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Squash: Sharon Sinclair vom SC Monopol Frankfurt gewinnt mit den „Insel Open“ ihr Heimturnier

Von Die fitte Lokalmatadorin und der Deutsche Vizemeister gewannen die achte Auflage des sich auf guten Niveau befindlichen Turniers in Frankfurt.
So sehen Sieger aus: Sharon Sinclair und Valentin Rapp. So sehen Sieger aus: Sharon Sinclair und Valentin Rapp.
Frankfurt. 

Sharon Sinclair vom SC Monopol Frankfurt sowie der Finalist der Deutschen Einzelmeisterschaft Valentin Rapp (Sport-Insel Stuttgart) setzten sich bei den 8. „Frankfurter Insel Open“ durch. Das Turnier war der Auftakt der Wettkämpfe für die deutsche Squash-Rangliste 2018/19.

Obwohl viele Akteure verhindert waren, darunter auch alle Frankfurter Bundesligaspieler, traten in der Squash-Insel insgesamt 92 Aktive in sechs Leistungskategorien an. „Ich war erstaunt, welch hohes Niveau trotz der Abwesenheit einiger Spitzenkräfte geboten wurde“, staunte Anlagenboss und Cheforganisator Stuart Sinclair, selbst einst ein Weltklasse-Squasher.

Der topgesetzte Valentin Rapp marschierte ins Finale ohne Satzverlust. Als Endspielgegner war eher Tim Weber (RC Worms) erwartet worden. Doch hatte sich bei Töchterchen Haley angesteckt und hatte Luftprobleme. Der neuerdings für den RC Worms spielende Nationalmannschaftskollege Yannick Omlor aus Maintal wusste die Gunst der Stunde zu nutzen. Nachdem er bei der Auslosung Glück hatte – das unerwünschte Familienduell gegen Vater Andreas (SC Yellow Dot Maintal), der am Ende Zehnter wurde – blieb ihm knapp erspart, spielte er im Halbfinale clever. Er ließ den Gegner laufen und verwickelte ihn in lange Ballwechsel – mit Erfolg.

Im Endspiel zeigte Omlor dann, dass er auch spielerisch viel zu bieten hat. Das Match stand auf einem hohen Level. Durch die Hitze in der Anlage – hinzu kam, dass rund um den Court die Zuschauer ganz dicht standen – waren die Bälle langsamer, was die Ballwechsel in die Länge zog. Am Ende des auf Augenhöhe geführten Duells setzte sich Valentin Rapp dank der größeren Fitness und Routine mit 14:12, 8:11, 11:6, 11:6 durch.

Revanche genommen

Bei den Damen waren die Finalistinnen dem Rest des Feldes weit überlegen. Kein Wunder: Mit Sharon Sinclair, der Deutschen Meisterin von 2016, sowie der für Paderborn spielenden Lettin Ineta Mackevica (Weltranglistenplatz 75) trafen die neben Franziska Hennes (Paderborn) aktuell auf nationaler Ebene stärksten Spielerinnen aufeinander. Im Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft hatte Mackevica die damals angesichts der Chance auf den Titelgewinn – es stand vor der entscheidenden Partie 1:1 – etwas übermotivierte Sinclair noch 3:1 besiegt. Diesmal revanchierte sich die Frankfurterin. „Ein so tolles Damen-Match habe ich selten erlebt“, sagte der Herren-Sieger Rapp nach dem 8:11, 11:1, 10:12, 11:7, 12:10-Triumph von Sinclair anerkennend.

Ausschlaggebend war die Fitness der Siegerin. Sinclair absolviert neben ihrem üblichen Trainingsprogramm nun zweimal wöchentlich noch ein Fitness-Training und hat ein Jahr nach der Geburt der Tochter acht Kilogramm abgenommen. Und da sie das Glück hatte, im Gegensatz zu ihrem Lebensgefährten Tim Weber, nicht von der Tochter angesteckt worden zu sein, konnte sie fünf Sätze lang mit harten tiefen Crossbällen trotz der großen Reichweite der 1,92 Meter großen Mackvica immer wieder punkten. „Es war die beste Leistung, die ich von Sharon je gesehen habe. Noch besser als bei ihrem Gewinn der Deutschen Meisterschaft“, meinte Stuart Sinclair, ihr Vater und Trainer.

Trotz ihrer tollen Form nimmt Sharon Sinclair an der Team-Weltmeisterschaft im chinesischen Dalian, die gestern begann, nicht teil. Denn den ersten Geburtstag ihrer Tochter wollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Der SC Monopol Frankfurt ist in China aber dennoch vertreten: durch Saskia Beinhard.

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