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Damen-Regionalliga: Stammkräfte und eine Leaderin

Von Am Samstag beginnen die Regionalliga-Tennisspiele der Damen. Hessen ist durch zwei Frankfurter Teams vertreten. Ihr Ziel ist der Klassenerhalt.
Fokussiert: Die „Neu-80erin“ Natalie Pröse. Fokussiert: Die „Neu-80erin“ Natalie Pröse.
Frankfurt. 

Die Frankfurter Damenteams spielen in der Tennis-Regionalliga mit offenen Karten, kommen ohne spektakuläre Meldungen aus, welche die Zuschauer erfahrungsgemäß sowieso fast nie zu sehen bekommen. Der SC SAFO Frankfurt spielt seit Jahren mit fast unveränderten Stamm. Alle Spielerinnen, die jetzt wieder zum Kader zählen, spielten schon vergangene Saison an der Kennedyallee.

Zwei Gesichter im SAFO-Team sind dennoch neu: Die Eigengewächse Cora Stefanie Barber und Maxima Ellenberg (beide Jahrgang 2002) halfen im vergangenen Jahr der zweiten Mannschaft, in die Hessenliga aufzusteigen. Die in der „Zweiten“ ungeschlagene Barber wird allerdings erst im Juni ins Geschehen eingreifen: Aktuell trainiert sie noch in der berühmten Bollettieri-Academy in den USA.

Angeführt wird das Team erneut von der Griechin Eleni Kordolaimi, die besonders im Doppel sehr stark ist, sowie der Italienerin Angelica Moratelli. Dahinter wird es Kathleen Kanev schwer haben. Die an Position fünf 2017 ungeschlagene Deutsche Jugendmeisterin der AK 16 aus 2016 bekommt diesmal sehr starke Gegnerinnen. An vier spielt die dienstälteste SAFO-Spielerin Noemi Hemmerich. Die viermalige Hessenmeisterin spielt aus terminlichen Gründen keine Turniere mehr, trainiert auch nicht mehr so intensiv wie früher. Das spielerische Potenzial der 24-Jährigen echten Team-Playerin reicht aber aus, um wertvolle Siege – im Einzel wie im Doppel – für ihre Mannschaft einzufahren.

An Position sechs wird wohl meistens Hemmerichs erprobte Doppelpartnerin Alina Hölzel spielen, die normalerweise eine Bank ist. Zum Team zählen noch Lea Schneider und Sophie Clößner, die beide aber im Studium sehr beansprucht sind und daher nicht immer zur Verfügung stehen werden. Beide sollen vor allem in der Hessenliga-Mannschaft helfen, den Klassenerhalt dort zu realisieren.

Den Klassenerhalt gibt auch Yves Preis als Ziel aus. „Der TC Ludwigshafen-Oppau dürfte der Favorit sein. Vielleicht mit Mannheim, falls die ihre besten Spielerinnen einsetzen. Die anderen fünf Konkurrenten sind alle schlagbar, jedoch wahrscheinlich auch stark genug, um uns zu bezwingen“, meint der langjährige SAFO-Teamchef.

Bei einem Absteiger aus der 2. Bundesliga – in die Südwest-Gruppe könnten der TC Bad Vilbel, BW Vaihingen/Rohr und TSC Mainz absteigen – würden zwei Teams aus der Regionalliga absteigen, sollte niemand herunter kommen, trifft es nur eine Mannschaft.

„Wir können die Spielstärke der Gegner nicht einschätzen, wollen aber den Klassenerhalt auf jeden Fall realisieren“, sagt dazu Dominic Metzger, der Trainer beim Neuling SC 80 Frankfurt ist. „Wir wurden im Januar gefragt, ob wir den frei gewordenen Platz einnehmen wollen. Da wir den Aufstieg als ungeschlagener Hessenmeister ohnehin angestrebt hatten, haben wir sofort zugegriffen“, so Metzger, der das Team entsprechend verstärkt hat, ohne dem seit seinem Amtsantritt an der Feldgerichtstraße eingeschlagenen Kurs untreu zu werden.

Für die Positionen eins und zwei wurden Verstärkungen geholt. Nuria Párrizas Díaz aus Granada stand schon auf 289 der Welt, fiel nach einer Pause auf Rang 440 zurück. Von den Ergebnissen auf der WTA-Tour ist die Spanierin auch eine gute Doppelspielerin. Am ersten Spielwochenende, am Samstag gegen Leonberg und am Sonntag in Karlsruhe, wird die 26-Jährige aus familiären Gründen noch fehlen. Da wird als Nummer eins die aktuelle Hessische Freiluft- und Hallen-Meisterin Natalie Pröse auflaufen. „Sie ist nicht nur eine gute Spielerin, sondern passt als Leaderin auch bestens in unser junges Team“, lobt Metzger die 27-Jährige. „Ich liebe Mannschaftsspiele, habe zuletzt in Offenbach-Bieber den Teamgeist vermisst. Deshalb freue mich sehr, für die 80er zu spielen, wo eine richtige Clique zusammen gewachsen ist“, sagt die selbst.

Kontinuität wird in der Feldgerichtstraße groß geschrieben. Bis auf die zwei Verstärkungen, die der höheren Klasse geschuldet sind, setzt Metzger auf bewährte Kräfte. Um den Teamgeist zu stärken, nahm die junge Mannschaft, in der vier Jugendliche stehen, in den Osterferien am einwöchigen Trainingslager in Spanien teil. Hinter Pröse wird die Venezolanerin Aymet Uzcatequi spielen. Die 22-Jährige blieb in der Hessenliga 2017 im Einzel wie im Doppel ungeschlagen. Dahinter folgen die Eigengewächse Katharina Tesar, Clara Kühnle, Jana Tesar, Valerie Karl und Carolin Menzen. Im Juni wird die Mannschaft noch durch die aktuell in den USA weilende Martina Okalová verstärkt. Die 21 Jahre alte Slowakin, die in zwei Jahren als Nummer zwei für den SC 80 eine tolle Bilanz aufwies (6:2 im Einzel, 8:0 im Doppel) dürfte an Position sechs eine Bank werden.

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