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Fußball-Hessenliga: Sportfreunde Seligenstadt steigen freiwillig ab

Nun ist es endgültig: Die Sportfreunde Seligenstadt ziehen sich nach vier Spielzeiten aus der Fußball-Hessenliga freiwillig zurück und treten in der neuen Saison in der Gruppenliga Frankfurt Ost an.
Foto: © berc - Fotolia.com
Seligenstadt. 

Nun ist es endgültig: Die Sportfreunde Seligenstadt ziehen sich nach vier Spielzeiten aus der Fußball-Hessenliga freiwillig zurück und treten in der neuen Saison in der Gruppenliga Frankfurt Ost an. Damit muss die Reserve der Sportfreunde aus der Gruppenliga weichen, sie spielt künftig in der Kreisliga A Offenbach Ost. Seine Dritte Mannschaft (C-Liga) meldet der Club vom Spielbetrieb ab.

Die gestrige Ansage der Seligenstädter, die ja schon länger im Raum stand, wurde bei den Ligakonkurrenten KSV Baunatal, Viktoria Griesheim, SV Steinbach und FC Ederbergland insofern mit Erleichterung aufgenommen, als damit ihr Klassenerhalt vor dem letzten Spieltag am Samstag gesichert ist. Auch die Zweite Mannschaft der Sportfreunde gilt nun als erster Absteiger aus der Gruppenliga, womit der FC Dietzenbach fast gerettet ist und die Chancen der SG Rosenhöhe auf den Klassenerhalt sprunghaft gestiegen sind.

„Nach einer langen Sitzung am Sonntag habe ich die Reißleine gezogen“, erklärte Seligenstadts Fußball-Abteilungsleiter Sven Kittler. „Mit dem geplanten Etat wäre das nicht zu machen gewesen. Ich wollte nicht, dass die Mannschaft durchgereicht wird. Möglicherweise wären wir nach einer schlechten Saison aus der Hessenliga abgestiegen und dann nochmals aus der Verbandsliga, weil diese Liga auch nicht viel schlechter ist.“

Die Sportfreunde sind nicht pleite, müssen aber sparen. Rückgängige Zuschauerzahlen und fehlende Sponsoren auf der einen Seite, zudem belasten die weiten Auswärtsfahrten und die hohen Schiedsrichterkosten das Budget. Und es fehlt an Personal, um den Spielbetrieb im nötigen Umfang aufrechtzuerhalten. „Wir brauchen einmal eine Saison zum durchatmen und um zu sehen, wie wir das jetzt hinbekommen“, sagt Kittler und bestätigte noch einmal die große Lücke, die der Tod von Manfred Deutschbein bei den Sportfreunden hinterlässt. Der langjährige Abteilungsleiter und „Motor“ der Sportfreunde war vor zehn Tagen verstorben.

Lars Schmidt, seit Juli 2015 Trainer der Sportfreunde, war letztlich nicht überrascht über die Entscheidung: „Bei der Sitzung vor einer Woche war herauszuhören, dass nicht vieles für die Hessenliga gesprochen hat. Wobei es möglich gewesen wäre, den vorgegebenen Etat zu erfüllen. Ohne aber zu wissen, was die Mannschaft dann für eine Qualität gehabt hätte.“

Neuer Trainer der Ersten Mannschaft wird der aktuelle Zweitmannschafts-Coach Thomas Marton. Der Gros des Gruppenliga-Kaders soll möglichst gehalten werden. „Wir wollen eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenstellen, die im oberen Drittel mitspielen kann“, unterstrich Kittler.

(leo)
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