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Fußball-Hessenliga: Spuren eines Trainerwechsels

Von Teutonia Watzenborn-Steinberg, nach dem Rücktritt von Gino Parson zu diesem Zeitpunkt offiziell noch trainerlos, gewann am Samstag mit 3:1 (2:0) bei Rot-Weiss Frankfurt, das unter der Woche den Vertrag mit seinem Trainer Daniyel Cimen aufgelöst hatte. Der wurde dann gestern als neuer Teutonia-Coach vermeldet.
Rot-Weiss-Keeper Elvir Smajlovic reckt sich vergebens: Der Schuss von Timo Cecen (links) bringt in der 18. Minute die Führung für Watzenborn-Steinberg. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Rot-Weiss-Keeper Elvir Smajlovic reckt sich vergebens: Der Schuss von Timo Cecen (links) bringt in der 18. Minute die Führung für Watzenborn-Steinberg.
Frankfurt. 

Im „Spiel ohne Trainer“ stand doch jede Menge Kompetenz an der Seitenlinie. Bei Rot-Weiss Frankfurt sind ja der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz und Jugendscout Benny Sachs, der immerhin A-Lizenzinhaber ist, interimsweise für die Mannschaft verantwortlich. Und auch Watzenborn-Steinberg hatte mit Stefan Hassler und Zaki Tammaoui zwei ausgebildete Trainer auf der Bank, beide waren zuletzt im Leistungszentrum von Kickers Offenbach höherklassig unterwegs. Hassler war außerdem früher Trainer des FSV Frankfurt.

Viel verändert haben beide Interims-Paare in der Kürze der Zeit nicht. Watzenborn spielte hinten variabel mal mit Dreier-, Vierer- oder gar Fünferkette, betrieb einen gradlinigen Spielaufbau und suchte den Abschluss auch gerne aus der Distanz. Zwei Mal zog beispielsweise Barbaros Koyuncu vom rechten Flügel nach innen und versuchte sein Glück, doch beide Schüsse verfehlten relativ knapp das Ziel. Erfolgreich war dann aber Timo Cecen, der 18 Meter vor dem Tor seltsam unbedrängt Maß nehmen konnte und den Ball platziert im Ecke unterbrachte (22.). Drei Minuten später verhinderte Keeper Elvir Smajlovic das 0:2, als sich alle seine Vorderleute bei einem Freistoß im Tiefschlaf befanden und Raffael Szymanski plötzlich frei vor ihm auftauchte.

Bei Rot-Weiss hatte der Abgang von Daniyel Cimen, der bereits gestern Vormittag in Watzenborn-Steinberg seine erste Trainingseinheit leitete – und seinen Co-Trainer Takis Arnautis gleich mitbrachte – Spuren hinterlassen. Von neuer Sicherheit jedenfalls war nach dem 3:1 in Vellmar, immerhin dem ersten Saisonsieg, nichts zu sehen. Irgendwie verhalten und mutlos wirkte das Team, nur Torwart-Routinier Elvis Smajlovic strahlte etwas Zuversicht aus. Und dann war da Mirkan Kara, der sich nach 38 langen und teilweise trägen Minuten plötzlich ein Herz fasste, am linken Flügel zwei Gegenspieler stehen ließ, nach innen zog und mutig den Abschuss suchte – der Ball landete an der Lattenunterkante. Das war ein Hoffnungschimmer, aber es „schepperte“ dann noch vor der Pause wieder im Tor der Frankfurter, die Cecen erneut nicht am Schuss von der Strafraumgrenze hinderten (45.+1).

Das 3:0 durch Koyuncu, der frei vor Smajlovic keine große Mühe hatte (51.), war natürlich die Entscheidung. Watzenborn tat nun nicht mehr viel, und nach einem Foul von Vaclav Koulny an Kara gab es einen Elfmeter für die „Roten“, den Christian Pospischil verwandelte (63.). Und darauf folgte die beste Phase der Gastgeber, die durch Michel Gschwender eine gute Schusschance (68.) und nach einer Hereingabe von Moussa Ouattara beinahe durch Ibrahim Cigdem eine weitere Möglichkeit hatten – Matthias Henn war aber mit der Fußspitze eher am Ball (69.). Außerdem traf Kara mit einem Freistoß erneut die Unterkante der Latte (78.). Auf der Gegenseite schlenzte Damijan Marceta den Ball noch an Pfosten, und der frühere Zweitligaspieler Abdenour Amachaibou stand bei seinem Abstaubertor im Abseits (84.).

Beide Seiten dürften nun froh sein, dieses Aufeinandertreffen hinter sich zu haben. Watzenborn-Steinberg vermeldete schon am nächsten Morgen mit der Verpflichtung von Cimen, was im Grunde sowieso jeder gewusst hatte. Und Rot-Weiss kann sich nun laut Yüksel Ekiz „intensiv um einen neuen Trainer kümmern“.

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