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FRG Germania: Sehr gutes WM-Ergebnis

Von Die Ruderer der Frankfurter RG Germania kehrten von der Weltmeisterschaft in Rotterdam mit fünf Medaillen, davon zwei goldene, zurück.
Weltmeister: (von links) Cedric Kulbach, Johannes Ursprung von der FRG, Florian Roller und Patrik Stöcker. Weltmeister: (von links) Cedric Kulbach, Johannes Ursprung von der FRG, Florian Roller und Patrik Stöcker.
Frankfurt. 

Acht Teilnehmer aus Frankfurt gingen in Rotterdam an den Start, fünf holten Edelmetall – wahrlich keine schlechte Bilanz.

Die Aktiven ruderten in den nichtolympischen Disziplinen um die Titel. Im Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer wurde der Frankfurter Johannes Ursprung Weltmeister. Der 25-Jährige saß mit Patrik Stöcker (Siegburg), Florian Roller (Stuttgart) und Cedric Kulbach (Karlsruhe) im Boot. Im Finale setzte sich das Quartett sofort an die Spitze des Feldes. Auf den zweiten 500 Metern fuhren sie dann eine Bootslänge Vorsprung auf Griechenland und Frankreich heraus. Als die 1000-Meter-Marke passiert war, betrug der Vorsprung stolze drei Sekunden. „Da wussten wir, dass wir es schaffen werden“, sagte Stöcker. Von da an kontrollierte das deutsche Boot das Rennen, im Ziel betrug der Vorsprung trotz eines mächtigen Endspurtes der zweitplatzierten Franzosen immer noch fast zwei Sekunden.

In der gleichen Bootsgattung der Frauen musste sich Titelverteidiger Deutschland mit dem zweiten Rang begnügen. Judith Anlauf (Hamburg), Leonie Pieper (Düsseldorf), Lena Reuß (Koblenz) und Frankfurts Sportlerin des Jahres Katrin Thoma legten ihre Bugspitze zunächst an die Spitze des Sechserfeldes. Nur Großbritannien konnte folgen. Nach der Hälfte der Distanz tauschten die beiden Boote die Plätze. Als die Britinnen dann einen Zwischenspurt einlegten, konnte der DRV-Vierer nicht mehr dagegenhalten, fuhr aber sicher als zweites Boot über die Ziellinie zur Silbermedaille.

Der Frankfurter Männer-Zweier mit Steuermann war bereits vor dem ersten Rennen „geplatzt“. Lukas Duhnkrack musste gesundheitsbedingt passen, in das Boot zu Nico Merget kam kurzfristig Maximilian Fränkel von Undine Offenbach. Das Duo verpasste das A-Finale und wurde am Ende auch im B-Finale abgeschlagen Letzter. Enttäuschend endete das Championat auch für Sven Kassler, der mit dem Hannoveraner Julius Peschel im Leichtgewichts-Zweier ohne der Männer eine Medaille holen wollte, sich aber mit dem zweiten Platz im B-Finale begnügen musste. Eine Enttäuschung gab es auch für Leonie Pless. Die für Österreich startende Skullerin von der FRG Germania fuhr sowohl im Halbfinale als auch im B-Finale zu schnell an, konnte das Tempo nicht durchhalten und wurde in der Endabrechnung nur Zehnte. Immerhin schlug sie im B-Finale erneut Titelverteidigerin Eveline Peleman (Belgien).

Gold für Burg im Achter

Eine hundertprozentige Medaillen-Ausbeute gab es für die Frankfurter Starter bei den Junioren. „Deutschland ist grundsätzlich die stärkste Nation im Jugendbereich, daher konnte man schon auf Erfolge hoffen“, kommentierte FRG-JuniorenJohannes Karg, der in Holland auch als Bundestrainer des U19-Vierers mit Steuermann tätig war, das positive Abschneiden.

FRG-Steuermann Max Schwartzkopff dirigierte Jan Harder (Hamburg), Oliver Peikert (Nürtingen), Tom Hinrichs (Limburg) und Lasse Grimmer (Erlangen) zur Silbermedaillengewinn. Im Vorlauf waren die Deutschen vom favorisierten Titelverteidiger Italien noch deklassiert worden. „Während der Woche bis zum Finale haben sich die Jungs mächtig gesteigert“, lobte Karg sein Boot, dass dann den Italienern lange Zeit Paroli bieten konnte und die Ziellinie dann sicher vor den drittplatzierten US-Boys passierte. „Die beiden führenden Boote haben ihre Leistungsgrenze erreicht, die Italiener waren einfach stärker“, meinte Karg.

Yannik Burg wurde als Mitglied des Deutschland-Achters gar Weltmeister. Im Vorlauf überraschte die USA die Konkurrenz mit einem Blitzstart, im Endlauf gelang das gleiche Kunststück den Deutschen. „Von den Windbedingungen her war es ein Vorteil, vorne wegzufahren“, meinte Karg. Bei der 1000-Meter-Marke schoben sich die Amerikaner an das DRV-Boot heran, den Rest der Strecke kämpften beide Achter um den Sieg. Im Ziel waren es nur Zentimeter (0,03 Sekunden), die über die Goldmedaille entschieden. Die einzige Frankfurter U23-Starterin Juliane Faralisch wurde im Frauen-Doppelvierer bereits am ersten Finaltag Zweite (wir berichteten).

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