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Hessenliga der Herren: Spannung bis zum Schluss

Von So spannend ging es in der Tennis-Hessenliga selten zu. Fünf Tage vor dem Rundenende sind noch zwei der neun Mannschaften im Rennen um die Meisterschaft und gar fünf Herrenteams stecken im Abstiegskampf.
Der beste Doppelspieler der Liga: Srirambalaji Narayanaswamy vom SC SAFO. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Der beste Doppelspieler der Liga: Srirambalaji Narayanaswamy vom SC SAFO.
Frankfurt. 

Kaum einmal kam in der Hessenliga der Herren den Doppeln eine so große Bedeutung bei wie diesmal. Die Hälfte aller bisher absolvierten Tennis-Begegnungen endete 5:4, wurde also mit den Doppeln entschieden. Bei einigen Vereinen wird das Zusammenspiel im Doppel zwar trainiert. Doch am besten ist halt Matchpraxis, auch wenn es sich immer noch nicht überall herumgesprochen hat. Allein in den vergangenen zwei Wochen wurden insgesamt fünf Mal die Doppel nicht mehr ausgetragen, da der Vergleich schon entschieden war.

Vorstände und Sponsoren sind nicht immer glücklich darüber, die Zuschauer eigentlich nie – dennoch ist es gang und gäbe. Meistens denken die Spieler schon an die Turniere, zu denen sie so früher abreisen können. Manchmal haben sie aber auch einfach keine Lust. Und wenn die zwölf beteiligten Protagonisten erklären, wie am Sonntag in Wiesbaden geschehen, sie müssen sich schonen, weil sie in drei Tagen schon wieder ran müssen, kann man sich nur wundern, dass die Kondition eines Sportlers nicht ausreicht, um sich binnen drei Tagen zu regenerieren.

Der SC SAFO Frankfurt hat in ihrem indischen Spitzenspieler Srirambalaji Narayanaswamy einen exzellenten Doppelspieler, der bei engen Spielständen mit Tom Pütz je nach Bedarf im zweiten oder im dritten Doppel brilliert. Dies brachte sowohl beim 5:4 im Stadtduell beim FTC Palmengarten als auch jetzt beim 5:4-Erfolg in Diedenbergen die Entscheidung.

Zu unausgeglichen

Beim FTC Palmengarten trainieren die Doppel sehr intensiv und gewannen im Gegensatz zur Vorsaison bislang auch oft zwei der drei Matches, doch was hilft es, wenn die Mannschaft insgesamt zu unausgeglichen spielt. In den Einzeln vergeigt immer wieder ein anderer Spieler eine Partie, die eigentlich hätte gewonnen werden müssen. So spielt der Argentinier Franco Agamenone variabel, druckvoll und offensiv am Netz, jedoch nicht durchgehend und lässt in den entscheidenden Momenten die Siegermentalität, die ihn 2016 auszeichnete, teilweise vermissen. In einem Tief steckt Magnus Müller, der deutlich besser spielen kann. Die positiven Aspekte sind die Leistungen des 17-jährigen Oliver Tobisch und von Jannis Köke. Nach vier 4:5-Niederlagen stehen die Frankfurter mit dem Rücken zur Wand.

Große Probleme hat aktuell Eintracht Frankfurt . Die vielen Ausfälle treffen die Adlerträger hart. Bei der überraschend knappen Niederlage gegen den Wiesbadener THC fehlten die vor der Runde für Positionen eins, zwei, vier und fünf vorgesehenen Spieler.

Es läuft optimal

Die positivste Überraschung ist der TK Langen . Das vor der Runde zu den gefährdeten Mannschaften zählende Team landete beim bis dahin ungeschlagenen TEC Darmstadt einen 7:2-Sieg. „Es lief bislang alles optimal. Selbst Begegnungen, in denen wir uns eher als Außenseiter fühlten, wurden gewonnen“, kommentierte Andreas Ainalides die nach dem 5:1-Vorsprung nach den Einzeln vorzeitig beendete Partie (die Doppel wurden 2:1 für Langen gewertet). Der Kapitän ist der Motor des Langener Erfolges. Im Einzel ungeschlagen, im Doppel mit einer 4:1-Bilanz, setzte er sich diesmal gegen Sebastian Weber durch. „Nachdem ich einige Jahre gesundheitliche Probleme hatte, fühle ich mich jetzt fit und sehr gut in Form. Es macht richtig Spaß“, strahlte der Langener nach seinem fünften Saisonsieg.

Endspiel am Sonntag

Den Erwartungen gerecht wurde bislang der TC Bad Vilbel , der ungeschlagen die Tabelle anführt. Mit dem brasilianischen Spitzenspieler Daniel Dutra Da Silva sowie dem von der Waske-Tennis-Academy gekommenen André Stenger sind zwei Akteure sowohl im Einzel als auch im Doppel noch ungeschlagen. Für die Mannschaft spricht auch, dass kein einziger Spieler eine negative Bilanz aufweist. Ob es zur Meisterschaft reicht, wird wahrscheinlich das letzte Punktspiel am Sonntag im Wiesbadener Nerotal offenbaren, wenn die beiden führenden Teams aufeinandertreffen.

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