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Relegation: Spvgg. Neu-Isenburg: Vom Tiefpunkt in 15 Jahren in die Hessenliga

Nach exakt 40 Jahren der Abstinenz spielt die Spvgg. 03 Neu-Isenburg, Deutscher Amateurmeister von 1956, wieder in der Fußball-Hessenliga.
Schlusspfiff in Sand: Trainer Peter Hoffmann (rechts) und Co-Trainer Erno Arnitali feiern den Aufstieg in die Hessenliga. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Schlusspfiff in Sand: Trainer Peter Hoffmann (rechts) und Co-Trainer Erno Arnitali feiern den Aufstieg in die Hessenliga.
Neu-Isenburg. 

„Es war schon eine ungewohnte Situation, selbst keinen Einfluss auf den Ausgang zu haben“, meint Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann. Denn nach dem 0:0 beim SV Zeilsheim und dem 5:1 gegen den SSV Sand waren die „03er“ am letzten Spieltag der Aufstiegsrunde zum Zuschauen – und Zuhören – verurteilt. Live-Ticker über Facebook, zudem weilten Vorstandsmitglied Ulrich Schmidt und ein in Kassel wohnender Arbeitskollege von Hoffmann am Donnerstagabend in Sand und verfolgten die Partie des SSV gegen Zeilsheim. „Die letzten zehn Minuten haben wir dann live übers Telefon gehört. Nach dem 3:1 für Zeilsheim kurz vor Schluss haben wir nochmals gezittert und uns dann riesig gefreut. Respekt vor Sand, die wie versprochen das Spiel nicht abgeschenkt haben, sondern am Ende einer langen Saison nochmals alle Kräfte bündelten“, sagt Hoffmann, der mit Vorstand und Trainerteam den Aufstieg im heimischen Sportpark feierte, während die Mannschaft mit einer Bimmelbahn durch Neu-Isenburg fuhr.

Für Hoffmann, früher selbst Spieler der „03er“, ist der Hessenliga-Aufstieg der vorläufige Höhepunkt seiner Trainerkarriere. Seit 2003 trainiert er die Spielvereinigung, die er in der A-Liga Offenbach übernommen hatte und sie drei Mal zur Meisterschaft (2004 A-Liga West, 2006 Kreisoberliga, 2008 Gruppenliga Frankfurt Ost) führte. In der dunkelsten Stunde des Vereins war Hoffmann in Neu-Isenburg angetreten, um den Verein wieder aus dem Schatten des Stadtrivalen TSG herauszuführen. Denn nach 861 Tagen und drei Abstiegen hatten der in eine finanzielle Schieflage geratene Club erst im April 2002 mit einem 2:1-Sieg im Bezirksliga-Spiel gegen die TSV Heusenstamm ihre sieglose Zeit beendet, die im Dezember 1999, damals noch in der Verbandsliga Süd, begonnen hatte. Der Tiefpunkt war aber noch nicht erreicht, am Ende der Spielzeit 2001/2002 stand dennoch der Abstieg in die A-Liga.

Mit dem ersten Training am 30. Juni beginnt nun ein ganz neues Kapitel in der Geschichte der „03er“, die sich mit insgesamt sieben Spielern verstärken: Jan Gebhardt (Eintracht Wald-Michelbach), Lucien Scheurich (Rot-Weiß Darmstadt), Ernad Dananovic (SG Bad Soden), Kevin Arnold (Germania Klein-Krotzenburg), Julian Cichutek (RW Walldorf), Clemens Freitag (Kickers Offenbach U19) und Kazuki Kamikawa (Spvgg. Ingelheim) kommen in den Sportpark, den im Gegenzug Mario Marx (SG Bornheim/GW), Fabian Büttner (JSK Rodgau), Yannik Seith, Manuel Profumo, Julius Reitbauer, Simon Horn und Luca Lippert (alle Ziel unbekannt) verlassen.

Das Aufstiegsteam verfügt allerdings über jede Menge Erfahrung: Lazar Kacarevic, Marco Betz, Mario Rhein, Patrick Hartmann (alle Viktoria Urberach), Johannes Günther (TGM SV Jügesheim), Daniel Sachs (1. FC Eschborn/Kickers Offenbach II), Paul Bickel und Aljoscha Atzberger (beide Spvgg. Oberrad) spielten bereits in der Hessenliga, Dennis Weiland mit Darmstadt 98 sogar in der Regionalliga.

(leo)
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