Colin Grimm (links) und Levi Flott.
Frankfurt. 

Fast drei Stunden Spielzeit für vier Sätze: Die Kontrahenten Eintracht Frankfurt und SG Rodheim begegneten sich in der Wolfgang-Steubing-Halle auf Augenhöhe. Am Ende waren die gastgebenden Adlerträger der glückliche, aber aufgrund der konditionellen Überlegenheit auch ein wenig der verdiente Sieger. Verdient deshalb, weil die spielerisch zwischendurch überlegenen Rodheimer kräftemäßig am Ende waren und trotz einer zwischenzeitlich klaren Führung und mehreren Satzbällen die Durchgänge drei und vier nicht zum erfolgreichen Ende bringen konnten. 3:1 (27:25, 22:25, 30:28, 30:28) hieß es schließlich, ein 3:2 – egal für wen – hätte den Spielverlauf sicher besser ausgedrückt.

Dass der Kräftenachlass der Gäste so spät kam, war an und für sich schon erstaunlich. Da Moritz Sachs krank war und Stefan Brömmeling im Urlaub weilte, reisten die Wetterauer mit nur sechs Spielern an. Die Frankfurter hatten Vorteile im Angriff, Aufschlag und im Block, Rodheim in der Annahme, Abwehr, dem Zuspiel und der größeren allgemeinen Ausbildung der Akteure, die zudem zu den wenigen hessischen Spielern gehören, die regelmäßig Beachvolleyball spielen. So konnten im Falle einer missglückten Annahme alle Rodheimer auch zuspielen und gegebenenfalls den „Not-Ball“ geschickt im gegnerischen Feld platzieren.

„Wir haben gezielt auf die Mittelblocker aufgeschlagen, da wir wussten, dass ihre Annahme nicht ganz so stark ist. Gegen den mit viel Bundesligaerfahrung ausgestatteten Tim Wacker haben wir versucht, ständig einen Doppelblock parat zu haben, das hat gut funktioniert“, gab Eintracht Trainer Andreas Petrocchi einen Einblick in seine Taktik. Mit Sven Panz (2,05 Meter), Mario Schaus (2,01) und Bastian Steppin (2,00) bauten die Frankfurter am Netz eine fast unüberwindbare Wand auf, gegen die es oft kein Durchkommen gab. Im Angriff erwischte Panz einen Sahnetag. Gelang es Steller Sebastian Sent, ihn hoch genug anzuspielen, war gegen seine Schmetterschläge kein Kraut gewachsen.

Die „Piraten“ wollen zuallererst Spaß haben

Sie haben schon in der Zweiten Bundesliga gespielt, zählten seit Jahren zu den besten Teams der Dritten Liga, in der sie in der vergangenen Saison Platz fünf belegten.

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Das Spiel begann mit einem klassischen Fehlstart der Gäste. Die Eintracht war sofort präsent. Über 7:2 und 10:4 zogen die Adlerträger schnell davon. Die Rodheimer, die sich selbst den Beinamen „Piraten“ gegeben haben, kamen zwar heran, wehrten zwei Satzbälle ab, doch dann machte Robert Breitbarth mit einem Angriff sowie einem Ass das 27:25 perfekt. Der zweite Satz verlief bis zum 16:16 ausgeglichen, dann erzielte die SGR vier Punkte in Folge, zwei davon machte Zuspieler Andi Zander. Dem im Angriff starken Mittelblocker Levi Flott blieb es vorbehalten, den 25. Punkt zu setzen.

Nun war alles wieder offen. Die Frankfurter waren athletischer, die Rodheimer schlugen nicht so hart, aber geschickt in den gegnerischen Block beziehungsweise überwanden diesen mit einem Lob – alte Beachvolleyball-Schule. Schade, dass eine Fehlentscheidung im dritten Satz das Ergebnis beeinflusste. Der Schiedsrichter übersah, dass ein Frankfurter den Ball beim Block berührt hatte. Statt 20:15 lagen die bis dahin ständig führenden Rodheimer nur 19:16 vorne. Mit drei tollen Blocks in Folge brachte Schaus die Eintracht von 20:21 auf 23:21 nach vorne. Beide Teams kamen auf je drei Satzbälle. Ein Block und ein Schnellangriff von Schaus sowie einer der wenigen gelungenen Einerblocks gegen Wacker durch Steffen Bekiersch brachten den Gastgebern das 30:28.

Im vierten Satz folgte die „One-Man-Show“ von Tim Wacker, der hauptsächlich für den 16:9- und 18:11-Vorsprung der Gäste sorgte. Danach baute der 37-Jährige ebenso wie der zwei Jahre ältere Diagonalspieler Robert Stodtmeister, der bis dahin viele Punkte mit den Hinterfeldangriffen gemacht hatte, kräftemäßig ab. Die Frankfurter kamen Punkt um Punkt näher. „Meine Jungs waren sehr diszipliniert. Es spricht für sie, dass sie kleine Krisen überstehen und den Spieß noch umdrehen können“, lobte Eintracht-Trainer Petrocchi. Nachdem die Adlerträger vier Satzbälle abgewehrt hatten, verschlugen beim Stand von 28:28 die Rodheimer zwei Bälle. „Schade. Es war ein schönes Spiel. Wir haben uns sehr teuer verkauft. Mit einem siebten Mann im Kader hätten wir sicher gewonnen“, meinte SGR-Coach Detlef Zschiesche.

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