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Fußball-Hessenliga: Später Ausgleich verkleinert die Chancen von Rot-Weiss auf den Klassenerhalt

Von Viel spricht jetzt nicht mehr für den Klassenerhalt der „Roten“, die selbst in letzter Minute den Sieg herschenken und von den Ergebnissen der Konkurrenz zusätzlich geschockt wurden.
Erzielte das 1:0 und bereitete das 2:0 vor: Rot-Weiss-Angreifer Henok Teklab (rechts), hier im Laufduell mit dem Neu-Isenburger Patrick Hartmann. Dennoch reichte es für die „Roten“ nicht zum Sieg. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Erzielte das 1:0 und bereitete das 2:0 vor: Rot-Weiss-Angreifer Henok Teklab (rechts), hier im Laufduell mit dem Neu-Isenburger Patrick Hartmann. Dennoch reichte es für die „Roten“ nicht zum Sieg.
Frankfurt. 

Nach dem 2:2 (1:0) gegen die Spvgg. Neu-Isenburg müsste schon viel zusammenkommen, damit Rot-Weiss Frankfurt dem Abstieg aus der Fußball-Hessenliga noch entgehen kann.

Die 90. Minute war schon angebrochen, und die „Roten“ führten mit 2:1, da bekamen sie in der eigenen Hälfte zwischen Strafraum und Seitenlinie einen Freistoß zugesprochen. Einmal noch den Ball hoch und weit nach vorne schlagen und vielleicht einen Einwurf herausholen, wäre nun angesagt gewesen. Doch es kam anders. Ausgerechnet Schlussmann Daniel Duschner fühlte sich bemüßigt, seinen Kasten zu verlassen und den Freistoß auszuführen. Und anstatt die Kugel die Linie entlang weit weg zu treten, versuchte er diagonal einen Mitspieler zu erreichen, was völlig in die Hose ging: Der Ball landete halbhoch bei Neu-Isenburgs Marc Züge, der ihn sich noch zweimal vorlegte und aus 20 Metern ins leere Tor schoss. Duschner kam dort viel zu spät an. Der dringend benötigte Sieg war futsch, es herrschte Sprachlosigkeit am Brentanobad.

Sechs Minuten zuvor brauchte auch auf der Gegenseite der Torhüter für den Spott nicht zu sorgen. Lazar Kacarevic wollte einen hoch auf ihn zukommenden Ball lässig per Direktabnahme zu einem Mitspieler weiterleiten, aber Frankfurts Filip Vlahov funkte dazwischen und zog ab, „scheiterte“ allerdings an Kacarevic, der bei seiner Parade aber außerhalb des Strafraums stand und daher die Rote Karte sah. Weil die Gäste schon dreimal gewechselt hatten, musste Abwehrmann Henrik Nedwied ins Tor.

Bis dahin hatten die 150 Zuschauer ein Spiel gesehen, in dem die junge Frankfurter Mannschaft etwas aktiver war, vor allem, wenn Henok Teklab am Ball war und mit Neu-Isenburgs Abwehrspielern seine Spielchen spielte – zweimal mit Erfolg: Das 1:0 erzielte der flinke Außenstürmer nach einer Finte per Schlenzer selbst (42.), das 2:0 durch Vlahov legte er perfekt auf (69.).

Die Gäste, die eine Stunde lang uninspiriert, ja fast pomadig vor sich hin kickten, hätten allerdings in der 16. Minute in Führung gehen müssen. Damien Letellier hatte frei vor Duschner wenige Meter vor dem Tor wohl zu viel Zeit und schoss den sich groß machenden Keeper an den Fuß. Mehr war nicht zu sehen von Neu-Isenburg, bis Marc Züge den Ball aus zwölf Metern am Tor vorbeischob (53.). Dann köpfte Marco Betz nach einer Ecke von Daniel Sachs das 1:2 (74.), und am Ende nahm Züge das Geschenk der Gastgeber an.

„Man könnte sagen, das war unverdient“, fand sogar Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann. „Ich bin sprachlos, das tut richtig weh“, sagte sein Rot-Weiss-Kollege Hicham Tahrioui. Und mehr konnte man von ihm nach diesem kapitalen „Bock“ seines Keepers auch nicht erwarten.

Kunisch wird Co-Trainer

Übrigens: Dass Tahrioui in der neuen Saison von Ex-Profi Slobodan Komljenovic beerbt wird, ist ja schon länger bekannt. Nun steht laut Präsident Ersan Dincer auch fest, das der frühere Rot-Weiss-Spieler Sven Kunisch Co-Trainer wird und Elvir Smajlovic als Torwarttrainer ans Brentanobad zurückkehrt.

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