E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 14°C

Fußball-Verbandsliga: Septembereuphorie mitnehmen

Rot-Weiss Frankfurt trifft am Sonntag erneut auf einen Stadtrivalen, den man bisher nur von Spielen mit der Zweiten Mannschaft kennt.
Auf intensive Zweikämpfe kann sich der Bornheimer Oktay Bulut (rechts), hier im Duell mit Domagoj Filipovic von Urberach, auch gegen Hanau 93 einstellen. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Auf intensive Zweikämpfe kann sich der Bornheimer Oktay Bulut (rechts), hier im Duell mit Domagoj Filipovic von Urberach, auch gegen Hanau 93 einstellen.
Frankfurt. 

In der Saison 2016/17 spielte der SV FC Sandzak gemeinsam mit der Reserve von Rot-Weiss Frankfurt in der Gruppenliga. Beide stiegen am Ende in die Verbandsliga Süd auf. Gleichzeitig stand die Erste Mannschaft der „Roten“ in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga. Doch die Zeiten haben sich geändert. Rot-Weiss II gibt es nicht mehr, und am Sonntag (alle Spiele um 15 Uhr) empfängt Sandzak die mittlerweile abgestiegene Erste Mannschaft des Traditionsvereins auf dem Platz in Bonames.

Die SG Bornheim/Grün-Weiß hat mit drei Siegen in Folge den Anschluss ans Tabellenmittelfeld geschafft und dabei mit dem 3:1 bei Rot-Weiss Frankfurt auch die stadtinterne Rangfolge gehörig durcheinander gebracht. „Der Freitagabend hat bei vielen Spielern erst am Samstagmorgen geendet. Das wird den Jungs als Anekdote im Gedächtnis bleiben“, ist sich Co-Trainer Daniel Krieg sicher. Sein „Chef“ Maik Rudolf lag krank zu Hause im Bett und wird nun in die Flitterwochen aufbrechen. Somit trägt Krieg bis Mitte Oktober weiter die Verantwortung.

Am Sonntag kommt mit dem FC Hanau 93 ein Titelkandidat an die Berger Straße, der eine routinierte und fußballerisch starke Mannschaft am Start hat. Fünf Gegentore kassierte das Ensemble um Ex-Profi Daniyel Cimen in neun Spielen – Bornheim ließ im gleichen Zeitraum 27 Treffer zu.

Fehlen werden bei den Frankfurtern definitiv Simon Horn und Markus Renner. „Wir müssen und werden da adäquate Lösungen aus unserm breiten Kader finden“, kündigt Krieg an: „Wir wollen die Septembereuphorie mit in das Spiel nehmen und alles, was möglich ist, gegen die brutale Qualität dagegensetzen, die Hanau hat. Es wären auf jeden Fall sehr wertvolle Bonuspunkte.“

Reaktion vonnöten

Der FFV Sportfreunde rutschte nach drei Niederlagen in Folge auf den elften Tabellenplatz ab. Dazu kam das Aus im Kreispokal gegen die zwei Klassen tiefer spielende SG Westend. Geht es nach Trainer Mehmet Somun, ist es nun höchste Zeit, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigt. Am besten schon am Sonntag im Heimspiel gegen Rot-Weiß Darmstadt: „Ich hoffe, wir machen es nicht Schalke 04 nach und verlieren auch das fünfte Mal in Folge. Um das zu verhindern, wird es nötig sein, dass jeder Einzelne jetzt genug Galligkeit entwickelt und heiß ist auf den nächsten Dreier.“ Francesco Puglisi stößt wieder zum Team, ansonsten ändert sich am Kader gegenüber dem vergangenen Spieltag nichts.

Den Gegner hat Somun bei dessen 0:3 beim Hanauer SC beobachtet. „Uns erwartet eine junge und homogene Truppe mit zwei, drei Stützen, die den Takt vorgeben. Sie waren gegen den Tabellenführer lange gleichwertig. Wir haben zwar gesehen und erkannt, wie wir agieren müssen, aber manchmal zählt im Fußball ja die Mentalität mehr und nicht so sehr die räumliche Aufteilung. Deswegen will ich eine Mannschaft sehen, die mehr läuft als der Gegner und bereit ist, den Ball auch mal über die Linie zu zwingen“, führt Somun aus.

Unter Erfolgsdruck

Für den SV FC Sandzak war das jüngste 4:1 bei Eintracht Altwiedermus Gold wert. Um nach dem Abzug von sechs Punkten wegen fehlenden Unterbaus (wir berichteten) wieder den Anschluss an die Konkurrenz zu schaffen, müssen aber weitere Siege her. Zum Beispiel gegen den direkten Konkurrenten Rot-Weiss Frankfurt, der am Sonntag auf dem Kunstrasen in Bonames empfangen wird. Und der mit Leidenschaft, taktischer Disziplin und der spielerischen Stärke bekämpft werden soll, die nun immer deutlicher zutage treten sollte, da alle Spieler an Bord sind.

Der Schock saß tief bei Rot-Weiss Frankfurt . Eine Niederlage gegen Bornheim, das konnten vor allem die älteren Anhänger der „Roten“ gar nicht so recht glauben. „Aber das wir höherklassig unterwegs sind, ist Geschichte. Die Realität sieht so aus, dass wir in der Verbandsliga spielen und damit respektvoll umgehen müssen. Wir müssen alle Gegner ernst nehmen, denn unsere Wirklichkeit heißt Abstiegskampf. Was früher war, zählt nicht mehr“, stellt der spielende Co-Trainer Sven Kunisch zu diesem Thema klar. Er wurde im Bornheim-Spiel bei einem Foul am Knie verletzt und fällt am Sonntag aus. „Das Spiel war ein Nackenschlag, nachdem es vorher ja leicht aufwärts ging. Wir müssen jetzt bei Sandzak auf viele Zweikämpfe gefasst sein und die auch erst einmal annehmen, ehe wir etwas spielerisch lösen wollen“, fordert er.

(rst)

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen